Bildung

Neues Bildungs-Outfit für Arbeitslose  

VDI nachrichten, Marburg, 26. 8. 05 – In enger Absprache mit den Unternehmen der Region will eine hessische Initiative arbeitslose Ingenieure jenseits der 40 fit für den aktuellen Arbeitsmarkt machen. Vor allem auf dem Gebiet CAD läge bei älteren Ingenieuren einiges im Argen, so ein VDI-Experte.

Auf dieser Grundlage wird zwischen dem Arbeitslosen, dem Betrieb und der Arbeitsagentur geklärt, welche Kompetenzdefizite der Ingenieur hat und welche Lehrveranstaltungen dieser an der FH besuchen soll. „Wir haben Probleme, die Anforderungen der Arbeitgeber zu erfüllen, auch weil der fachliche Kenntnisstand der arbeitslosen Ingenieure nicht immer aktuell ist“, so Matthias Spieler, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Gießen.

Im Agenturbezirk sind derzeit 68 offene Stellen für Ingenieure gemeldet. Dem stehen 329 arbeitslose Ingenieure gegenüber, davon sind 60 % 40 Jahre und älter. Insgesamt gibt es im Agenturbezirk Gießen 147 Betriebe, die Maschinenbauingenieure beschäftigen, und 161, bei denen Elektroingenieure angestellt sind. „Da ich unterstelle, dass uns nicht alle offenen Stellen gemeldet werden, sehe ich Beschäftigungspotenziale“, erläutert Spieler. Über den VDI knüpfe man im Rahmen des Projekts Kontakte auch zu jenen Betrieben, die ihre offenen Stellen nicht der Arbeitsagentur gemeldet haben.

Vor allem auf dem Gebiet der CAD sieht Prof. Eckhardt Wiederuh, Vorsitzender des Bezirksvereins Mittelhessen im Verein Deutscher Ingenieure, Kompetenzdefizite bei älteren Arbeitslosen. Ingenieure bildeten sich auf Eigeninitiative hin nicht immer ausreichend weiter. Aber auch die Weiterbildungsanstrengungen kleiner und mittelständischer Firmen blieben häufig hinter denen großer Unternehmen zurück.

Bis zum Beginn des Wintersemesters geht es für die Agentur für Arbeit in Gießen nun darum, jene Betriebe zu finden, die ältere arbeitslose Ingenieure im Rahmen der für ein halbes Jahr konzipierten Trainingsmaßnahme beschäftigen werden. Die Maßnahme sei für die Betriebe „kostenneutral“, so Spieler. „Wir wollen flexibel auf den Bedarf der Betriebe eingehen.“ Danach können die Unternehmen einen arbeitslosen Ingenieur bereits während der laufenden Trainingsmaßnahme einstellen. „Die Module an der Fachhochschule können aber bis zum Ende geführt werden.“

Die Lehrveranstaltungen hat Prof. Dietrich Wendler in Handbüchern zusammengestellt. „Gemeinsam mit den Arbeitslosen können die Betriebe anhand der Bücher klären, welche Kompetenzen fehlen“, erklärt der Präsident der FH Gießen-Friedberg. An der FH würden die Arbeitslosen bei der Planung und Organisation der zu besuchenden Lehrveranstaltungen nochmals beraten.

Die Idee für das Projekt sei entstanden, weil die Zahl der angehenden Ingenieure bei weitem nicht das abdecke, was an Bedarf von der Wirtschaf prognostiziert werde, und gleichzeitig viele Ingenieure arbeitslos seien, so Wendler. 1991/1992 hatten sich 2384 Studierende für das Fach Elektrotechnik und 2470 für Maschinenbau an der FH eingeschrieben. Im Wintersemester 2004/2005 waren es hingegen nur noch 1316 (Elektrotechnik) beziehungsweise 1276 (Maschinenbau). R. SPIES

www.fh-giessen.de

Von R. Spies
Von R. Spies

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