Automation 24.11.2006, 19:25 Uhr

Automatisierungstechniker verbreiten Optimismus  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 24. 11. 06, ciu – Wenn sich vom 28. bis 30. November die Automatisierungs-branche zur Messe SPS/IPC/Drives in Nürnberg trifft, dann gibt es immer auch Anlass Bilanz zu ziehen. Ein Stimmungsbild der Branche zeichnen bereits im Vorfeld die Mitglieder in der entsprechenden VDI/VDE-Fachgesellschaft. Sowohl Anwender als auch Hersteller gehen hier von einer positiven Entwicklung aus.

„Der Anlagen- und Maschinenbau basiert schon immer auf einem hohen Automatisierungsgrad – interessant ist, dass die Potenziale für die Fahrzeugtechnik, insbesondere im Kraftfahrzeug, heute bereits genauso hoch eingeschätzt werden“, so Westerkamp. Das manifestiere sich in der steigenden Anzahl von Steuergeräten im Automobil, um weitere Funktionen zu ermöglichen. Motorsteuerungen werden komplexer, z. B. durch variable Einspritzsysteme, Abgasnachbehandlung, variable Ventilsteuerungen und Hybridtechnik.

 

Auch künftige Fahrerassistenzsysteme erhöhen den Anteil der Mess- und Automatisierungstechnik. So werden bereits Systeme entwickelt und getestet, die zur Vermeidung von Kollisionen und für den Stop-and-go-Verkehr zum Einsatz kommen werden. Hierfür ist eine zuverlässige Umfelderfassung erforderlich, die nur mit Einsatz vieler Sensoren mit der zugehörigen Informationsfusion erreicht werden kann.

Ein weiteres wichtiges Anwendungsfeld für die Mess- und Automatisierungstechnik sehen die befragten Fachleute in der Medizintechnik. 43 % erwarten hier insbesondere für die Sensorik und Messtechnik eine wachsende Nachfrage. Westerkamp: „Der Markt für die Medizintechnik wird sich erst noch entwickeln, vor allem vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung.“ Mit einer entsprechenden Sensorik und Messtechnik, die eine gesundheitliche Überwachung von Personen ermögliche, ließen sich stationäre Aufenthalte von kranken und alten Menschen verkürzen bzw. hinausschieben.

Heute gibt es bereits Lösungsansätze, bei denen Atmung und Kreislauf allein durch das Sitzen auf einem speziell ausgerüsteten Stuhl überwacht werden können. So können beispielsweise bei einer unzulässigen Abweichung ein entsprechender Alarm sowie die Benachrichtigung eines Pflege- oder Ärzteteams ausgelöst werden. Zusätzlich werden tragbare und implantierbare Sensoren zur Patientenbeobachtung und Telediagnose ihren Einsatz finden, rechnen die GMA-Experten.

Auf die Frage, welche technischen Entwicklungen der Mess- und Automatisierungstechnik die größten Impulse geben werden, erfolgten die meisten Nennungen für eine weitere Miniaturisierung und für Kommunikationsverfahren – zum einen über Internettechnologien und zum anderen durch die drahtlose Kommunikation.

Zur „wireless automation“, also der Nutzung von Funknetzen, existieren heute bereits viele Produkte auf der Basis von unterschiedlichen Technologien. „Der breite Einsatz von Funklösungen steht unmittelbar bevor – selbst die konservative chemische Industrie denkt heute über ihre Nutzung nach“, so Westerkamp.

Im Hinblick auf immer komplexer werdende Automatisierungssysteme ergibt sich in der Branche dabei die Notwendigkeit nach geeigneten Methoden für die Kommunikation von Mensch und Maschine – dies hielten 30 % für der Befragten für sehr wichtig. Die weiteren Entwicklungen in der Biotechnologie und in den optische Technologien werden Innovationen für den Markt der Sensorik ermöglichen – hierzu erfolgten jeweils 28 % der Nennungen.

Bei derart guten Perspektiven für die Technologie steht es auch gut um die beruflichen Möglichkeiten: „Die Ingenieure der Mess- und Automatisierungstechnik haben auch zukünftig gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Sie werden einfach gebraucht – und das in praktisch allen Branchen“, erklärte Dieter Westerkamp.

Erfolg kommt aber nicht von allein: So gaben 78 % der Befragten an, dass regelmäßige Weiterbildung der wichtigste Aspekt für eine erfolgreiche Karriere in der Mess- und Automatisierungstechnik ist. Das fachliche Wissen bleibt für die berufliche Entwicklung also weiterhin sehr wichtig.

Sprachkenntnisse, Soft Skills und Auslandserfahrungen kamen in der Reihenfolge auf die weiteren Plätze. „Der Ingenieur muss die technischen Entwicklungen aktuell verfolgen – andernfalls hat er bereits nach wenigen Jahren keine großen Chancen mehr“, so Westerkamp. C. SASSE/CIU

Von C. Sasse/Martin Ciupek

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