Karrieretelefon

Der erste Job gibt die Richtung vor

Gut, dass Sie uns angerufen haben. Auf diese Weise konnte der ein oder andere VDI Nachrichten-Leser den Tritt ins Karriere-Fettnäpfchen vermeiden. So spielte ein ehemaliger Werksleiter mit dem Gedanken, seine Freistellung bei der Bewerbung zu verschweigen. „Tun Sie das auf keinen Fall!“, lautet der Expertenrat. Spielen Sie mit offenen Karten.

Andy Fuchs, TÜV Rheinland

Andy Fuchs, TÜV Rheinland

Quelle: privat

Petra Kasüschke, Führungskraft bei Vallourec Mannesmann Tubes in Düsseldorf

Petra Kasüschke, Führungskraft bei Vallourec Mannesmann Tubes in Düsseldorf

Quelle: Vallourec

Petra Kasüschke, Vallourec Mannesmann Tubes, und Andy Fuchs, TÜV Rheinland, standen den VDI Nachrichten-Lesern beratend zur Seite.

Problem: Ein Entwicklungsleiter muss betriebsbedingt die Firma verlassen. Sollte er eine Stelle als Sachbearbeiter annehmen, wenn er keine adäquate Stelle als Entwicklungsleiter findet, oder sollte er aus der Arbeitslosigkeit heraus suchen?

Rat: Arbeitslosigkeit ist immer die schlechteste Entscheidung. Besser ist es, einen Arbeitgeber zu suchen, der zunächst eine Sachbearbeiterstelle mit Entwicklungsmöglichkeiten anbietet. Die Alternative wäre, sich von einer Sachbearbeiterstelle weiterzubewerben.

Problem: Eine Maschinenbauingenieurin sucht nach einer Formulierung im Lebenslauf, um darzustellen, warum sie bei ihrem letzten Arbeitgeber kündigte. Die Kündigung erfolgte sowohl wegen des Unternehmens als auch aus privaten Gründen.

Rat: „Selbst gewählte Auszeit zur Erledigung privater Verpflichtungen“ wäre eine passende Formulierung. Die privaten Verpflichtungen sollten im Bewerbungsgespräch eingehender erörtert werden, nicht aber in der schriftlichen Bewerbung ausführlich dargestellt werden.

Ein Fehler wäre es, schlecht über das aktuelle Unternehmen zu sprechen. Der Blick in die Zukunft mit den gewünschten Aufgaben und Arbeitsbedingungen ist wichtiger.

Problem: Der Zeitvertrag eines Elektroingenieurs läuft aus. Der 47-Jährige erhielt bei der Suche nach einem neuen Unternehmen Absagen, da seine Qualifikationen nicht passten. Er fragt sich: „Wie bekomme ich eine passende Anstellung?“

Rat: Besinnen Sie sich auf Ihre fachlichen Qualifikationen und Stärken und bewerben Sie sich auf dementsprechende Stellen. Hinterfragen Sie sich: Welchen Nutzen bringe ich dem Unternehmen? Zeigen Sie dies im Anschreiben auf. Zeitarbeitsfirmen sind ein guter Einstieg, um interessante Unternehmen kennenzulernen.

Problem: Viele Firmen rühmen sich ihrer Firmenkultur. Wie erkennt man den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen?

Rat: Augen und Ohren auf bei der Einladung. Achten Sie auf Atmosphäre und Stimmung, die Ihnen der Anruf, der Einladungstext sowie der Empfang im Unternehmen vermitteln.

Fahren Sie die Antenne dafür aus, wie Ihre Gesprächspartner miteinander umgehen. Lassen sie sich Ihren Arbeitsplatz zeigen. Wie verhält sich der Vorgesetzte gegenüber seinen Mitarbeitern?

Problem: Eine im Juli 2011 angetretene neue Stelle, erstmalig eine Führungsposition, bietet einem Elektrotechnikingenieur zu wenige anspruchsvolle Aufgaben. Er möchte das Unternehmen wieder verlassen. Käme eine neue Bewerbung zum jetzigen Zeitpunkt zu früh?

Rat: Zunächst sollte der Dialog mit dem Chef über andere Aufgaben gesucht werden. Den Job nun bereits wieder aufzugeben, wäre ein Makel im Lebenslauf, der fehlendes Durchhaltevermögen signalisiere, insbesondere bei der erstmaligen Übernahme einer Führungsposition.

Problem: Ein Werksleiter wurde von seinem Arbeitgeber freigestellt. Als Grund hat er Umstrukturierungsmaßnahmen angegeben. Soll er dies in seinen Bewerbungen angeben oder soll er es verschweigen?

Rat: Auf keinen Fall verschweigen! In der Bewerbung sollten Sie immer ehrlich sein. Wenn der neue Arbeitgeber erfährt, dass man nicht offen war, ist das Vertrauensverhältnis empfindlich gestört. Außerdem ist es keine Schande, wenn man aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen entlassen wird.

Problem: Ein Maschinenbauingenieur hat in seinem 13-jährigen Berufsleben keinerlei Projekterfahrung sammeln können, in vielen Stellenausschreibungen ist aber genau das gefordert. „Soll ich in eine Weiterbildung absolvieren, um mich interessanter zu machen?“, fragt er sich.

Rat: Die Teilnahme an einem Seminar ist nicht mit Berufserfahrung zu vergleichen, aber es ist eine sinnvolle Alternative. Außerdem zeigen Sie so dem potenziellen neuen Arbeitgeber, dass Sie sich auf eigene Faust und auf eigene Kosten weitergebildet haben.

Das zeugt von hohem Engagement und wird immer gerne gesehen. Achten sie bei der Wahl des Seminaranbieters aber darauf, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handelt.

Problem: Ein Hochschulabsolvent der Verfahrenstechnik ist seit November 2011 auf Jobsuche. Sein Abschluss ist nicht gut, zudem hat er lange studiert. Ihm liegt das Angebot eines HR-Dienstleisters vor, im Vertrieb zu arbeiten. Die Bezahlung sei gut und auch „der Job hört sich gut an“. „Kann ich nach zwei Jahren dann besser meinen Einstieg als Ingenieur finden?“

Rat: Auf keinen Fall, der erste Job gibt die Richtung vor. Gehen sie jetzt in den Vertrieb, wird es anschließend sehr schwierig, den Einstieg als Ingenieur zu finden. Jedes Unternehmen hätte Zweifel, ob Sie nicht nach kurzer Zeit wieder zurück in den Vertrieb gehen möchten. Zumal das Gehalt in dem Bereich in der Regel höher liegt als das Einstiegsgehalt eines Ingenieurs.

Überlegen Sie sich daher genau, in welchem Bereich Sie Ihren Berufseinstieg wählen, weil es eine entscheidende Auswirkung auf Ihre gesamte berufliche Laufbahn haben kann.

 

 

Von Wolfgang Schmitz

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