Karrieretelefon

Nach der Probezeit ist eine Politik der kleinen Schritte ratsam

Bloß nicht unterbuttern lassen! Das gilt für die Ingenieurin, die von ihrem Vorgesetzten mit unpassenden Aufgaben betraut wird, ebenso wie für den Elektroingenieur, der sich in seiner neue Rolle überfordert fühlt.

Petra Kasüschke, Führungskraft bei Vallourec Mannesmann Tubes in Düsseldorf

Petra Kasüschke, Führungskraft bei Vallourec Mannesmann Tubes in Düsseldorf

Quelle: Vallourec

Elke Schaal, Talent Sourcing Manager bei Faurecia Exteriors in Weißenburg

Elke Schaal, Talent Sourcing Manager bei Faurecia Exteriors in Weißenburg

Quelle: privat

Ob unbefriedigende Arbeitsbedingungen oder Jobwechsel – die Personalexpertinnen Petra Kasüschke und Elke Schaal halfen bei unserer Telefonaktion mit gutem Rat weiter.

Problem: Ein 29 Jahre alter Maschinenbauingenieur hat nicht nur als Projektleiter bei einem mittelständischen Anlagenbauer gelernt, sich bei Bauleitern durchzusetzen, er kann als Führungskraft auch Auslandserfahrung vorweisen, dazu insgesamt vier Jahre Berufspraxis sowie eine Zusatzausbildung in Schweißtechnik. Jetzt will er sich verändern. Wäre ein Branchenwechsel möglich und ratsam?

Rat: Der Maschinenbauingenieur hat in seiner vergleichsweise kurzen Berufskarriere nachgewiesen, dass er als Generalist vielfach einsetzbar ist. Ein Idealfall für Arbeitgeber.

Er bietet sich daher für kleinere erste Führungsaufgaben in einer technischen Branche an.

Problem: Eine Ingenieurin (28) möchte, da sie Mutter eines Kleinkindes ist, ihre 40-Stunden-Arbeitswoche reduzieren, bei möglichst gleichbleibendem Gehalt. Sie hat gerade ihre sechsmonatige Probezeit hinter sich.

Rat: Unmittelbar nach Ende der Probezeit solche Forderungen zu stellen, wäre taktisch sehr unklug, egal, wie gut man seine bisherige Tätigkeit ausgeübt hat.

Eine Reduzierung der Arbeitsstunden kommt erst später infrage, aber ohne gleichzeitige Gehaltserhöhung.

Problem: Ein promovierter Maschinenbauingenieur (47) ist seit zwölf Jahren als Interimsmanager tätig. Er möchte in die Festanstellung. Wie sollte er vorgehen?

Rat: Im Laufe der Jahre dürfte er ein Netzwerk aufgebaut haben, auf das er nun zugreifen sollte. Auch bieten sich Personalberatungen als Ratgeber an. Im Bewerbungsanschreiben sollte der Maschinenbauingenieur darauf hinweisen, welche Qualifikationen und Erfahrungen ihn für die ausgeschriebene Stelle auszeichnen.

Der Wunsch eines Wechsels von der Interims- zur Festanstellung ließe sich mit den Prozessen begründen, die er in einer Firma bis zum Ende miterleben möchte.

Problem: Eine 45 Jahre alte Ingenieurin arbeitet mit Leidenschaft als Führungskraft. Der Vorgesetzte hält seine Mitarbeiter mit einer lockeren Art der Führung bei Laune, geizt aber auch mit Wertschätzung. Die Ingenieurin wird für „lästige“ Dienste, für die ein männlicher Kollege zuständig ist, missbraucht. Wie soll sie damit umgehen?

Rat: Bloß nicht unterbuttern lassen! Mit der gleichen Fröhlichkeit zu reagieren, ist sicherlich nicht verkehrt. Mit Lockerheit sollte die Ingenieurin aber auch bestimmte Aufgaben ablehnen und darauf verweisen, dass sich der zuständige Kollege der Aufgabe sicher gerne annimmt.

Wertschätzung fällt „Alpha-Männern“ häufig schwer. Es ist meist müßig, um Anerkennung zu kämpfen. Die holt man sich besser selbst – über zufriedenstellende Arbeitsergebnisse.

Problem: 23 Jahre in Diensten eines Mittelständlers, denkt ein 46 Jahre alter Maschinenbauingenieur nun an die Kündigung. Er kommt mit seinem Vorgesetzten nicht zurecht. Wie offen geht man damit in der Bewerbung um?

Rat: Keine Umwege und kein Ausschweifen! Am besten, man äußert sich offen dazu, dass es einfach nicht mehr ging und die Zeit für eine Veränderung gegeben ist.

Die 23 Jahre im Dienste eines Arbeitgebers zeigen Beständigkeit und die Fähigkeit zur Teamarbeit.

Problem: Ein Elektroingenieur (34) arbeitet seit neun Jahren in einem Konzern. Seit drei Monaten bekleidet er eine Position als Teamleiter, fühlt sich aber nicht wohl. Die Arbeit ist extrem kräfteraubend, es gibt keinen befriedigenden Zugang zum Vorgesetzten. Macht es Sinn, als Führungskraft in ein kleineres Unternehmen zu wechseln oder soll er bei seinem aktuellen Arbeitgeber eine Fachkarriere beginnen?

Rat: Zunächst ist es wichtig, eine generelle Entscheidung zu treffen: Bin ich besser für eine Führungs- oder eine Fachlaufbahn geeignet? Und was mache ich lieber? Egal, wie die Antwort ausfällt: Jetzt sollte der Elektroingenieur erst einmal durchhalten und nicht bereits nach drei Monaten das Handtuch werfen.

Es kann nicht schaden, mit dem Vorgesetztem und der Personalabteilung über die Situation zu sprechen. Vermutlich hilft auch ein Führungstraining weiter.

Problem: Ein Ingenieur hat vor einem Jahr eine Teamleiterstelle bei einem Konzern angetreten. Der 30-Jährige führt eine Fernbeziehung und wird bald Vater. Er möchte in die Nähe seiner Freundin ziehen. Deshalb kommt ihm das Angebot eines Versicherungsunternehmens gelegen, das ihn im Automotive-Bereich einsetzen möchte. Er zögert: Ist der Wechsel in die Versicherungsbranche eine berufliche Sackgasse?

Rat: Nur nichts übereilen und bloß nicht in Panik verfallen! Ein Gespräch mit dem aktuellen Arbeitgeber könnte neue Wege eröffnen.

Außerdem sollten weitere Angebote eingeholt werden, bevor das erste mit Magengrummeln angenommen wird.

 

 

Von Wolfgang Schmitz

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