Automation 07.09.2001, 17:30 Uhr

Informationstechnik treibt Automatisierung voran

Der Einfluss der Informations- und Kommunikationstechniken auf die Automatisierung wächst. Die kommende Interkama (24.-28.9.) wird zeigen, wie die Unternehmensintegration zunimmt.

Der Weltmarkt für Prozessautomatisierung wird in diesem Jahr nach Expertenmeinung zwischen 40 Mrd. Dollar und 42 Mrd. Dollar liegen. Und er wird weiter mit einer geschätzten Rate von 8 % pro Jahr wachsen. Das stärkste Wachstum wird in Asien erwartet. Den Weltmarkt teilen sich zu je einem Drittel Hersteller aus Amerika, Europa mit dem mittleren Osten und Afrika, sowie Asien.

Die US-Unternehmenliegen zur Zeit an der Spitze der IT-Lösungen, während Europa klar die Nase vorn hat bei prozessnahen Komponenten wie Sensoren und Feldbusgeräten.

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Der diesjährige Interkama-Präsident, Dr. Uwe Martens macht als Ursachen des für die beginnende Dekade erwarteten Wachstums mehrere Faktoren aus:

– Kostendruck in der chemischen Industrie wird zu verstärkter Automatisierung in den Fertigungsprozessen führen

– steigende Anforderungen an Sicherheit und Umweltstandards auch in den jungen Industrieländern

– erhöhte Funktionalität dank IT-Technik und digitaler Kommunikation.

Dabei ist es die Wechselwirkung zwischen den Automatisierungsmärkten und den Prozess-Märkten, die diese Veränderung antreibt. Beispielsweise in der Chemie-Industrie, Pharma, Lebensmittel, Öl und Gas, Paper and Pulp sowie der Wasser- und Abfallwirtschaft.

Gleichzeitig stehen die Märkte vor einer dramatischen Änderung ihrer Strukturen, wie Dr. Uwe Martens, Präsident der kommenden Interkama und CEO der Krohne-Gruppe, Duisburg, berichtet.

Auf Seiten der Anbieter prognostiziert der Interkama-Präsident weitreichende Fusionen und drastisches Schrumpfen der Anbieter-Zahlen. Von heute noch 10 globalen Generalisten im Automatisierungsmarkt werden bis 2006 seinerMeinung nach nur 4 übrig bleiben. Die Zahl der Prozessausrüster werde sogar von 4000 auf nur noch 400 schrumpfen.

Neue Arbeitsfelder ergeben sich für die Anbieter von Automatisierungstechnik durch Diversifikation in bisher fremde Industrien. So bieten sich automatisierungschancen in der Haustechnik, in Dienstleistungsbreichen wie der Zähler-Fernablesung für die Gas-, Wasser und Stromversorgung, im facility-management, für Anlagen-Betreiber-Gesllschaften, usw..

In der Automatisierung ist ein Wertewandel zu beobachten. Der Blick richtet sich nicht länger nur auf bestimmte Ebenen eines Unternehmenes – klssischerweise auf die reine Produktion – sondern vielmehr rückt das gesamte Unternehmen in den Fokus der Automatisierungsanstrengungen. Danach definiert sich Automatisierung zukünftig als Unternehmens-Netzwerk für mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Wirtschaftlichkeit, sparsamen Umgang mit Ressourcen, Quaslitätssicherung, mehr Sicherheit und effektiven Umweltschutz.

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„Innovation in der Automatisierung wird heute“, so Prof. Dr. Hartwig Steusloff, Leiter des Fraunhofer Institutes IITB in Karlsruhe, „nicht zuletzt vom Fortschritt der Informationstechnik getrieben, also vom Fortschritt der Mikroelektronik und Systemtechnik, der Kommunikationstechnik und der Software.“ Die Informationstechnik ist nach Steusloff auch die wesentliche Grundlage dafür, dass Systemlösungen entsthen, die den Bedarf der Anwender in umfassender Weise berücksichtigen und erfüllen.

Die Darstellung solcher Systemlösungen werde denn auch ein herausragendes Merkmal der diesjährigen Interkama sein, so Prof. Steusloff. Dem Anwender/Besucher soll nicht nur ein umfangreiches Angebot an Komponenten vorgestellt werden, die er selbst integrieren kann, die komplexe Integrationsaufgabe selbst wird Gegenstand der Interkama sein.

Als Beispiel für die Informationsverknüpfung innerhalb des gesamten Unternehmens nennt Steusloff die Nutzung von Daten aus der Mess- und Automatisierungstechnik für die Validierung von Produktionsprozessen. Und die Qualität der Automatisierungsprozesse könne denn auch für Reproduzierbarkeit der Produktqualität sorgen, die beispielsweise dort unverzichtbar wird, wo es um gesetzlich regulierte Märkte geht – etwa in der pharmazeutischen Industrie.

Hier basiert indirekt sogar der Nachweis der Produkteigenschaften auf den Informationen, die in einzelnen Mess- und Regeleinrichtungen der Automatisierungssysteme entstehen. Dazu müsse aber sichergestellt werden, so Prof. Steusloff, dass die Regelungsqualität in ihrer komplexen Auswirkung auf die Produktqualität verstanden wird.

Hier sind die Wissenschaftler gefragt, die sich bei den Ausstellern neue Impulse holen. Denn in der Lehre auf dem Gebiet der Mess- und Automatisierungstechnik ist bei dem schnellen Fortschritt der unterstützenden Technologien aus der Informationstechnik eine ständige Aktualisierung der Lehrinhalte erforderlich. Messen, steuern und regeln seien vorwiegend im Zusammenhang mit der dabei umgesetzten Information zu sehen. Dieses neue Verständnis der Automatisierung zu diskutieren, wird auf der Messe Gelegenheit sein.

Hartwig Steusloff, Leiter des Fraunhofer-Institutes für Informations- und Datenverarbeitiung wird auf der Messe die Gelegenheit nutzen, den Dialog zwischen den Unternehmen und der Wissenschaft anzuregen. Er wird am Mittwoch den 25.9. In Halle 13 auf dem Forum zum Thema „Auftragsforschung für kleine und mittlere Unternehmen“ sprechen und mit den anwesenden Unternehmern diskutieren. rok

 

Ein Beitrag von:

  • Rolf-Otto Karis

    Stellvertretender Chefredakteur VDI nachrichten. Fachgebiete: Wirtschaft, Wirtschaftspolitik, Messen.

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