Automation 14.05.2004, 18:30 Uhr

Deutschland bleibt wichtig für Know-how-Produkte

Die Produktion an Niedrigkostenstandorten,nahe beim Kunden, sowie von Produkten mit Alleinstellungsmerkmalen in den deutschen Stammwerken soll die Arbeitsplätze in Deutschland sichern.

Insgesamt will der Maschinenausrüster Bosch Rexroth einen wesentlich größeren Anteil seiner Produkte in wachsenden Märkten fertigen. In Deutschland bleiben, soweit wirtschaftlich vertretbar, „Produkte, Verfahren und Fähigkeiten, also Know-how-getriebene Vorgänge, seien es besondere Fertigungstechniken oder innovative Lösungen, die uns vom Wettbewerb abheben“, erläuterte Manfred Grundke, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG, Ende voriger Woche in Frankfurt
Das Konzept hat sich schon bewährt: Deutliches Wachstum bei Umsatz und Auftragseingang im ersten Quartal 2004 meldete das Unternehmen bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für 2003 in Frankfurt. „Es war trotz schwacher Konjunktur im Investitionsgüterbereich ein erfolgreiches Jahr 2003 für Rexroth und wir blicken sehr positiv in das laufende Jahr“, bekräftigte Manfred Grundke, Allein im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs stiegen der Umsatz um 5,2 % und der Auftragseingang um 16,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
2003 steigerte das hundertprozentige Tochterunternehmen der Robert Bosch GmbH den Umsatz nominal um 2,1 % auf 3,7 Mrd. €, währungsbereinigt sogar um 7 %. In China erzielte Rexroth mit 31 % erneut einen zweistelligen Umsatzanstieg im direkten Geschäft.
Der globale Maschinenausrüster bedient mit seinen Technologien zum Antreiben, Steuern und Bewegen Märkte der Fabrikautomation und Mobilhydraulik. Durch Kombination der Automationselemente kann Bosch Rexroth die Kosten klein halten: „Wir bieten niedrigere Total Cost of Ownership als unsere Wettbewerber“, betont denn auch Manfred Grundke. Total Cost of Ownership bezeichnet in der Investitionsgüterindustrie den Gesamtaufwand für Produkte und Systeme, von der ersten Zeichnung über Anschaffungskosten bis hin zu Inbetriebnahme und Service.
Auch z. B. in China sei man eher an der optimalen Antriebslösung als nur an den verkauften Komponenten interessiert, so Grundke. Beim Vertrieb sei daher die regionale Differenzierung wenig spezifisch. „Wir haben mit der bei Rexroth durchgeführten und in anderen Ländern bewährten Vertriebsstrategie insbesondere in China große Erfolge,“ berichtete Grundke. Man setze überall auf den lösungsorientierten Vertrieb, die Beratung von Kunden und die Applikationskompetenz. Schon in den 1990er Jahren habe man chinesische Mitarbeiter in Deutschland entsprechend ausgebildet. „Gerade die Erfolge jetzt in Asien – China, Korea und Taiwan, aber auch Japan – zeigen, dass wir mit dieser Konzeption, die sich in den letzten dreißig Jahren eigentlich in allen Ländern bewährt hat, richtig liegen.“
Basis des internationalen Erfolges ist eine intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Die Aufwendungen hierfür lagen in den letzten Jahren bei 5 %, was im Jahr 2003 über 180 Mio. € ausmacht. Grundke: „Man muss das bei uns in den Geschäftsbereichen differenziertsehen. Im Bereich der linearen Bewegungstechnik mit reiner Mechanik ist es deutlich darunter. Im Bereich der Elektronik, Software und Steuerungsarchitektur ist es deutlich darüber.“
In den nächsten Jahren werde man versuchen, den F&E-Anteil zu steigern, obwohl die gesamten indirektenKosten mit Sicherheit abgebaut würden. Durch Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen will das Unternehmen Mittel frei machen, die in Forschung und Entwicklung investiert werden sollen.
Der frisch installierte Vorstandsvorsitzende Manfred Grundke arbeitet bereits seit 1984 bei Rexroth. „Mein Antrieb ist jetzt, dass wir es schaffen, die ehrgeizigen Ziele, die wir uns gesteckt haben, umzusetzen.“ Und das sei „schon eine spannende Veranstaltung – jetzt mit einem potenten Shareholder hinten dran“. Schließlich habe die Robert Bosch GmbH zum Ausdruck gebracht, im Bereich der Industrie- und Fabrikautomation zu wachsen. Dies sei unter dem alten Eigentümer Mannesmann so ohne weiteres nicht mehr die Aussage gewesen. Vor allen Dingen habe die neue Muttergesellschaft ja auch eine enorme technische Potenz, was zu Synergieeffekten führe. „Nehmen Sie nur mal die Kompetenz von Bosch im Bereich der Automobilelektronik,“ so Grundke, „die man jetzt für die Elektrohydraulik in Baumaschinen adaptieren kann.“U. SCHAMARI/KÄM

 

Ein Beitrag von:

  • Siegfried Kämpfer

    Ressortleiter Produktion VDI nachrichten. Fachthemen: Produktionstechnik, Maschinenbau, Fabrikautomatisierung.

  • U. Schamari

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