Bildung

Wissen für die Autohersteller intuitiv verfügbar machen

In kaum einem anderen Wirtschaftszweig ist der Innovationsdruck so hoch wie in der Automobilbranche. Neue Wissens- managementkonzepte sollen den Fahrzeugherstellern jetzt dabei helfen, die explodierenden Kosten für Forschung und

Entwicklung unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Läuft es darauf hinaus, dass der Mitarbeiter am Freitagnachmittag noch schnell drei Stunden Wissensmanagement machen muss, ist das Scheitern des Knowledge-Management-Projektes vorprogrammiert.“ Der das sagt, kennt sich aus. Frank Mrosk war jahrelang bei BMW Assistent des Entwicklungsvorstandes Wolfgang Reitzle, und Wissensmanagement – neudeutsch Knowledge-Management (KM) – ist ein wichtiges Innovationspotenzial in der Branche.
Die Erfolgsquote von KM-Projekten steht und fällt nach den Worten von Mrosk mit der Akzeptanz der Benutzer. „Der Gebrauch eines KM-Systems darf für den Mitarbeiter maximal einen kleinen – besser gar keinen – Mehraufwand bedeuten. Alles muss innerhalb seiner üblichen Tätigkeiten passieren“, so Mrosk, der inzwischen als freier Unternehmensberater im Bereich Wissensmanagement arbeitet.
Unternehmensbereiche der Automobilhersteller wie Design, Komponentenbeschaffung, Logistik oder Produktion stehen vor Herausforderungen, die mit traditionellen Konzepten nicht zu lösen sind. Deswegen setzt die Branche zunehmend auf den Einsatz von Wissensmanagement. Ziel ist es, die Effizienz unternehmensinterner Prozesse zu steigern und gleichzeitig Innovationen zu beschleunigen.
Welchen Stellenwert der Faktor Innovationsfähigkeit besitzt, wird an den Forschungs- und Entwicklungsetats der Fahrzeugbauer deutlich. Investierten die deutschen Automobilhersteller 1991 noch 5 Mrd. ‰ in Forschungs- und Entwicklungsprojekte, waren es nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie im Jahr 2001 bereits 14 Mrd. ‰. Der Anteil der Branche an den F&E-Aufwendungen der gesamten deutschen Wirtschaft stieg im gleichen Zeitraum von 18 % auf 33 %.
Die Forderung nach Innovationen in den Fahrzeugen erfordert einen konstanten Fluss neuer Ideen und Lösungen. Moderne Wissensmanagement-Systeme, sollen nach Ansicht von Experten deshalb insbesondere die Arbeit von Projektteams unterstützen.
„Wichtig ist, dass zur Wahrung des Wissens alle Prozessschritte mit den Einzelheiten ihrer Planung dokumentiert werden“, erklärt Mrosk, der mit dem Programm iNavigation seiner Münchner Emotional Intelligence Applications GmbH einen neuartigen Lösungsansatz entwickelt hat. Wissen, so Mrosk, stecke nicht im Detail, sondern im Prozess.
iNavigation geht bei der Erfassung und Ablage der Informationen neue Wege. Üblicherweise erfolgt das Sammeln, Bearbeiten und Speichern von Informationen über Softwarepakete, die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, grafische Programme oder individuelle Unternehmenslösungen enthalten. Die Ablage erfolgt dann auf systeminternen Speichern wie Festplatten und müssen später teilweise mühevoll und häufig zeitintensiv über Browser und Explorer-Funktionen wieder gefunden werden.
Es geht, glaubt man Mrosk, einfacher – intuitiv nämlich. iNavigation nutzt einfache Werkzeuge wie Pfeile, Ordner, Termine, Symbole und Markierungen, um komplexe Sachverhalte darzustellen. Ordner stellen hierbei den Ausgangspunkt dar, sie enthalten Informationen. Pfeile verbinden Ordner miteinander, Markierungen signalisieren Ereignisse und Besonderheiten. Jeder Ordner kann mit beliebig vielen weiteren Ordnern verbunden werden, die ergänzende oder verwandte Themen enthalten.
Das Programm bietet nach Ansicht von Frank Mrosk zwei gravierende Vorteile: Zum einen müssen, im Gegensatz zu vielen anderen KM-Ansätzen, keine zusätzlichen Datenbanken aufgebaut und gepflegt werden, zum anderen können Anwender die eingeführte, gewohnte Arbeitsweise bei der Informationsspeicherung beibehalten – also kaum ein zusätzlicher Aufwand für die Mitarbeiter. SIEGFRIED DANNEHL
iNavigation
Die Wissensmanagement-Plattform besteht aus zwei voneinander unabhängigen Programm-Modulen: Ein permanent aktives Programm erkennt relevante Veränderungen der Datenspeicher, ein im Bedarfsfall geladenes Programm bietet die Oberfläche für Planung und Orientierung. Zentrale Themen werden auf dem Bildschirm im der Mitte abgebildet, Begleitinformationen mit der Themenentfernung kleiner dargestellt. sd

 

  • Susanne Donner

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