Karrieretelefon vom 10. November 2016 17.11.2016, 01:00 Uhr

Auslandserfahrung wird ein Muss

Rebecca Jakobs (Helbako) und Thomas Sundermann (Carcoustics) beantworteten die Karrierefragen unserer Leser.

Rebecca Jakobs ist Personalleiterin bei Helbako in Heiligenhaus. Thomas Sundermann ist Personalleiter bei Carcoustics in Leverkusen.

Rebecca Jakobs ist Personalleiterin bei Helbako in Heiligenhaus. Thomas Sundermann ist Personalleiter bei Carcoustics in Leverkusen.

Foto: privat

Ich studiere Maschinenbau mit Schwerpunkt Luft-und Raumfahrttechnik. Im Moment spiele ich mit dem Gedanken, meine Ausbildung für ein oder mehrere Semester im Ausland fortzusetzen. Können Sie mir das empfehlen? Oder ist es besser, erst als Berufseinsteiger ins Ausland zu gehen?

Es kommt immer darauf an, wo Sie sich bewerben möchten. Großkonzerne bieten häufig Auslandsaufenthalte im Rahmen eines Traineeprogramms an. In erster Linie geht es darum, neue Erfahrungen, sowohl in persönlicher als auch in fachspezifischer Hinsicht, zu machen. Auslandserfahrungen werden heutzutage beim Bewerbungsprozess vorausgesetzt.
Eine gute Möglichkeit wäre beispielsweise, über eine Bachelor-/Masterarbeit Praxiserfahrung in einem Unternehmen zu erwerben. Hierbei bieten viele Unternehmen Auslandsaufenthalte inklusive einer entsprechenden Vergütung an. Vorteil: Eintrittskarte ins Unternehmen. Man qualifiziert sich bereits während der Praxisarbeit im Unternehmen. Empfehlen würde ich Ihnen ein englischsprachiges Umfeld. Es müssen aber nicht Großbritannien oder die USA sein – auch in anderen europäischen Ländern gibt es Firmen, in denen Englisch die Unternehmenssprache ist.

Ich bin 27 Jahre alt und habe nach meinem Bachelor-Examen im Maschinenbau in einem Unternehmen angefangen. Würden Sie mir raten, noch ein Masterstudium dranzuhängen? Wenn ja, berufsbegleitend oder als Vollzeitstudiengang?

Wenn Sie mittelfristig eine Führungsposition anstreben, dann ist ein Masterstudium zu empfehlen. Es deckt insbesondere auch die betriebswirtschaftlichen und General-Management-Themen ab. Ein Vollzeitstudium ist dabei oft angesehener als ein berufsbegleitender Master. Hier kommt es aber eher auf die gut ausgewählte Universität an.
Sprechen Sie offen mit Ihrem Vorgesetzten oder der Personalabteilung. Eruieren Sie, ob Führungskräfte gesucht und gefördert werden. Unternehmen legen in der Regel sehr viel Wert auf Mitarbeiter, die sich weiterentwickeln und weiterlernen wollen.

Ich bin 50 Jahre alt und arbeite seit zehn Jahren in der Chemiebranche als Baustellenmaterialmanager. Wegen der schlechten Lage im Chemieanlagenbau habe ich einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet und bin freigestellt. Vor meiner Tätigkeit im Chemieanlagenbau habe ich acht Jahre als Softwareingenieur gearbeitet. Würden Sie mir empfehlen, mich jetzt auch wieder als Softwareingenieur zu bewerben?

Nein, ich rate Ihnen, sich weiterhin auf Stellen in der Materialwirtschaft zu bewerben. Hier sind sie auf dem neuesten Stand. Außerdem finden Sie diesen Fachbereich in den verschiedensten Branchen wieder.
Vielleicht können Sie auch vorübergehend als Berater oder Freelancer in diesem Segment tätig werden. Nutzen Sie auch Ihr Netzwerk aus Ihrem letzten Job und rufen Sie frühere Kunden und Kollegen an.

Von Peter Schwarz

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