CEBIT 2015 12.03.2015, 11:21 Uhr

80 Veranstaltungen widmen sich dem Megatrend Industrie 4.0

Die Smart Factory, die vierte industrielle Revolution oder einfach: Industrie 4.0. Sie ist eines der Top-Themen bei der am Montag beginnenden IT-Messe CeBIT in Hannover. 80 Veranstaltungen widmen sich dem Megatrend. 

Die GFT Group macht Industrie 4.0 anschaulich: Auf der CeBIT bauen Industrieroboter würfelförmige Sitzmöbel. Menschen aus der ganzen Welt können dem Roboter über das Internet Designs schicken. 

Die GFT Group macht Industrie 4.0 anschaulich: Auf der CeBIT bauen Industrieroboter würfelförmige Sitzmöbel. Menschen aus der ganzen Welt können dem Roboter über das Internet Designs schicken. 

Foto: GFT Group

Maschinen lernen von Maschinen: Wenn ein Gerät in Montevideo einen Fehler macht, wird die Schwester aus der gleichen Serie in Mannheim nicht denselben machen. Und wenn die Shampoo-Produktion hochgefahren wird, bestellt die Maschine am Ende der Fertigungskette zusätzliches Verpackungsmaterial. Das ist das Bild von der Industrie 4.0 – die totale Vernetzung und die größtmögliche Automatisierung.

Weil die sogenannte Smart Factory Fehler minimiert, Personal spart und Ressourcen optimal nutzt, ist sie seit ein paar Jahren das große Thema der Industrie. Natürlich auch auf der CeBIT, wo sich allein 80 Veranstaltungen im Rahmenprogramm dem Megatrend widmen.

Auf der Leitmesse in Hannover zeigen Dutzende Aussteller Produkte für die Industrie 4.0. Die meisten davon sind Softwarelösungen, die die Kommunikation der einzelnen Fertigungsabschnitte ermöglichen und eine genaue Beobachtung erleichtern sollen. So stellt beispielsweise das IT-Unternehmen Dualis ein Tool vor, das die vorhandenen Kapazitäten an Maschinen, Mitarbeitern und Ressourcen jederzeit in Echtzeit vorhält und so die Planung der Auftragsabwicklung optimieren soll. Schichtpläne am Schwarzen Brett gibt es dann nicht mehr. Wie effizient die Produktion gearbeitet hat, wird schließlich in einem grafischen Leitstand sichtbar. Am Ende sollen insgesamt geringere Betriebskosten stehen.

Industrieroboter bauen auf der CeBIT Möbel von Hobbydesignern

Bisweilen erwecken die Anbieter den Eindruck, als könnte die smarte Fabrik praktisch mit einem Joystick gesteuert werden – von der Parkbank aus mit einem Eis in der Hand. Entsprechend spielerisch kommt beispielsweise der Auftritt der GFT Group daher, die in Hannover vier große Industrieroboter präsentiert. Eine komplett funktionsfähige Anlage, auf die Internetnutzer aus aller Welt über eine 3D Web App zugreifen und kleine Möbelstücke entwerfen können. Während der Messe sollen die Roboter dann 2000 Würfel, die als Hocker oder Tisch dienen können, produzieren – am Schluss folgt der Versand an die Hobbydesigner.

Immer mehr Unternehmen bereiten sich auf Industrie 4.0 vor: Ein Mitarbeiter des Antriebsspezialisten Wittenstein scannt im Zahnradwerk in Fellbach (Baden-Württemberg) mit einem Tablet PC einen Barcode an einer Maschine. Informationen über Arbeitsanweisungen werden in der Produktion nicht mehr per Handzettel, sondern digital weitergegeben. 

Immer mehr Unternehmen bereiten sich auf Industrie 4.0 vor: Ein Mitarbeiter des Antriebsspezialisten Wittenstein scannt im Zahnradwerk in Fellbach (Baden-Württemberg) mit einem Tablet PC einen Barcode an einer Maschine. Informationen über Arbeitsanweisungen werden in der Produktion nicht mehr per Handzettel, sondern digital weitergegeben. 

Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Was hier als Gimmick daherkommt, ist der Versuch, die Industrie 4.0 greifbar zu machen. Ähnlich wie bei der Fertigungsanlage samt Transportband und Roboter, die Mitarbeiter der Hochschule Emden/Leer aus Lego-Steinen nachgebaut haben. Sie wird auf der CeBIT präsentiert, um moderne Industrie-4.0-Technologien zu demonstrieren. Neben Hochschulen, Start-ups und kleineren Unternehmen spielen natürlich auch die Großen bei dem Thema mit: Microsoft, IBM, Deutsche Telekom – sie alle präsentieren auf der CeBIT Bausteine für die smarte Fabrik.  

40 Prozent der Unternehmen für Industrie 4.0 gerüstet

Studien zeigen, dass mittlerweile rund 40 Prozent der Betriebe Systeme für die intelligente Vernetzung ihrer Produktion installiert haben. Rund die Hälfte, so zeigt es eine aktuelle Umfrage des IT-Dienstleisters CSC, beschäftigt Fachleute, die ein Konzept für die smarte Fabrik entwickeln. Nur in der Autoindustrie, wo der Automatisierungsgrad seit jeher hoch ist, hat die smarte Produktion schon weitgehend Einzug gehalten.

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