Firmeninterview 16.02.2016, 01:00 Uhr

iks Engineering GmbH

Die iks Engineering ist ein inhabergeführtes Unternehmen, das sich auf die Vermittlung von Ingenieuren, Konstrukteuren, Technikern und technischen Zeichnern bzw. technischen Produktdesignern im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung konzentriert. Vor allem Absolventen und Spezialisten aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau, Elektro- und Fahrzeugtechnik, Informationstechnologie und Chemie sind derzeit gefragt. Hauptstandort ist das schwäbische Filderstadt, die 450 Mitarbeiter sind aber über zwölf Niederlassungen bei rund 300 Kunden in ganz Deutschland im Einsatz.

Bewerberkontakt:

Christina Wieland

Tel.: 0731/96338900

Christina.wieland@iks-engineering.de

www.iks-engineering.de

Herr Brandt, warum sollten sich Ingenieure bei einem Ingenieurdienstleister bewerben?

Claus Peter Brandt, Geschäftsführer der iks Engineering GmbH.

Claus Peter Brandt, Geschäftsführer der iks Engineering GmbH.

Foto: iks

Gerade Studenten und jungen Ingenieuren bietet ein Unternehmen wie iks die Möglichkeit, die ganze Bandbreite der Ingenieurberufe kennenzulernen. Das heißt natürlich nicht, dass wir ein Unternehmen sind, in dem man sich alles wünschen kann, aber Neugierige oder Unentschlossene können sich über uns erst einmal verschiedene Tätigkeiten ansehen, bevor sie sich tatsächlich entscheiden. Unsere Mitarbeiter stellen wir fest an, d.h. sie können theoretisch zehn, zwanzig Jahre bei uns arbeiten. Viele werden aber in der Projektlaufzeit von den jeweiligen Unternehmen angesprochen und abgeworben, insofern suchen wir ständig nach neuen Mitarbeitern.

Ein zweiter wichtiger Punkt, der für einen Berufseinstieg bei der iks Engineering spricht, sind die Aufstiegschancen. Ein junger Ingenieur, der über uns in ein Unternehmen etwa der Automobilbranche kommt, wird bei einem Wechsel in dieses Unternehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit höher eingruppiert als der Kollege, der zur gleichen Zeit direkt bei dem Unternehmen angefangen hat. Denn frei nach dem Motto „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land“, werden Eigengewächse in der Hierarchie gegenüber externen Kollegen benachteiligt.

Stellt die Automobilindustrie überhaupt noch selbst ein?

Im Moment ist mein Eindruck, dass nahezu alle Neueinstellungen über Ingenieur-Dienstleistungen laufen – gerade in der Automobilindustrie. Und wer sich auf diesem Weg beweist, wird abgeworben.

Der Ingenieurdienstleister als Sprungbrett in die Wirtschaft also. Wie lange bleiben Ingenieure im Schnitt bei der iks?

Zurzeit bleiben unsere Mitarbeiter im Schnitt zweieinhalb Jahre im Unternehmen.

Bilden Sie Ihre Mitarbeiter in der Zeit fort?

Es gibt Fälle, in denen der Kunde die Arbeitnehmerüberlassung wie eine Probezeit nutzt und den Mitarbeiter bei guter Zusammenarbeit innerhalb kürzester Zeit abwirbt. Da investiert iks nicht in eine Weiterbildung. Wer dagegen beabsichtigt, einige Jahre bei der iks zu bleiben, erhält regelmäßig Schulungen etwa im Bereich Projektleitung oder CAD-Systeme.

Werden die Weiterbildungen in-house angeboten?

Was wir selbst machen können, machen wir auch selbst. Im Automobilbereich sind wir zum Beispiel sehr kunststofflastig und haben daher viele Experten, die etwa CAD-Weiterbildungen anbieten können. Auch Spezialthemen rund um die Projektleitung bieten wir in-house an. Für die Grundausbildung dagegen haben wir einen Projektpartner und bei speziellen Software-Anwendungen nutzen wir die üblichen Provider.

Gibt es bei einem Ingenieurdienstleister eigentlich ein Gefühl von Belegschaft? Die Mitarbeiter haben immerhin eine doppelte Identität als Arbeitnehmer: einmal beim Kunden, einmal bei der iks.

