Karrieretelefon

Vom Fachmann zum Vorgesetzten

Unsere Expertinnen konnten sich bei der VDI nachrichten Karrieretelefon-Aktion über zahlreiche Anrufe freuen. Die Bandbreite der Probleme und Fragen war groß, hier eine kleine Auswahl.

Elke Schaal, Personalexpertin

Elke Schaal, Personalexpertin

Quelle: privat

Profitieren Sie schon vom Aufschwung am Arbeitsmarkt? Wer wird wirklich gesucht? Antworten auf diese und ganz persönliche Fragen geben die Talent Sourcing Managerin Elke Schaal vom Automobilzulieferer Faurecia und die Personalberaterin Margret Halberstadt. Sie verfügt über Brancheneinsicht auch bei Personaldienstleistungen, Karriere- und Outplacementberatung.

Frage: Ein Maschinenbautechniker, Mitte 30, seit mehreren Jahren im gleichen Unternehmen, seit einem Jahr angestellt als Konstrukteur in einem neuen Bereich, will das Unternehmen verlassen.

Muss ich ein schlechtes Gewissen haben? Wie kann ich argumentieren, ohne mich rechtfertigen zu müssen?

Antwort: Nein, ein schlechtes Gewissen ist nicht notwendig, zumal es der Wahrheit entspricht, dass der Firmenwechsel mit einem Standortwechsel aus privaten Gründen verbunden ist.

Frage: Ein Techniker ist nach längerer Krankheit in der Wiedereingliederungsphase (teilweise Erwerbsunfähigkeit). Er möchte zusammen mit dem Integrationsamt ein persönliches Gespräch über Möglichkeiten im Unternehmen sprechen, Die Personalabteilung lehnt dies ab. Kann ich auf einem persönlichen Gespräch mit der Personalabteilung bestehen?

Antwort: Es gibt keinen rechtlichen Anspruch auf ein solches Gespräch, die Personalabteilung führt diese Gespräche mit dem Arbeitnehmer und dem Integrationsamt freiwillig. Möglicherweise kann der Betriebsrat vermittelnd tätig werden.

Frage: Ein Planungsingenieur, Mitte 30: seit langen Jahren im Unternehmen tätig, hat die angebotenen Gelegenheiten genutzt, sich ständig fachlich weiterzubilden. Er möchte nun in die allgemeine Führungsverantwortung.

Wie kann ich dies gegenüber dem Vorgesetzten argumentieren?

Antwort: Er sollte ein offenes Gespräch führen, mit dem wahrheitsgemäßen Hinweis, dass er in der Vergangenheit ausschließlich auf das Fachliche konzentriert war, sich eine personelle Verantwortung nicht zugetraut hat. Das hat sich nun geändert, er möchte allgemeine Führungsaufgaben wahrnehmen und sich in dieser Hinsicht gezielt im Unternehmen weiterbilden.

Frage: Eine Elektroingenieurin, Mitte 50, die sich aus fester Position heraus neu orientieren möchte, fragt: Wie kann ich mich auf Gehaltsverhandlungen vorbereiten, vor allem wenn es darum geht, dass sich Gehälter zusammensetzen aus einem Fixum und einem variablen Anteil, um letztlich nicht unter dem jetzigen Ist-Gehalt zu landen? Darf ich nach der Gehaltshöhe fragen?

Antwort: Es ist durchaus üblich, dass man anruft, Interesse an der ausgeschriebenen Position bekundet und nach der Dotierung der Position fragt. Zum Gehalt: Das jetzige Ist-Gehalt sollte immer das Minimum zum Einstieg bilden, unter der Bedingung, dass sich spätestens nach einem Jahr das Gehalt deutlich nach oben verändert.

Verhandlungsbasis sollte das jetzige Gehalt plus 15 % sein. Vorsicht: Lassen Sie sich nicht darauf ein, dass sich das jetzige Ist zusammensetzt aus einem fixen und variablen Anteil! Das Ist sollte das Fixum sein!

Frage: Ein Ingenieur, Mitte 40, muss sich nach 15 Jahren neu bewerben, hat bereits mehrere persönliche Gespräche geführt, die Absagen zur Folge hatten. Er selbst hat festgestellt, dass es daran mangelt, dass er aus seiner Sicht z. B. seine Softskills nicht exakt benennen kann. Gibt es Checklisten, an denen man seine Eigenschaften bewerten kann, bzw. sich das eingängige Vokabular aneignen kann?

Antwort: Ja, die gibt es. Die einschlägigen Karriereseiten beinhalten diese. Gewarnt sei allerdings davor, sich Eigenschaften zuzuschreiben, die in Wahrheit nicht vorhanden sind.

Frage: Eine Dipl.-Ingenieurin hat ihr Studium beendet und ist schwanger. Soll ich mich jetzt um eine neue Position bewerben – das Kind kommt im Februar 2012. Oder sollte ich die Zeit für Weiterbildungsmaßnahmen einsetzen?

Antwort: Die Bewerbungsphase sollte nach der Geburt des Kindes begonnen werden, wenn abzusehen ist, ob und wie die Betreuung sichergestellt ist und in welchem Zeitfenster (ganztags, Teilzeit) man zur Verfügung stehen kann. Die Schwangerschaft kann sehr wohl genutzt werden für eine zielgerichtete Weiterbildung.

Eine junge Ingenieurin schreibt demnächst ihre Diplomarbeit und weiß nicht, ob sie diese an der Uni oder an einer renommierten Forschungseinrichtung schreiben soll.

Antwort: Sie sollte die Forschungseinrichtung wählen, da diese einen guten Ruf hat und sie keine Möglichkeit mehr hat, ein Praxissemester zu absolvieren.

Frage: Ein Ingenieur, Ende 40, hat in seinem Unternehmen Aufgaben als Qualitätsleiter übernommen und jahrelang ausgefüllt, doch das Unternehmen will ihm darüber kein Zeugnis ausstellen. Kann ich mich trotzdem mit diesem Profil bewerben?

Antwort: Davon rate ich ab. Sie können den Begriff Qualitätsleiter dann nicht benutzen, aber sie sollten die Aufgaben, die sie erledigt haben, in den Vordergrund stellen.

 

Von Claudia Hantrop

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