1000 Kilometer Reichweite 28.11.2017, 13:51 Uhr

Dieser 460-PS-Truck von Volvo fährt mit Erdgas

Volvo bringt 2018 einen Lkw mit Erdgasantrieb auf den Markt – ein 460-PS-Geschoss namens FH LNG. Der schwedische Autobauer verspricht 1000 Kilometer Reichweite und einen um bis zu 100 Prozent gesenkten CO2-Ausstoß.

Volvo Truck mit Gasantrieb

Volvo hat einen neuen Truck mit Gasantrieb vorgestellt, der im Normalbetrieb 25 % weniger Kohlendioxid ausstoßen soll. Wird er mit Biogas betrieben, sinken die Emissionen sogar auf Null.

Foto: Volvo Trucks

Volvo Modellreihe FH

Seit 1993 hat der schwedische Autobauer von der Modellreihe FH 400.000 Exemplare verkauft. Jetzt gibt es zum Dieselantrieb auch eine Alternative mit Gasantrieb.

Foto: Volvo Trucks

LNG-Tank

Das LNG wird bei -140 °C und einem Druck von bis zu zehn bar flüssig im Tank gelagert. Der neue Volvo-Truck kann so 205 kg LNG mitnehmen, was für 1000 km reichen soll.

Foto: Volvo Trucks

G13C-Motor

Der G13C-Motor hat sechs Zylinder und 13 Liter Hubraum. Der Motor ist genauso stark wie sein Diesel-Pendant und leistet 460 PS und ein maximales Drehmoment von 2.300 Nm.

Foto: Volvo Trucks

Lkw von Volvo sind auf der Autobahn ein gewohntes Bild. Seit 1993 hat der schwedische Autobauer 400.000 Exemplare der Modellreihe FH verkauft. Die CO2-Emissionen des Dieselantriebs sind Volvo allerdings ein Dorn im Auge. Deswegen kommt 2018 eine Alternative auf den Markt: der Erdgas-Truck FH LNG. Der Lkw hat im Konkurrenzvergleich angeblich einen um bis zu 25 % niedrigeren Kraftstoffverbrauch, ermöglicht 1000 km Reichweite.

„So wird Gas selbst im schweren Fernverkehr zur echten Diesel-Alternative“, ist Mats Franzén, Produktmanager für Motoren bei Volvo Trucks, überzeugt. Unternehmen, die pro Jahr 120.000 km fahren, könnten die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem Euro-6-Diesel um bis zu 20 Tonnen reduzieren. Mit Biogas im Tank könnten sie sogar ohne CO2-Emission unterwegs sein.

LNG statt CNG: Volvo Truck tankt flüssiges Erdgas

Bislang war der Erdgasantrieb für den Fernverkehr problematisch. Erdgas hat eine vergleichsweise geringe Energiedichte – selbst dann, wenn es Fahrzeuge als sogenanntes Compressed Natural Gas (CNG) mit einem Druck von 200 bar im Tank speichern. Nach wenigen hundert Kilometern ist Nachtanken angesagt.

Mit diesem Dilemma räumt der FH LNG auf. Volvo setzt genau wie Konkurrent Iveco nicht auf CNG, sondern auf Liquefied Natural Gas (LNG), auf Erdgas, das bei -140 °C und einem Druck von bis zu zehn bar flüssig im Tank lagert. Im Vergleich zu CNG ist das Volumen um das 600-fache reduziert. Das bedeutet, dass die Fahrzeuge genügend Kraftstoff für Ferntransporte mitführen können – genau wie Transportschiffe, die Erdgas aus Platzgründen als LNG transportieren. In der größten Ausbaustufe fasst der Tank der LNG-Trucks 205 kg Erdgas.

Doch wo sind LNG-Tankstellen?

Tanken lässt sich LNG unproblematisch, ähnlich schnell wie Diesel. Und das Netz der LNG-Tankstellen wird laut Volvo immer größer. In Deutschland sieht es allerdings mau aus. 2016 noch gab es keine einzige öffentliche LNG-Tankstelle, lediglich einige Pilotanlagen. Rund 40 LNG-Tankstellen wären laut Energieagentur NRW bundesweit notwendig, damit LNG zu einer klimaschonenden und wirtschaftlichen Alternative zum Dieselkraftstoff werden kann. Wären elektrische Highways für E-Lkws, die Siemens derzeit in Kalifornien testet, die bessere Alternative? Oder vielleicht Lkw mit Wasserstoffantrieb?

Erdgas-Truck bringt 460 PS auf die Straße

In puncto Leistung ist der FH LNG laut Volvo genauso leistungsstark wie sein Diesel-Pedant. Unter der Motorhaube schnaubt ein G13C-Motor mit sechs Zylindern und 13 Litern Hubraum, der 460 PS und ein maximales Drehmoment von 2.300 Nm liefert.

Es handelt sich allerdings nicht um einen Ottomotor, der normalerweise bei gasbetriebenen Fahrzeugen zum Einsatz kommt, sondern um einen Gasmotor nach dem Dieselprinzip. Während der Fahrt erwärmt der Motor das LNG, wandelt es in Gas um und spritzt es in den Motor ein. Um das Gas zu zünden, kommt eine Diesel-Zündflamme zum Einsatz. Für eine CO2-freie Fahrt müsste der Fahrer den fossilen Dieselkraftstoff, der in einem kleinen Zusatztank lagert, durch hydrierte Pflanzenöle ersetzen.

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