Gehalt 02.05.2014, 00:00 Uhr

Welche Zuschüsse gibt es für eine Weiterbildung als Ingenieur?

Ingenieure sollten regelmäßig eine Weiterbildung in Anspruch nehmen, um auf dem Laufenden zu bleiben, aber auch um Softskills und weitere Fähigkeiten auszubauen. In vielen Fällen ist es möglich, für solche Fortbildungen Zuschüsse zu beantragen – die dann die eigene Karriere pushen.

Ingenieure sollten sich regelmäßig weiterbilden.

Ingenieure sollten sich regelmäßig weiterbilden.

Foto: pantermedia.net/pressmaster

Gerade als Ingenieurin oder Ingenieur müssen Sie regelmäßig eine Weiterbildung einplanen, um neues Wissen zu erwerben oder Ihre Karriere voranzutreiben. Entweder Sie sind aktiv auf der Jobsuche und merken, dass Sie sich beispielsweise dringend mit der neuen CAD-Software beschäftigen müssen oder Ihre Kenntnisse im Qualitätsmanagement erweitern sollten, oder Ihr Arbeitsplatz erfordert die Aktualisierung Ihres Wissens, der Fachkompetenz oder Management-Methoden, verlangt nach neuen Inhalten oder anerkannten Abschlüssen.

Ganz gleich welches Thema ansteht, eine gute Weiterbildung gibt es für Ingenieure meistens nicht zum Nulltarif. Glücklich ist der, dessen Firma alle Kosten von Seminaren, Kursen und Zertifikaten trägt.

Zuschüsse für eine Weiterbildung als Ingenieur

Wenn Sie sich allerdings selbst um eine Weiterbildung als Ingenieur bemühen möchten oder müssen, sollten Sie unbedingt prüfen, ob es die Möglichkeit einer finanziellen Förderung der Weiterbildung gibt. Dabei sind verschiedene Kriterien zu beachten. Zum Beispiel:

  • Sind Sie noch im Job oder bereits arbeitssuchend? 
  • Welche Kenntnisse und Fähigkeiten liegen vor? 
  • Wie hoch ist Ihr Einkommen? 
  • In welchem Bundesland wohnen Sie? 
  • Wie alt sind Sie? 
  • Wie groß ist das Unternehmen für das Sie tätig sind? 

Denn in Deutschland gibt es verschiedene Programme zur Förderung Ihrer beruflichen Weiterbildung, die je nach Voraussetzung auch für Ingenieure greifen.

Der Bildungsgutschein für eine Weiterbildung als Ingenieur

Die vielleicht bekannteste Fördermöglichkeit ist der sogenannte Bildungsgutschein, den die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter vergeben kann. Hierfür ist in der Regel die bereits eingetretene Arbeitssuche Voraussetzung. Auch für Ingenieure wird diese Förderung erteilt, wenn die Notwendigkeit zur Weiterbildung erkannt wird. Das kann zum Beispiel die Auffrischung von CAD-Kenntnissen beinhalten. Bei erfahrenen Ingenieuren können aber auch Schulungen zum Beispiel zur Fachkraft für Arbeitssicherheit, zum Umweltbeauftragten, zum Qualitätsauditor oder Projektmanager finanziert werden, wenn das für sinnvoll erachtet wird, um den Wiedereinstieg in den Job zu erleichtern.

Charmant am Bildungsgutschein ist, dass 100 Prozent der Kosten für diese Weiterbildung als Ingenieur inklusive Prüfungen und Fahrtkosten übernommen werden. Das Angebot eines Bildungsgutscheins gilt bundesweit. Zuständig sind die örtlichen Agenturen für Arbeit und dort, sofern vorhanden, die Berater für Akademiker oder das Jobcenter. Eine Sondervariante des Bildungsgutscheins existiert für bestimmte Beschäftigte von Unternehmen. In diesen Fällen beantragt der Betrieb die Förderung, dann allerdings nur bis zu 75 Prozent der Seminarkosten.

