Gebäudeautomation 18.06.2010, 19:47 Uhr

Einfache Bedienung verbessert Akzeptanz und Effizienz

Automatisierte Räume finden bei ihren Nutzern nicht nur Zustimmung. Ein Grund sind Raumbediengeräte, welche die Regelung von Temperatur und anderen Faktoren zu einer echten Herausforderung machen. Das Rezept gegen den Frust heißt „Usability“.

Fachleute wie Ingenieure, Betriebsleiter, Gebäudetechniker und Facility Manager sind leicht von den Vorteilen der Gebäudeautomation zu überzeugen. Denn dass Gebäudeautomation die Energieeffizienz von Gebäuden verbessert und Energie spart, ist untersucht und durch viele Erfahrungen belegt. Die Experten wissen aus eigener Praxis, dass Gebäudeautomation auch die Wartung einfacher macht, die Betriebssicherheit optimiert und die Betriebsführung der immer komplexer werdenden Gebäudetechnik vereinfacht.

Anders ist es bei Nicht-Fachleuten. Hier hat Gebäudeautomation oft kein positives Image. Verbreitet ist die Angst, den Einfluss auf die Technik zu verlieren. Viele kennen Geschichten von automatisierten Gebäuden, wo die Technik scheinbar alles Mögliche macht, nur nicht das, was sie soll. Scheitert der Nutzer dann bei der Einstellung von Temperatur und anderen Werten an sperrigen Bediengeräten, ist die Akzeptanz für Gebäudeautomation auf null. Die Unternehmen der Branchen haben dies begriffen und arbeiten an Lösungen, die einfacher und intuitiv zu bedienen sind.

Eines der Unternehmen, die sich intensiv mit dem Thema Bedienerfreundlichkeit beschäftigen, ist Kieback&Peter, einer der führenden deutschen Anbieter von Produkten und Lösungen für Gebäudeautomation und Gebäudemanagement. Die Entwickler des Unternehmens wollen dem Frust ein Ende bereiten. Hans Symanczik, Leiter Marketing und Vertrieb bei Kieback&Peter: „Aus guten Gründen werden immer mehr Gebäude mit Gebäudeautomation ausgestattet. Also werden auch immer mehr Menschen mit Gebäudeautomation konfrontiert: im Hotelzimmer, im Büro oder im Klassenraum. Dort wollen sich diese Menschen aber nicht mit Gebäudeautomation beschäftigen, sondern einfach nur wohlfühlen. Wenn sie das Gefühl haben, dass die Gebäudeautomation das verhindert, haben wir ein Problem.“

Das Unternehmen entwickelt neue Komponenten für die Raumautomation. Besonders intensiv beschäftigen sich die Entwickler zurzeit mit den Raumbedienmodulen. Ihr Ziel: Möglichst jeder Nutzer soll problemlos mit ihnen klarkommen.

Ralf Klimpel, Produktmanager, erläutert: „Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir uns fragen, wer letzten Endes der wirkliche Anwender ist. Das sind nicht mehr, wie vielleicht früher, technische Experten. Heute hängt der Erfolg von Raumbediengeräten in erster Linie
davon ab, wie einfach Nicht-Experten damit umgehen können.“

Joachim Schmidt ist bei Kieback&Peter Spezialist für Gebrauchstauglichkeit, so der deutsche Begriff für Usability. Er beschreibt den Prozess, wie interaktive Geräte optimiert werden: „Am Anfang steht ein Konzept, bei dem wir versuchen, die Perspektive verschiedener möglicher Nutzer einzunehmen. Wir überlegen, was will der Nutzer mit dem Gerät erreichen, wie wird er versuchen, seine Ziele umzusetzen? Dieses Konzept wird validiert. Dann beginnt die heiße Phase. Mit den ersten Prototypen machen wir umfangreiche praktische Tests. Menschen unterschiedlicher Bildung, Menschen mit und ohne Affinität zur Technik, Frauen und Männer verschiedener Altersgruppen bekommen die Geräte in die Hand und probieren sie in realistischen Szenarien aus. Am Ende wissen wir, was funktioniert und was nicht.“

Für Kieback&Peter haben sich für Raumbedienmodule zwei Hauptgruppen von Benutzern herauskristallisiert: Der Gelegenheitsnutzer, zum Beispiel ein Hotelgast, und der Alltagsnutzer, zum Beispiel ein Angestellter in seinem Büro. Joachim Schmidt: „Der Gelegenheitsnutzer will es eigentlich nur in kürzester Zeit behaglich haben – eine schnelle Temperatureinstellung muss hier reichen. Er beschäftigt sich nicht mit der Technik, sondern will das Gerät ohne Anleitung intuitiv bedienen. Der Alltagsnutzer lernt das Gerät besser kennen. Er kann es genauso schnell und einfach bedienen, weiß jedoch darüber hinaus, wie er weitere Komfortfunktionen problemlos aufrufen kann. So bieten unsere Raumbedienmodule zum Beispiel ein Zeitprogramm, um sehr einfach ein Komfortprogramm für individuelle Anwesenheitszeiten im Büro festzulegen.“

Für Hans Symanczik ist die Gebrauchstauglichkeit von Bedienmodulen ein Muss. „Wir wollen, dass die Nutzer zufrieden sind. Damit gewinnt Gebäudeautomation an Akzeptanz. Und letztendlich verbessert dies auch die Effizienz des Systems. Ganz einfach, weil Fehlbedienungen wegfallen.“

HERMANN JOSEF PILGRAM

Von Hermann Josef Pilgram
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