Karrieretelefon

„MBA ist für den beruflichen Erfolg nicht zwingend nötig“

Wie präsentiere ich mich am besten in den beruflichen Social-Media-Netzwerken, wenn ich eine Stelle suche, mein Chef davon nichts weiß? Wie komme ich aus meiner Position als Interims-Manager wieder in eine Festanstellung? Diese und viele weitere Fragen beantworteten unsere Experten Jutta Krumkamp und Klaus Schlagheck von Schlagheck Radke Oldiges bei der Telefonaktion der VDI Nachrichten.

Jutta Krumkamp, Personalbetreuung/-entwicklung Windmöller & Hölscher, Lengerich

Jutta Krumkamp, Personalbetreuung/-entwicklung Windmöller & Hölscher, Lengerich

Quelle: Windmüller & Hölscher

 

Frage: Der Anrufer fragt, ob er seine berufliche Karriere in einem Großunternehmen fortsetzen oder zu einem kleinen Unternehmen wechseln soll?

Rat: Die Entscheidung ist abhängig von den Aufgaben, Verantwortungen, Freiheiten und anderen Gesichtspunkten, die für den Einzelnen wichtig sind. Darüber hinaus können für den Einzelnen auch Entwicklungsmöglichkeiten, Sicherheit und Entgeltentwicklung wichtige Entscheidungskriterien sein.

Die strategische Ausrichtung des Unternehmens, der wirtschaftliche Erfolg, die kapitalmäßige Ausstattung und die Unternehmensentwicklung der letzten Jahre können wichtige Betrachtungspunkte sein.

Frage: Ein Ingenieur muss innerhalb des Bewerbungsverfahrens AC-Übungen (Präsentationen, Konfliktgespräche) absolvieren, die seine Defizite aufzeigen könnten. Wie soll er mit der Situation umgehen?

Rat: Der möglicherweise entstehende psychische Druck ließe sich abbauen, indem sich der Anrufer seine Stärken bewusst macht, die er auch in diesen Situationen einsetzen kann, wie Strukturierungsfähigkeit, analytische Fähigkeiten. Weiterhin haben auch andere Bewerber, die mit ihm im Vergleich stehen, ähnliche Voraussetzungen.

Um Sicherheit zu gewinnen, könne der Anrufer Präsentationen üben und sich von z.  B. Freunden ein Feedback einholen. Hilfreich ist es, in Übungen wie Konfliktgesprächen den Gesprächspartner mit W-Fragen zu öffnen, ihn nicht zu dominieren und partnerschaftlich das Gespräch zu führen.

Frage: Ein Hochschulabsolvent sucht einen Einstieg in der Produktentwicklung innerhalb der Medizintechnikbranche. Er will in einer Großstadt arbeiten, bekommt aber nur Angebote im ländlichen Raum. Nun will er eine andere Branche wählen, sich aber sofort vom neuen Job aus wieder in der Medizintechnik bewerben. Ist das ratsam?

Rat: Hier lauern mehrere Gefahren. Wenn man einen neuen Job mit dem festen Vorsatz antritt, diesen Job so schnell wie möglich (die Rede war von etwa einem Jahr) wieder zu kündigen, ist die Leistungsbereitschaft/-fähigkeit sehr wahrscheinlich von Beginn an eingeschränkt. Schließlich ist das Interesse für ein Fortkommen in diesem Job nur begrenzt.

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass man sich auch nicht im erforderlichen Maße auf die Kollegen einlässt und das Beziehungsmanagement vernachlässigt – schließlich ist man ja nur auf der Durchreise. Angenommen, es gelingt nach etwa einem Jahr tatsächlich der gewünschten Einstieg in die Wunschbranche, wäre es fatal, wenn sich die Entscheidung für den „Traumjob“ als Fehler herausstellt.

Wenn auch dieses Arbeitsverhältnis bereits nach kürzerer Zeit – aus welchen Gründen auch immer – beendet wird, kann man nicht gerade von einem geglückten Karrierestart sprechen.

Frage: Ein Dipl.-Ing., Mitte 40, möchte sich nun nach etwa zehn Jahren beruflich verändern. Angestrebt wird eine erste Führungsaufgabe im Bereich Qualitätsmanagement. Er ist unsicher, ob er seinen Lebenslauf ins Internet (z.  B.: Linkedin, Xing oder Experteer) einstellen soll, um auf sich und seine Veränderungsbereitschaft aufmerksam zu machen.

Rat: Wenn der jetzige Arbeitgeber noch nichts vom Veränderungswunsch wissen soll, sollte man diesen auch nicht explizit in Xing und Linkedin kundtun. Es spricht aber absolut nichts dagegen, sein berufliches Netzwerk auf diese Weise zu erweitern.

Entsprechend seriös gestaltete Profile werden auch als seriös wahrgenommen. Es gibt mittlerweile anscheinend viele Arbeitgeber, die diese Netzwerke nutzen, um für ihre offenen Positionen Zielpersonen zu identifizieren. Dabei spielt es aber keine Rolle, ob in einem Profil offen die eigene Veränderungsbereitschaft angesprochen wird. Wichtig ist die Auswahl der Kennwörter in der Rubrik „Ich biete“, unter denen man gefunden werden möchte.

Frage: Ein langjährig als Interim- Manager tätiger Dipl.-Ing., Ende 40, möchte wieder in ein Angestelltenverhältnis zurückkehren. Er fragte nach Tipps für zukünftige Bewerbungen.

Rat: Da er schon seit jungen Jahren als Interim-Manager tätig ist, wird es für ihn in einem Punkt schwierig werden. Er muss dem potenziellen Arbeitgeber gegenüber die Sicherheit vermitteln, in ihm jemanden gefunden zu haben, der sich langfristig erfolgreich in das Unternehmen einbinden lässt.

Hinzu kommt die Tatsache, dass er in den letzten Jahren hauptsächlich erfolgreich als „Sanierer“ tätig war. So ist sein Profil wohl in erster Linie für wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen interessant, also genau die Unternehmen, wo es ihn nicht hinzieht. Der beste Weg zu einer Festanstellung führt daher über die erfolgreiche Wahrnehmung eines Interim-Auftrags.

Frage: Promovierter Dipl.-Ing. Energietechnik, Ende 30, Projektmanager mit Führungsverantwortung im Bereich der erneuerbaren Energien, möchte eine Geschäftsführungsaufgabe innerhalb der Energiebranche. Er fragt, ob er diesen Schritt durch ein zusätzliches MBA-Studium beschleunigen kann.

Rat: Natürlich stellt ein erfolgreicher MBA-Abschluss ein weiteres Sternchen im Lebenslauf dar. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass sich dadurch der Weg in eine Geschäftsführungsposition tatsächlich beschleunigen lässt. Ein MBA-Studium bringt mit Sicherheit viel neues Wissen und kann persönlich sehr bereichernd sein. Für die nächsten Karriereschritte ist es aber wohl kaum notwendige Voraussetzung.

Wichtiger erscheinen mir dafür nach wie vor Punkte wie Leistungsbereitschaft und -fähigkeit, Offenheit, Kommunikationsvermögen und vor allem persönliche Autorität.

 

 

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