Karrieretelefon

Die Bewerbung „von der Stange“ sagt nichts über die Eignung

Kann man sich auf Assessment-Center punktgenau vorbereiten? Ist der Konzern einem mittelständischen Arbeitgeber vorzuziehen? Und auf welche Fallstricke ist bei Bewerbungsschreiben zu achten? Fragen rund um Bewerbung und Berufseinstieg, weniger um Gehalt oder Weiterbildung, dominierten diesmal die Telefonaktion der VDI nachrichten.

Thema: Fragen rund um Bewerbung und Berufseinstieg, weniger um Gehalt oder Weiterbildung, dominierten diesmal die Telefonaktion der VDI nachrichten.

Ein Ingenieur arbeitet seit zehn Jahren im Großraum Frankfurt in der Projektabteilung eines großen Konzerns. Durch eine Erbschaft will er nach Stuttgart umziehen, wo er neue berufliche Perspektiven sucht. Soll ich in meiner Bewerbung den Grund für meine Wechselabsicht angeben?

Antwort: Wenn er seine Begeisterung für die Technik und für seine Arbeit so glaubwürdig vermitteln könne, wie im Gespräch mit den VDI nachrichten, werde die Frage nach dem Grund für seinen Wechsel nicht entscheidend sein, sagt der Telefonberater. „Ihr künftiger Arbeitgeber wird Sie aufgrund Ihrer Qualifikation und Ihres Engagements haben wollen.“ Immer vorausgesetzt natürlich, dass seine Kompetenzen im Unternehmen gefragt seien. „Suchen Sie mögliche Arbeitgeber daher sehr genau aus, um diese Trumpfkarte ausspielen zu können.“

Eine junge Wirtschaftsingenieur-Absolventin will wissen, wie man sich auf ein Assessment-Center (AC) vorbereiten kann.

Antwort: Literatur helfe nur bedingt. Die intensive theoretische Auseinandersetzung löse die Nervosität etwas, meint der Berater. „Letztlich kann man jedoch die Übungen nicht einstudieren, weil sie von AC zu AC verschieden sind.“ Wichtig sei, sich nicht zu verstellen, sondern sich so zu geben wie man ist. „Es geht dem Beobachter nicht darum, in der Fallstudie die perfekte Lösung präsentiert zu bekommen, sondern darum, sich einen Eindruck von der Person zu verschaffen: Präsentations- und Überzeugungsfähigkeit sowie methodische Herangehensweise stehen auf dem Prüfstand.“ Hierfür gebe es keine Musterlösung.

Konzern oder Mittelstand? Diese Frage beschäftigte auch diesmal wieder einige – vor allem junge – Anrufer.

Antwort: Eine eindeutige Antwort ist auch hier nicht möglich. Die genaue Betrachtung des einzelnen Arbeitsplatzes sollte Vorrang haben. „Jedes Unternehmen ist anders, auch ein Konzern wird Standorte mit mittelständischem Charakter haben. Vielleicht entpuppt sich der zunächst ungeliebte Mittelständer in der Praxis als absoluter Volltreffer.

Und wo verläuft überhaupt die begriffliche Grenze zwischen Mittelstand und Konzern?“, sagt der Personalfachmann. Letztlich sei weniger die Frage entscheidend, ob Konzern oder Mittelstand, sondern vielmehr, auf welcher Stelle man sich wohlfühle, wo die Erwartungen am ehesten erfüllt werden und wo man sich beruflich entfalten könne. „Einem Absolventen ist nur zu raten, sich nicht auf eine Branche oder auf eine Unternehmensgröße festzulegen. Sonst läuft man Gefahr, sich ein zu enges Korsett anzulegen.“ Bei der Frage nach dem „richtigen“ Arbeitgeber gebe es meist keinen besseren Ratgeber als Praxiserfahrung.

Über eine Initiativbewerbung ist ein Maschinenbauingenieur zu einem Vorstellungsgespräch geladen. Der Entwicklungsleiter des Unternehmens möchte ihn einstellen und versucht, eine Position für ihn einzurichten.
Er hat mich ermutigt, mich parallel auf andere Positionen im Hause zu bewerben. Kann ich das machen und soll ich auf die bisherigen Gespräche verweisen?

Antwort: Die Aufforderung, sich parallel auf andere Positionen im Unternehmen zu bewerben, besagt, dass Ihr Ansprechpartner in Ihnen eine Bereicherung für das Gesamtunternehmen sieht“, antwortet der Karriereberater. „Auf jeden Fall haben Sie in dem Entwicklungsleiter einen Fürsprecher im Unternehmen, und das ist in den meisten Fällen von Vorteil. Also können Sie Ihre bisherigen Kontakte erwähnen. Ganz nebenbei zeigen Sie den weiteren Ansprechpartnern im Hause, dass Sie mit offenen Karten spielen.“

„Sollte ein Bewerbungsschreiben bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgen“, lautet immer wieder eine Frage.

Antwort: Ja, das sollte aber nicht heißen, das ein Schreiben „von der Stange“ zu wählen sei. „Der Bewerber muss sich von der Masse abheben, und das schafft er nur, wenn es ihm gelingt, im einseitigen Anschreiben ein so umfassendes Bild wie möglich von sich zu vermitteln und seine individuelle Eignung darzustellen.“ Dabei sollte er getrost Bezug auf außerberufliche Aktivitäten nehmen, um etwa Teamfähigkeit nachzuweisen.

 

Von Wolfgang Schmitz

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