Bildung

Schlechte Erfahrungen mit Lehrlingen

die Vergütung müsse abgesenkt werden, fordert DIHK-Präsident Ludwig-Georg Braun.

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist dramatisch. Derzeit fehlen für das kommende Ausbildungsjahr nach Berechnungen der Bundesanstalt für Arbeit mehr als 140 000 Lehrstellen. Nur 393 000 Stellen sind für die über 540 000 Bewerber gemeldet – 13 % weniger als im Vorjahr. Bereits 2002 war die Zahl der Ausbildungsverträge um 7 % zurückgegangen, ermittelte das Statistische Bundesamt.
Besonders kritisch ist die Situation im Baugewerbe, wo bereits im vergangenen Jahr die Zahl der Ausbildungsplätze um 17,8 % gesunken war. Wenig rosig sind auch die Aussichten für Interessenten der neuen IT-Berufe (IT-System-Elektroniker, Fachinformatiker). Dort stehen knapp 9000 Ausbildungsplätze für mehr als 20 000 Bewerber zur Verfügung, teilte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit und bilanziert einen Rückgang von 20 %. In den klassischen Metall- und Elektroberufen sei das Angebot hingegen ausreichend.
Ursache für die mangelnde Ausbildungsbereitschaft sei jedoch nicht allein die Konjunktur. Viele Unternehmen hätten schlechte Erfahrungen mit Jugendlichen gemacht, berichtet der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf, Gerd Wieneke. Motivationsmängel sowie persönliche und schulische Defizite der jungen Leute erschwerten die innerbetriebliche Ausbildung, meint er. Auch Gesamtmetall betont, dass ein „beträchtlicher und tendenziell wachsender Teil der Bewerber“ nicht die Voraussetzungen für eine Ausbildung erfülle.
Während Teile der Gewerkschaften und die Grünen erneut eine Ausbildungsplatz-Abgabe für jene Unternehmen fordern, die keine Lehrstellen anbieten, riefen Politiker und Verbände eine Reihe von Initiativen ins Leben, um für neue Lehrstellen zu sorgen. In NRW, wo das Angebot an Lehrstellen gar um 16,5 % zurückgegangen ist, werden Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) und Arbeitsminister Harald Schartau (SPD) im Rahmen der Aktion „100 Tage Maßarbeit“ Betriebe aufsuchen, um dort für Lehrstellen zu werben. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und Bildungsministerin Edelgard Bulmahn (beide SPD) starteten unterdessen eine so genannte „Ausbildungsoffensive 2003“.
Ziel der Initiative ist es, einem Fachkräftemangel vergleichbar dem Ende der 90er Jahre vorzubeugen. „Jede Ausbildungsstelle, die heute angeboten wird, ist eine Investition in die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland“, schreiben die beiden Politiker. Um die Betriebe bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen zu unterstützen, will die Bundesregierung außerdem ab Herbst für fünf Jahre die so genannte „Ausbildungseignungs-Verordnung“ (AEVO) außer Kraft setzen, die eine aufwändige Prüfung für die innerbetrieblichen Ausbilder vorsieht. Über das Programm „Kapital für Arbeit“ sollen zudem vor allem kleine und mittlere Unternehmen zinsgünstige Kredite (Umfang bis zu 100 000 l) erhalten, wenn sie Ausbildungsstellen einrichten.
Die Wirtschaft freilich knüpft ihre Ausbildungsbereitschaft an Bedingungen. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, etwa verlangt die Herabsetzung der Ausbildungsvergütung um 10 % bis 20 %. Gesamtmetall hingegen will die Senkung der Ausbildungsvergütung um 10 % nur für die Betriebe einführen, die überdurchschnittlich viele Lehrlinge ausbilden, in allen anderen Fällen sollen Lehrlingsgehälter in den nächsten drei Jahren von Tariferhöhungen ausgenommen werden. Außerdem sollen Azubis mit dem Ende der Ausbildung nicht mehr automatisch vom Betrieb übernommen werden. Ein entsprechendes Übernahme-Gebot, das im Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung verankert worden war, soll nach dem Willen der Metall-Arbeitgeber ausgesetzt werden.
Auch Werner Marquis, Sprecher des Landesarbeitsamtes NRW, sieht im Aussetzen des Übernahme-Gebotes eine „intelligente Maßnahme“, die Bewegung in die Lehrstellen-Situation bringen kann. Weiter kann er sich vorstellen, dass bestimmte Ausbildungsgänge auf zwei Jahre verkürzt werden und dabei sehr praxisorientiert angelegt sind.
Ein Beispiel: Neben der Ausbildung zum Koch könnte es unterhalb der Ebene „Systemgastronom“ eine zweijährige Ausbildung geben, in der Mitarbeiter zum Beispiel für Großküchen und Systemrestaurants ausgebildet werden, in denen vorwiegend mit Fertigprodukten gearbeitet wird. H. CONRADY

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