Bildung

Weltbank-Initiative will „digitale Spaltung“ der Welt verhindern

Die Weltbank will sich künftig stärker engagieren, um eine weitere digitale Spaltung der Welt zu verhindern. Gemeinsam mit anderen Organisationen gründete sie eine Stiftung sowie ein internationales Forum zur Informations- und Kommunikationstechnologie.

Das Internet – ein Medium, das die Welt verbindet? Nicht ganz. In Manhattan beispielsweise gibt es mehr Surfer als auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Auch weite Teile Asiens und Südamerikas sind in dieser Hinsicht noch unerschlossene Gebiete. Von „digitaler Spaltung“ sprach man deshalb auf dem sechsten deutschen Weltbankforum auf dem Bonner Petersberg in der vergangenen Woche. Die Teilnehmer befürchten, so der Tenor, dass sich die Kluft zwischen armen und reichen Ländern noch mehr vertieft. Denn die Welt befindet sich zurzeit in einem rasanten Umbruch – der Wandel zu einer globalen Wirtschaft ist eng verzahnt mit einer technischen Revolution, die zur Informations- und Kommunikationsgesellschaft führen wird bzw. geführt hat.
Die Politiker und Wirtschaftsleute auf dem Forum jedenfalls waren sich einig: Eine gezielte Förderung ist wichtig, eine Überwindung der Kluft unerlässlich. Aus diesem Grund hat die Weltbank, die im vergangenen Jahr rund 20 Mrd. $ an Förderkrediten und Beihilfen für Entwicklungsländer zur Verfügung stellte, gemeinsam mit anderen Organisationen eine Stiftung gegründet – die „Development Gateway Foundation“.
„Digitale Technologie und Wirtschaftswachstum sind untrennbar miteinander verbunden“, sagt Stiftungschef Alan Rossi, der gleichzeitig auf erfolgreiche Projekte verweist: Auf den Philippinen nutzen Bauern eine Art elektronischen Marktplatz, um Preise abzufragen und ihre Produkte anzubieten. In Estland hat der ehemalige Staatspräsident Mart Laar eine Initiative verwirklicht, mit der E-Government verwirklicht wurde: Steuererklärungen laufen über das Internet, die Regierung verwendet kaum noch Papier als Speichermittel und alle Schulen haben einen Onlinezugang. Die Development Gateway Foundation wird 10 Mio. $ pro Jahr investieren, um solche Projekte zu unterstützen. „Die Wissens- und Informationsrevolution bietet eine historische Chance“, meint Weltbankchef James Wolfensohn (siehe Interview).
Verbunden mit dem sechsten Weltbankforum ist das erste von der Development Gateway Foundation veranstaltete ICT-Forum (Information Communication Technology), das jetzt jährlich tagen wird. Es soll die Entwicklung im ICT-Bereich fördern und beschreiben. Die Ergebnisse und Zielsetzungen der ersten Tagung sind in der „Petersberg Declaration“ festgehalten. So soll eine Plattform geschaffen werden, um die weltweiten Fortschritte im ICT-Bereich zu kommunizieren. Auch Studien, Feldforschungen und exemplarische Beispiele werden in diese Plattform mit einbezogen. Development Gateway möchte außerdem internationale Partnerschaften und eine Community der im ICT-Bereich Tätigen aufbauen, um Transparenz zu ermöglichen und Korruption zu bekämpfen. Die Unterstützung regionaler Kapazitäten soll beschleunigt werden, ebenso sollen länderübergreifend gesellschaftliche und politische Führungskräfte zusammengebracht werden, um den Prozess zu beschleunigen.
Um Persönlichkeiten oder Organisationen auszuzeichnen, die ICT erfolgreich im Kampf gegen die Armut eingesetzt haben, lobt Development Gateway im Rahmen der Konferenz den Petersberg-Preis aus. Er ist mit 100 000 ® dotiert. Geehrt wird der erste Preisträger während des zweiten ICT-Development Forums im nächsten Jahr.
WILFRIED URBE
www.worldbank.org

Von Wilfried Urbe

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