Bildungsprogramme der Länder für eine Weiterbildung als Ingenieur

Da Bildung in Deutschland generell Ländersache ist, gibt es länderabhängig verschiedene Programme zur Förderung von beruflicher Weiterbildung für Ingenieure. Meistens heißen sie Bildungsscheck, Weiterbildungsscheck oder Qualifizierungsscheck. Eine gute Übersicht aller Programme gibt die Stiftung Warentest. Ein Beispiel: Der Bildungsscheck NRW, ein Förderinstrument, das Beschäftigte individuell beantragen können. Gefördert werden Weiterbildungen, die der beruflichen Qualifizierung dienen und fachliche Kompetenzen oder Schlüsselqualifikationen vermitteln. Ausgeschlossen von der Förderung sind rein arbeitsplatzbezogene Anpassungsqualifizierungen.

Bildungsschecks in Nordrhein Westfalen (NRW) – auch mehrere – können sowohl von Privatpersonen als auch von Firmen in Anspruch genommen werden. Das Land übernimmt in diesem Fall 50 Prozent der Kosten für diese Weiterbildung für Ingenieure bis maximal 2.000 Euro pro Bildungsscheck, den Rest zahlt der Beschäftigte oder das Unternehmen. Beantragt allerdings die Firma die Förderung, so gilt der Bildungsscheck NRW nur für kleine und mittlere Unternehmen (bis 250 Beschäftigte) und ihre Beschäftige.

Infos und Akademien zur Weiterbildung als Ingenieur

Daneben gibt es die bundesweit gültige Bildungsprämie. Den sogenannten Prämiengutschein in Höhe von höchstens 500 Euro erhalten jedoch nur Erwerbstätige, deren Jahreseinkommen einen bestimmten Betrag nicht übersteigen. Eine neutrale Informationsplattform für das Thema berufliche Weiterbildung als Ingenieur ist übrigens das InfoWeb Weiterbildung (www.iwwb.de). Dort finden sich neben Datenbanken mit Weiterbildungsangeboten auch Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten, zum Beispiel auch zu Förderinstrumenten wie dem sogenannten Meister-BaföG, das für Ingenieure nur in besonderen Ausnahmefällen möglich ist.

Anbieter einer beruflichen Weiterbildung sind natürlich stets auf dem aktuellen Stand der Fördermöglichkeiten auch für Ingenieure. In Verbindung mit der Beratung über berufliche Perspektiven und sinnvolle Weiterbildung informieren sie auch individuell, welches der vielen Förderprogramme genau für Ihren Anlass greifen kann. Es lohnt sich also, mit einem der vielen Weiterbildungsanbieter in Ihrer Nähe Kontakt aufzunehmen. Aber Achtung: Bevor Sie einen Vertrag für ein Seminar oder einen Kurs unterzeichnen, sollten Sie sich unbedingt mit einer der vielen unabhängigen Beratungsstellen oder Ihrer Agentur für Arbeit in Verbindung setzen. Denn meistens ist das Vorliegen eines Bildungsgutscheins oder Bildungsschecks vor Vertragsabschluss zwingend notwendig.

Ingenieure sollten eine Weiterbildung gezielt einsetzen

Zuschüsse und Förderung vom Staat für Ihre berufliche Weiterbildung als Ingenieur sind eine sinnvolle Investition. Allerdings sollte dabei nicht vergessen werden, dass Ihre Qualifizierung das Ziel nicht verfehlt. Deshalb sollten Sie sich vorab im Klaren sein, was Sie an Wissen, Kenntnissen und Zertifikaten wirklich brauchen. Lassen Sie sich beraten von Weiterbildungsanbietern oder neutralen Beratungsstellen. Oder schalten Sie einen Karriereexperten ein.

Lars Hahn berät berufstätige und arbeitssuchende Ingenieure bei der Wahl ihrer beruflichen Weiterbildung zu Themen wie Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Qualitätsmanagement und Projektmanagement. Dabei ist die Wahl von geeigneten Fördermöglichkeiten stets Thema, besonders auch für Ingenieure. Er ist Mitglied im bundesweiten Netzwerk der Karriereexperten (www.karriereexperten.com) und unter anderem regelmäßig Redner auf den VDI nachrichten Recruiting Tagen.

www.lvq.de

 

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