Schneiden und Kleben 30.04.2015, 06:55 Uhr

Disney druckt individuelle Stofftiere

Müssen Stoffe unbedingt genäht werden? Nein, nicht mehr: Disney Research hat einen neuartigen 3D-Drucker entwickelt, der Stoffkreationen drucken kann. Sogar leitfähige Materialien und Sensoren können eingearbeitet werden. Künftig will Disney individuelle Stofftiere mit diesem Verfahren drucken.

DisneyResearch hat einen 3D-Drucker entwickelt, der Stoffkreationen drucken kann. 

DisneyResearch hat einen 3D-Drucker entwickelt, der Stoffkreationen drucken kann. 

Foto: DisneyResearchHub

Die Idee, Stofftiere im 3D-Drucker zu produzieren anstatt zu nähen, stammt aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Walt Disney Company und Forschern der Cornell University in New York. Das Verfahren wurde bereits von den Forschern getestet. Und es ist nicht der erste 3D-Drucker aus dem Hause Disney. Zuvor hatte das Team schon einen 3D-Drucker entwickelt, der Garn zu dreidimensionalen Modellen verfilzen kann.

Ein Druckauftrag verarbeitet zwei Stoffe

Das Gerät hat einen Arbeitsraum von 25 x 25 x 25 cm. Zwei Stoffe können in einem Druckauftrag zu dreidimensionalen Modellen verarbeitet werden. Benötigt werden dazu zwei Arbeitstische. Im ersten Schritt werden die Stoffe automatisch zugeschnitten und zusammengefügt. Dafür wird der Stoff von einer Trägerrolle gezogen und auf dem Schneidetisch mit einem Vakuum fixiert.

Ein Stoffhäschen aus dem 3D-Drucker von Disney.

Ein Stoffhäschen aus dem 3D-Drucker von Disney.

Foto: DisneyResearchHub

Den Stoff und das dazugehörige Stützmaterial schneidet ein Laser aus. Schnitte in den verschiedenen Stoffschichten machen das Modell beweglich. Anschließend fährt der Arbeitstisch hoch und holt den fertig ausgeschnittenen Stoff ab.

Schicht für Schicht verkleben

Das Stoffmotiv und der stützende Stoff sind bereits mit Klebstoff beschichtet. Sie werden zusammengedrückt und dann Schicht für Schicht mit einem Heizkopf miteinander verklebt. Das Ergebnis ist ein Stoffquader. Er muss nur noch von dem Stützmaterial entfernt werden.

Sensoren und Tasten lassen Stofftiere leuchten  

Das neue Verfahren erlaubt viele Varianten: So können leitfähige Stoffe aber auch Sensoren und Tasten eingebaut werden. Diese könnten mit Strom versorgt werden und die Plüschtiere zum Leuchten bringen.

Den neuen 3D-Drucker zeigt die Disney-Arbeitsgruppe noch bis zum 23. April auf der ACM Conference on Human Factors in Computing Systems (CHU) in Seoul. 

Von Petra Funk

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