Karrieretelefon

„Nur weil ein Unternehmen groß ist, muss es kein guter Arbeitgeber sein“

Die Abschlussnote stimmt, die Begeisterung für die Promotionsstelle ist vorhanden und das Bewerbungsgespräch fand in lockerer Atmosphäre statt. Warum wurde es dann doch nichts mit der Promotion beim namhaften Arbeitgeber? Personalexperten gaben unseren Lesern Antworten auf diese und andere Fragen.

Andy Fuchs, Referent Personalmarketing beim Tüv Rheinland

Andy Fuchs, Referent Personalmarketing beim Tüv Rheinland

Quelle: privat

Kommunikationsexpertin Susanne Petz

Kommunikationsexpertin Susanne Petz

Quelle: privat

Wie bringe ich meine Talente am besten an den Mann? Wie funktioniert der Aufstieg ins Management, wie der Jobwechsel? Probleme im Umgang mit Kollegen? Fragen zum Gehalt?

Die Karriere-Experten der VDI nachrichten reden mit Ihnen über berufliche Themen, die Sie bewegen. Der Vorteil: Mit ihrem Fachwissen gehen die beiden „Telefonjoker“ völlig vorurteilsfrei an die Problemstellungen heran.

Andy Fuchs vom TÜV Rheinland hat die Beratungsschwerpunkte Bewerbung und Vorstellungsgespräch, Susanne Petz stellt sich u. a. den Themen Aufstieg, Konflikte und Gehalt.

Problem: Eine Wirtschaftsingenieurin arbeitet seit zehn Jahren als selbstständige Beraterin für Insolvenzverwaltungen. „Ich überlege, wieder in eine Festanstellung zurückzugehen. Wie stelle ich das an?“, fragt sie.

Rat: Es stellt sich die Frage, was genau sich durch die Rückkehr in eine Festanstellung verändern soll. Ist es wirklich das Sicherheitsbedürfnis? Ob eine Festanstellung heutzutage so viel sicherer ist, ist nicht zwangsläufig gesagt. Aus eigener Erfahrung weiß die Wirtschaftsingenieurin und Beraterin, dass immer weniger Unternehmen aus der Insolvenz herauszuhelfen ist. Es ist zu prüfen, ob nicht schon ein Wechsel bei den beauftragenden Insolvenzverwaltern eine Veränderung bringen kann.

Problem: Ein Maschinenbauingenieur ist als Konstruktionsleiter in einer Firma mit zwölf Mitarbeitern tätig. Die Arbeit wächst ihm zusehends über den Kopf, Überstunden sind die Regel.

Rat: Wichtig wäre es, den Ist-Zustand zu ermitteln, indem der Ingenieur seine Überstunden einen Monat lang akribisch festhält. Wer sich aufgrund permanenter Überstunden dauerhaft ausgelaugt fühlt, braucht regelmäßige Entlastung.

Anhand der Mitschriften kann der Ingenieur nachweisen, mehr als das im vereinbarten Rahmen machbare Pensum absolviert zu haben.

Problem: Die Tätigkeit in einem kleinen Ingenieurbüro, das Software entwickelt, macht einem Elektrotechnikingenieur zwar auch nach 13 Jahren noch Spaß, die Lust auf einen Wechsel aber überwiegt. Nur: Wohin?

Rat: Es kann nicht verkehrt sein, den Arbeitgeber zu wechseln, denn es erweitert den fachlichen und persönlichen Horizont und die Arbeitsmarktchancen. Der Ingenieur sollte sich Unternehmen in der Region anschauen. Passt das  Unternehmensprofil, wäre eine Initiativbewerbung der nächste Schritt.

Kommt es zu Gesprächen, gibt es keinen Grund zur Panik. Der Ingenieur hat ja noch einen Arbeitsplatz. Auch bei einer Absage schärft sich der Blick auf das, was bei der Auswahl künftiger Arbeitgeber wichtig ist, und letztlich gibt es kein besseres Bewerbungstraining als den Härtetest.

Problem: Einem Ingenieur wurde von einem renommierten Unternehmen nach der Probezeit gekündigt. Er hat jetzt ein Angebot von einem kleineren Unternehmen und fragt sich, ob er das annehmen soll oder lieber auf ein Angebot von einem namhaften Unternehmen aus der „A-Kategorie“ warten soll?

Rat: Man kann Unternehmen nicht pauschal nach Größe und Renommee in A-, B- oder C-Kategorien einteilen. Nur weil ein Unternehmen besonders groß und bekannt ist, muss es nicht ein besonders guter Arbeitgeber sein.

Hier spielen vor allem die Präferenzen jedes Einzelnen eine große Rolle. Oft bieten mittelständische Firmen tolle Karrierechancen und ein ausgezeichnetes Arbeitsumfeld. Schauen Sie bei den Unternehmen auf Attribute, die Ihnen wichtig sind.

Problem: Ein Absolvent wartet noch auf seine Diplomarbeitsnote. Soll er sich jetzt schon bewerben? Und welches Gehalt kann er fordern?

Rat: Auf die Note zu warten, wäre Zeitverschwendung, denn sie lässt sich ungefähr vorhersagen, kann also auch im Lebenslauf erwähnt werden. Bei den Gehaltsforderungen sind Gehaltstabellen hilfreich, die es für alle Branchen und Funktionen gibt.

Generell empfiehlt es sich aber, dass bei dem ersten Job nach dem Studium das Gehalt nicht Hauptkriterium sein sollte.

Problem: Ein Ingenieur ist nach seinem Studium im fünften Jahr bei einem Automobilbauer angestellt und möchte sich jetzt weiterentwickeln. Er fragt sich, ob er auf seinen Bachelorabschluss einen Master aufsatteln oder eine sonstige Fortbildungsmaßnahme beantragen soll? Sein Vorgesetzter sieht das Thema Fortbildung eher kritisch.

Rat: Ein Masterabschluss ist nicht zwingende Voraussetzung, um Karriere zu machen. Vielmehr kommt es auf persönliches Engagement beim Arbeitgeber sowie auf die fachliche Entwicklung an. Der Master ist ein Titel, mit dem man seinen Ehrgeiz demonstrieren kann, insbesondere wenn man nebenberuflich studiert.

Dass Vorgesetzte oft nicht begeistert sind, ist auf die während der Fortbildung entstehenden Einbußen zurückzuführen sowie auf die Gefahr, einen wechselwilligen, weil anspruchsvolleren Mitarbeiter zurückzubekommen. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen, schließlich sollte einem die eigene Karriere mehr am Herzen liegen als die Probleme des Chefs.

Problem: Ein Bewerber hat sich auf eine Promotionsstelle bei einem großen deutschen Automobilbauer beworben. Er bringt die geforderten Voraussetzungen mit, übertrifft sie teilweise sogar. Trotzdem hat er eine Absage bekommen und weiß nicht, woran es gelegen hat. Eine Auskunft habe er nicht bekommen.

Rat: Die Stelle klingt attraktiv und das Unternehmen gehört zu den beliebtesten Arbeitgebern Deutschlands. Man kann also davon ausgehen, dass man nicht der einzige Bewerber auf die Position war. Dann reicht es häufig gegen die starke Konkurrenz nicht. Mit Auskünften zu Absagen halten sich Personaler aus AGG-Gründen eher zurück, das sollte man nicht persönlich nehmen.

 

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