Bau 12.01.2007, 19:26 Uhr

Bauen im Bestand ist das Leitthema der „Bau 2007“  

geeignete Materialien zur bauphysikalischen Verbesserung des Gebäudebestandes.

Gebaut werden kann nach vielerlei Verfahren, etwa in Beton, in Stahl oder Holz, aber auch nach alter Mauerwerksmethode, Stein auf Stein. Auf der Bau 2007 wetteifern deshalb vor allem die Baustoffe miteinander. Es geht aber auch um den Vergleich von Bautechniken und -systemen, so dass die Messe München die Leistungsschau im Jahr 2007 nach Baustoffen ebenso gliedert wie nach Produkt- und Themenbereichen, und zwar in 17 Messehallen auf 180 000 m². Quer durch alle Messebereiche wird der Besucher indes immer wieder auf ein spezielles Thema stoßen: Bauen im Bestand. Hierbei spielt die Heizenergieeinsparung im Gebäude mit baulichen Mitteln eine besondere Rolle.

Für die Sektion Steine/Erden stehen die Hallen A1 und A2 bereit. Hier findet der Besucher Produkte aus Steinzeug, Kalksandstein, Beton und Bims sowie Faserzementbaustoffe, Putze, Estriche, Dämm- und Isolierstoffe. Mehr Platz als bei der Bau 2005 habe man den Dachbaustoffen inklusive Dachfenstern zugewiesen, erläutert Dieter Dohr, verantwortlicher Projektgruppenleiter der Messe München. Produkte dieses Themenbereichs belegten diesmal die komplette Halle A3 und einen Teil der Halle A4. Auf diesem Areal ist aber auch die Ziegelindustrie untergebracht. Das Spektrum des Angebots reicht vom Mauerstein über Dachziegel bis hin zum kompletten Gebäudeteil.

Auch die Bauchemie lege auf der Bau 2007 zu, betont Dohr, und zwar um rund 5000 m² gegenüber 2005. Dieser Wirtschaftszweig präsentiere sein Sortiment auf 15 000 m² Fläche in den Hallen A4 und A5. Tatsächlich will alleine die deutsche Bauchemie auf der Messe mit rund 50 000 Produkten aufwarten.

Zum Bauen gehört auch die Oberflächengestaltung, und zwar nicht zuletzt mit ästhetischem Anspruch. Auf der Bau 2007 begegnet der Besucher diesem Thema im Ostteil des Messegeländes. Ein Blickfang: die Fliesen- und Keramik-Präsentation in Halle A6. Branchenführer werden hier anhand neuester Kreationen demonstrieren, wie sich Design und Funktion zusammenfügen, so der Bau-Projektgruppenleiter. Das gesamte Spektrum der elastischen und textilen Bodenbeläge – von Parkett über Laminat, Linoleum, PVC, Kautschuk bis hin zu Kork – ist in den Hallen B6 und B5 auf rund 15 000 m² (5000 m² mehr als 2005) zusammengefasst.

Die Entwicklungen der Holz- und Kunststoffindustrie findet der Besucher in den Hallen B5, B4, C3 und C4. Zum Angebot gehören aber auch klassische Bauteile wie Fenster und Türen. Im Umfeld dieser Exponate werden überdies Beschläge, Schlösser und Produkte für die Gebäudesicherheit offeriert.

Bauelementen und Bausystemen für Dach, Wand und Fassade, vorrangig aus Aluminium und Stahl, begegnet der Besucher in den Hallen B1, C1, B2 und B3. Allein für diesen Ausstellungsbereich, der auch die komplette Palette der Tor- und Türantriebstechnik sowie Parksysteme umfasst, stellt die Messe München rund 40 000 m² Fläche zur Verfügung. Angrenzend an die Stände der Stahl-, Aluminium und Profile-Hersteller bilden Maschinen zur Metallbearbeitung ein eigenes Areal in Halle C1.

Der immer notwendiger werdenden Zusammenarbeit zwischen Bauingenieuren und Fachleuten der technischen Gebäudeausrüstung trägt auch die Bau 2007 Rechnung, in dem sie sich auch dem Thema Gebäudetechnik widmet. Einer der auf der Messe präsentierten Schwerpunkte dieser technischen Disziplin: Sonnenschutzsysteme für Dach und Fassade, sowohl im Innen- wie im Außenbereich. Passend hierzu geht es im Bereich Gebäudeautomation nicht zuletzt um die Steuerung der Fassadenelemente. Die Stände in den Hallen C1 und C2 sollen energieeffiziente Lösungen anbieten, die sich im Einklang mit anspruchsvollen architektonischen Konzepten befinden. Ebenfalls im Kontext mit Bauingenieurthemen stehen Produkte für Solarwärme und Solarstrom. „Solarhorizonte“ heißt das Motto der entsprechenden Aussteller. Man findet sie in Halle B3.

Um Glas und Glasarchitektur geht es in Halle C2. „Die Top-Player“ der europäischen Glasindustrie seien hier versammelt, versichert Dohr. „Visions of Glass“ laute das Motto der Anbieter. Auch aus dem Flachglasbereich seien auf der Bau 2007 alle führenden Unternehmen vertreten.

Im Bereich „Bau-IT“ werden Softwarehäuser in größerem Umfang vertreten sein als vor zwei Jahren. Dohr: „Alles, was in der Bau-IT-Branche Rang und Namen hat, zeigt auf der Bau 2007 in Halle C3 Flagge.“ Speziell an Landschaftsarchitekten wendet sich das Angebot „Urban Design“, ebenfalls in Halle C3. Es handele sich quasi um eine Messe in der Messe, erläutert Dohr. Entsprechend gebe es für sie einen eigenen Zugang, und zwar im Bereich des Eingangs Nord.

Modernisierung und Instandsetzung des Gebäudebestandes spielen in Europa eine wachsende Bedeutung. Ursachen: stagnierende Bevölkerungszahlen, hinreichende Wohnungsversorgung und staatliche Vorgaben zum energieeffizienten Bauen. Quer durch alle Ausstellungsbereiche bildet deshalb das Thema Bauen im Bestand in München einen generellen Schwerpunkt. Fokussiert wird das Thema überdies in der Halle BO. Ähnlich wie vor zwei Jahren wolle sich die Messe hier mit Unterstützung des Bundesbauministeriums und des Bundesarbeitskreises Altbauerneuerung (Baka) allen Initiativen und Aktivitäten rund um die Bereiche Sanierung, Renovierung und Modernisierung widmen, so Dohr. Ein wichtiger Eckpfeiler dieser Schau sei der Preis für produktinnovatives Bauen im Bestand, der zur Bau 2007 zum zweiten Mal ausgelobt werde. Der Preis soll zukunftsweisende Produktideen, Systeme und Konstruktionen fördern. ELMAR WALLERANG

Von Elmar Wallerang

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