Das ist eine Gratwanderung: Die Nähe zum Mitarbeiter zu halten und entsprechend ein individuelles Betreuungsverhältnis aufzubauen, obwohl dieser eigentlich die ganze Zeit beim Kunden ist. Daran zu arbeiten, habe ich mir als Geschäftsführer vorgenommen. Die Teilnehmer unseres Exzellenz-Programms etwa holen wir einmal im Jahr zwei bis drei Tage in unsere Hauptverwaltung. Dort lernen sie die Führungskräfte der iks kennen, es finden Fach- und völlig fachfremde Vorträge statt. Etwa über Arbeitsbedingungen in Schanghai oder die Arbeit eines Zukunftsforschers.

Wie kommt man als Ingenieur zu einer Stelle bei iks Engineering?

Der klassische Weg geht über unsere Homepage. Unsere zwölf Niederlassungen in ganz Deutschland haben jeweils unterschiedliche Anforderungen, die hier übersichtlich präsentiert sind. Zudem nutzen wir traditionell Messen und verstärken unser Engagement direkt an den Hochschulen, um mit jungen Menschen in Kontakt zu kommen. Online nutzen wir zahlreiche Kanäle und Portale wie StepStone oder Jobware, soziale Medien spielen verstärkt eine wichtige Rolle. Wir haben eine Facebook-Seite, sind auf Xing und Twitter aktiv und merken, wie langsam auch diese Kanäle immer wichtiger werden.

Überwiegt das passive oder das aktive Recruiting?

Das A und O bei Ingenieurdienstleistern ist das aktive Bewerbermanagement. Wir versuchen immer, den Kontakt zu halten – egal, ob sich ein Kandidat während des Bewerbungsprozesses für einen Wettbewerber entschieden hat oder ob er sich als iks-Mitarbeiter vom Kunden abwerben ließ. Unsere Abteilungen für Recruiting und Vertrieb sind folglich fast gleich groß.

Welche Aufgabe hat ein Bewerbermanager?

Seine Hauptaufgabe ist, die Fühler nach neuen Mitarbeitern auszustrecken. Denn die Anforderungen der Kunden und das Arbeitskräfteangebot am Markt passen nicht unbedingt zueinander. Darum gehen wir aktiv auf Kandidaten zu und warten nicht, bis er oder sie sich bei uns bewirbt. Nur der direkte Kontakt verschafft uns einen Informationsvorsprung über die Qualifikationen der Kandidaten, das Bewerbermanagement ist daher ein sehr anstrengender Job. Denn was wir brauchen, ist ein Angebot an Mitarbeitern, das zu den Wünschen unserer Kunden passt. Frei nach unserem Motto: Kompetenz für Ihren Erfolg

Was muss ein Bewerber dafür mitbringen außer einem guten Zeugnis?

Selbst das ist für mich nicht ausschlaggebend. Nicht jeder Maschinenbauingenieur kann mit einem 1,0er-Abschluss von der Elite-Universität daherkommen. Die meisten Ingenieurabsolventen haben einen durchschnittlich guten Abschluss von irgendeiner Hochschule erworben und sie sind uns als Mitarbeiter willkommen. In Deutschland sind wir ein bisschen engstirnig und schauen allzu stark auf Noten und Zertifikate.

Wenn man sich Stellenanzeigen ansieht, ist die Wunschliste an potenzielle Arbeitnehmer noch viel länger.

Das ist ein gravierender Fehler, den viele Unternehmen machen und der uns als Ingenieurdienstleister gelegen kommt. Denn mit manchen Anforderungen kann man keinen geeigneten Kandidaten auf dem freien Markt finden. Wir können unseren Kunden aber geeignete Mitarbeiter empfehlen, die aus unserer Sicht qualifiziert sind für die Stelle. Unsere Stärke in diesem Fall: unser Vertrieb, der ausschließlich mit Ingenieuren besetzt ist. So können wir die Toleranz beim Kunden erhöhen.

Man bewirbt sich also direkt bei der iks, ohne eine bestimmte Stelle im Blick zu haben?

Es kommt darauf an. Man kann sich bei uns jederzeit initiativ bewerben oder auf eine bestimmte Stelle. In diesem Fall sichten wir die Unterlagen und führen erste Interviews mit geeigneten Kandidaten. Im Anschluss daran präsentiert unser Vertrieb die vorliegenden Projekte und bei Interesse kommt es zu einem Gespräch mit dem Kunden, bei dem die iks in aller Regel dabei ist. Wenn das Projekt zum Bewerber und der Bewerber zum Unternehmen passen, erarbeiten wir einen Vertragsentwurf und stellen den Kandidaten bei der iks Engineering ein.

Welche Fehler dürfen einem Kandidaten bis dahin nicht unterlaufen?

