Karrieretelefon

Bewerber sollten Scheitern in der Probezeit nicht verheimlichen

Wer jenseits der 50 noch neue Herausforderungen sucht, sollte nicht direkt an einen Unternehmenswechsel denken, sondern zunächst beim aktuellen Arbeitgeber Ausschau
halten.

Probleme bei der Bewerbung? Sie möchten den Arbeitgeber wechseln, wissen aber nicht, wie Sie vorgehen sollen? Sie werden gemobbt? Unsere beiden Telefonexperten kennen sich in Fragen der Karriereplanung und den damit verbundenen Stolpersteinen bestens aus. Scheuen Sie sich nicht, das sensible Thema Gehalt anzusprechen. Auch hierfür geben Ihnen die erfahrenen Personal- und Managementberater Ursula Hagelstange und Harald Wilde Ratschläge, die Ihnen bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen werden. Generell gilt: Alles, was Ihnen im Beruf Sorgen macht, trifft bei den Experten auf Gehör.

Beispiel: Eine junge Ingenieurin fragt, ob es Sinn macht, sich bei Initiativbewerbungen vorab an den Personalleiter zu wenden. Damit macht man sich keine Freunde, weiß unser Telefonexperte.

Das Problem: Ein Ingenieur möchte sich beruflich verändern und in eine Führungsposition aufrücken, ist aber durch seine junge Familie gebunden, die nicht aus dem Heimatort wegziehen möchte.

Der Rat: Er sollte sich genau überlegen, welchen Stellenwert die berufliche Karriere für ihn hat und ob nicht doch ein Wohnortwechsel in Frage kommt.

Das Problem: Ein 52-jähriger Ingenieur, sehr erfolgreich in der Führungsverantwortung, aber auch mit sehr hoher Arbeitsbelastung, sucht eine neue Herausforderung. Ihm stellt sich die Frage: Im Unternehmen bleiben oder den Wechsel in ein anderes Unternehmen vorziehen?

Der Rat: Zunächst die Möglichkeiten im eigenen Unternehmen ausschöpfen, etwa durch Veränderungen der Arbeitsbedingungen wie Home-office-Tage oder die Übernahme von Mentorentätigkeit bei Jungingenieuren. Mit Anfang 50 kann der Wechsel in ein fremdes Unternehmen den Wert des aufgebauten Netzwerkes schmälern.

Das Problem: Ein Jungingenieur aus dem Bereich Kernenergie überlegt, ob er nach dem Atomunfall in Japan neue Wege gehen soll. Ein nebenberufliches Masterstudium wäre für ihn eine Alternative.

Der Rat: Es bietet sich in jungen Jahren fast immer eine Weiterbildung an. Auch der Gedanke, sich momentan nicht allein auf die Kernenergie zu verlassen, ist richtig. Das nebenberufliche Studium ermöglicht es ihm zudem, weiterhin Berufserfahrungen zu sammeln.

Das Problem: Einem Diplom-Wirtschaftsingenieur, Schwerpunkt Maschinenbau, wurde während der Probezeit gekündigt. Wie soll er dieses Missgeschick in Bewerbungen darstellen?

Der Rat: Zunächst einmal sollte man in einem solchen Fall die Gründe für das Scheitern in der Probezeit selbstkritisch prüfen, sofern nicht wirtschaftliche Gegebenheiten des Unternehmens dazu geführt haben. Neben der Vermeidung eigener Fehler vor einer Vertragsunterzeichnung sollte mit der Kündigung ehrlich in den Bewerbungen umgegangen werden. Ein Verschweigen oder Leugnen bringt in der Regel nichts, weil der Umstand leicht nachgewiesen werden kann; besser ist eine wohlüberlegte Darstellung, warum die eigenen Erwartungen und die Erwartungen des Arbeitgebers nicht in Einklang zu bringen waren.

Das Problem: Ein Maschinenbauingenieur ist vor zwei Jahren als Leiter Forschung und Entwicklung in einem kleinen Unternehmen mit 12 Mitarbeitern eingestellt worden. Ihm wurde neben seinem Jahresgehalt auch eine Gewinnbeteiligung angeboten, die in der Vergangenheit zwischen 10 000 € und 15 000 € lag. In den letzten beiden Jahren hatte er nur etwas mehr als 6000 € Gewinnbeteiligung erhalten. Wie soll er mit den Vereinbarung umgehen?

Der Rat: Der aktuelle Arbeitgeber hat nichts versprochen, sondern nur auf die vergangene Entwicklung hingewiesen, um dem damaligen Bewerber eine ungefähre Größenordnung vor Augen zu führen. Eine Garantie auf eine Gewinnbeteiligung in einer bestimmten Höhe kann kein Unternehmen abgeben, weil es keine Garantie für künftigen Umsatz gibt. Da die Wirtschaftskrise vermutlich auch das kleine Unternehmen traf, liegt eventuell hier der Grund für einen geringer ausgefallenen Gewinn und eine entsprechend geringere Gewinnbeteiligung.

Das Problem: Ein Jungingenieur mit mehr als drei Jahren Berufserfahrung möchte den Arbeitgeber wechseln. Er arbeitete bereits während des Studiums bei seinem Noch-Arbeitgeber, wurde von diesem übernommen, erhielt jedoch nie ein Zeugnis. Ist es nun problematisch, sich ohne Zeugnis zu bewerben?

Der Rat: Nein. Nach so kurzer Zeit können die Wenigsten schon ein Zwischenzeugnis vorweisen. Der potenzielle neue Arbeitgeber wird Wissen und Persönlichkeit sowieso lieber im persönlichen Gespräch testen.

Das Problem: Eine angehende Maschinenbauingenieurin fragt sich, ob es sinnvoll wäre, im Vorfeld von Initiativbewerbungen den Abteilungs- oder Personalleiter anzurufen, um sich vorzustellen und nach dem Sinn einer Initiativbewerbung zu fragen.

Der Rat: Von einem solchen Vorgehen kann nur abgeraten werden, da weder ein zuständiger Abteilungsleiter noch ein Personalleiter die zeitlichen Ressourcen haben, um die Eignung eines potenziellen Bewerbers ohne Zugriff auf seine Bewerbungsunterlagen in einem Telefonat abzuklären. Die Entscheidung für oder gegen eine Initiativbewerbung muss der Bewerber selbst treffen.

 

 

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