Antriebstechnik 12.11.2004, 18:34 Uhr

„Anpacken und dann nie aufgeben“

„Nur Firmen, denen etwas einfällt und die ihre Ideen auch umsetzen können, haben langfristig am Markt Erfolg. Diese Unternehmen sind auch unabhängiger von Konjunkturzyklen.“

Welche Herausforderung sehen Sie wirtschaftlich auf sich zukommen?
Im härter werdenden weltweiten Wettbewerb stehen die Herstellkosten im internationalen Vergleich. Da die Produkte sich immer ähnlicher werden, kommt einem hervorragenden Service immer größere Bedeutung zu.
Welche Herausforderung sehen Sie im technologisch-wissenschaftlichen Bereich auf sich zukommen?
Die Fähigkeit eines Unternehmens zur Innovation wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil, wobei die Innovationszyklen immer kürzer werden.
Welche Herausforderung sehen Sie im gesellschaftspolitischen Bereich auf sich zukommen?
Die größte Herausforderung wird sein, dafür zu sorgen, dass in Deutschland die Notwendigkeit von tief greifenden Änderungen akzeptiert wird. Dass viel mehr an Leistung und Flexibilität als heute von jedem Einzelnen erbracht werden muss, ohne dass dafür mehr verdient wird.
Senden einige Unternehmen zu schlechte Botschaften, vermiesen sie sich ihr Image und den Bürgern den positiven Blick in die Zukunft?
Es ist eine typisch deutsche Eigenschaft, zuerst über die Risiken und dann über die Chancen zu reden. Deutschland hat als Standort viele Vorteile und ein sehr großes Potenzial, das leider zum Teil noch brach liegt. Die Schwierigkeiten kann man lösen, man muss sie nur anpacken.
Wann startet in Ihrer Branche das virtuelle Unternehmen? Bedeutet: Einer hat die Idee und hält den Markennamen, andere übernehmen Konstruktion, Produktion, Vertrieb und Marketing.
Dieses leben wir heute schon in der Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern.
Wie wichtig sind Markennamen für einen Produkterfolg?
Ein guter Markennamen ist einer der wichtigsten Faktoren wenn es um einen neuen Markt oder ein neues Produkt geht. Eine bekannte Marke schafft Vertrauen, der Kunde ist sich sehr sicher, was er für sein Geld bekommen wird. Die Produkte müssen aber immer halten, was der Markenname verspricht, sonst leidet die Marke.
Wird es künftig immer weniger Branchen-Konjunkturen dafür aber mehr Firmenkonjunkturen geben?
Nur Firmen, denen etwas einfällt und die ihre Ideen auch umsetzen können, haben langfristig am Markt Erfolg. Diese Unternehmen sind auch unabhängiger von Konjunkturzyklen.
Kommt es immer weniger darauf an, wie man etwas macht, sondern dass man es vor dem Wettbewerber macht, den Markttrend setzt?
Beides ist entscheidend: Trends setzen, dabei aber den Kunden ein hochwertiges Produkt bieten.
Ist kurzfristiges Share-Holder-Value-Denken das Ende von Traditions- und Technologie-Firmen?
Eine stabile Eigentümerstruktur, die langfristige Ziele verfolgt, ist wichtig für den Erfolg eines Unternehmens, egal in welcher Branche das Unternehmen tätig ist. Dass ein Unternehmen aber positive Ergebnisse erwirtschaften muss, ist so lebensnotwendig und selbstverständlich wie die Luft zum Atmen.
Würden Sie noch einmal den gleichen Ausbildungsweg gehen wollen?
Ich habe nie aufgehört mit der Weiterbildung. Für mich ist auch eine Ausbildung nie „abgeschlossen“.
Stimmt die These: Wer zu tief in der Firmenhierarchie einsteigt, hat es schwer, nach oben zu kommen?
Erstens kommt es auf die Leistung an, zweitens ist der Aufstieg von weiter unten der bessere Weg.
Wie schaffen Sie es, Zeit für sich zu haben, nicht immer nur von den internen und externen Herausforderungen der Firma in Anspruch genommen zu werden?
Ich laufe fast täglich. Eine klare Trennung zwischen Firma und Privatleben gibt es sowieso nicht, beides greift ineinander. Die richtige Balance muss jeder für sich finden.
Wer ist Vorbild für Sie?
Menschen, die etwas Positives bewegen und gegen Widerstand den Mut haben, immer aufs Neue für eine Sache zu kämpfen.
Wo tanken Sie auf?
Zuhause mit meiner Frau und beim Laufen.
Unter welchen Umständen würden Sie in die Politik gehen?
Wenn absehbar wäre, dass ich etwas bewegen könnte.
Was wünschen Sie der nächsten Generation?
In Deutschland sollte man sich weniger über die Lage beklagen und sich mehr selbst für Verbesserungen einsetzen. Aus diesem Einsatz darf aber nicht gleich ein Anspruch abgeleitet werden.
An wessen Stelle würden Sie gerne sein?
Zurzeit bin ich an genau der richtigen Stelle.
Was ist Ihr Lebensmotto?
Anpacken, es einfach tun (Just do it) und dann nie aufgeben.
Serie wird fortgesetzt

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