Eigentlich bin ich versucht, jedem eine Chance zu geben. Gerade bei Menschen mit Migrationshintergrund oder derzeit bei den Flüchtlingen kommen natürlich Bewerbungen mit massiven Schreibfehlern. Macht das einen guten Ingenieur aus? Ich denke nicht, dass es in erster Linie darum gehen sollte. Häufig erkennt man im persönlichen Gespräch Stärken, die man gut einsetzen kann. Schwierig sind dagegen hohe finanzielle Forderungen. Generell sollten Fragen zum Gehalt und zur persönlichen Ausstattung erst im zweiten Gespräch gestellt werden. Als Türöffner eignen sie sich nicht.

Ist das ein spezielles Problem der Ingenieurdienstleister? Aufgrund der Angst, der Dienstleister kassiert zu stark mit und drückt das eigene Gehalt im Vergleich zur Stammbelegschaft.

Das ist ein Vorurteil. Die iks zahlt ein faires Gehalt und unsere Mitarbeiter verdienen im Vergleich zur Stammbelegschaft nicht zwangsweise schlechter. Sollte ein Mitarbeiter diese Angst haben, sind wir gerne dazu bereit, unsere Kalkulation mit ihm durchzugehen. Transparenz und Fairness sind Voraussetzung dafür, dass unsere Mitarbeiter uns vertrauen. Tatsache ist, dass der direkte Einstieg in manchen Branchen gar nicht zur Debatte steht und einige Branchen mit ihren horrenden Einstiegsgehältern die Preise und die Mitarbeiter verderben.

Wie viele Angebote darf ein Mitarbeiter denn ablehnen, bevor es Ihnen zu bunt wird?

Wir suchen immer zwei bis drei Monate, um ein adäquates Anschlussprojekt für unsere Mitarbeiter zu finden. Idealerweise fängt diese Phase schon an, wenn der Mitarbeiter noch im Projekt ist, dann garantiert sie einen nahtlosen Übergang. Möglich ist aber auch, dass der Mitarbeiter sein Projekt beendet und dann erst einmal eine Weiterbildungsmaßnahme durchläuft. Ein Anschlussprojekt wird zunächst im Umkreis des täglichen Pendelradius gesucht und schließlich deutschlandweit. Gerade bei Spezialisten etwa aus dem Flugzeugbau kommt das schon vor, weil es nur wenige Standorte gibt. Wenn der Mitarbeiter das nicht möchte, kommt es nach einigen Monaten ohne Anschlussprojekt zur Trennung.

Die iks Engineering ist auf keine Branche oder Region spezialisiert. In welchen Bereichen können Ingenieure bei Ihnen hauptsächlich arbeiten?

Unsere traditionellen Fachbereiche sind der Fahrzeugbau, der Maschinenbau, der Stahl- und Anlagenbau, die Elektrotechnik sowie die Luft- und Raumfahrtechnik. Darunter fallen auch der Sondermaschinenbau und die Automatisierungstechnik. Natürlich suchen wir auch in allen weiteren Fachbereichen des Ingenieurwesens qualifizierte Bewerber. Betrachtet man beispielsweise den Automotivebereich, werden Ingenieure aller Disziplinen gefragt. Insofern sind wir sehr breit aufgestellt, auch in Bezug auf neue Themen wie Industrie 4.0 oder Internet of Things. Zurzeit sind Kandidaten extrem gefragt, die programmieren können oder Lasertechnik beherrschen.

Das heißt, Sie suchen Ingenieure mit Hang zur IT?

Ja, wer als junger Ingenieur eine Affinität zur IT hat oder sich als Physiker in der Lasertechnologie auskennt, ist interessant für uns. Aber auch Kandidaten aus den klassischen Fachbereichen werden bei uns nach wie vor gesucht. Wer dagegen stark spezialisiert ist, etwa ein Studium der erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt Windkraft absolviert hat, wird bei uns nur in Einzelfällen gesucht.

Mit welchem Einstiegsgehalt und welcher Position kann ein Absolvent bei Ihnen rechnen?

Häufig werden unsere Mitarbeiter als Projektingenieure mit einer Spezialaufgabe innerhalb des Teams eingestuft. Die Leitung von Projekten übernehmen Berufseinsteiger eher nicht, allerdings auch keine Ingenieur-Sachbearbeiter Stellen. Das kommt aber alles auch auf den Kunden und das Gespräch mit ihm an. So auch beim Gehalt: Wer geschickt verhandelt, kann mit einem Masterabschluss in der Tasche etwa bei 3.500 EUR bis 4.000 EUR brutto im Monat landen.

 

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