Bildung

Mit „Pisa-Test“ für Manager Wege aus der Krise finden  

Managementschwächen, Wirtschaftswandel und die Rolle der Banken müssen dabei kritisch hinterfragt werden.

Kontinuierlich hat die Zahl der Insolvenzen in Deutschland in den vergangenen Jahren zugenommen. Nach Schätzung der Creditreform, Neuss, auf zuletzt 40 000 im Jahr 2004. Dabei ließen sich Ursachen für Krisen durchaus frühzeitig identifizieren und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen, so das Fazit der Veranstaltung „Erfolgreich Krisen vermeiden“ vor wenigen Tagen im Düsseldorfer Industrie-Club.

Für Prof. Günter Schuh, Direktor des WZL an der RWTH Aachen, fehlt es teilweise sogar an Grundlagen: „Um Krisen vermeiden zu können, müssen Unternehmen ihre Stärken kennen. Wir mussten aber immer wieder im Rahmen unserer Untersuchungen im Maschinenbau feststellen, dass Unternehmen selbst nicht wissen, wieso sie erfolgreich sind.“ Das Problem fehlender Krisenfestigkeit betroffener Unternehmen liege dabei allzu oft an mangelnden Fähigkeiten uneinsichtiger Manager. „Wir sollten eine Art Manager-Pisa einführen, denn eine logische Strategie zu entwickeln, hat heute Seltenheitswert“, fordert er in Anlehnung an den Schülertest.

Als weitere wesentliche Ursache identifizierte Schuh, dass sich viele Firmen am Wachstum überheben und darunter die Fokussierung auf klare Ziele leidet. Krisen würden deshalb oft erst erkannt, wenn sich diese bereits deutlich auf den Umsatz auswirkten. „Das Erfolgsrezept, dem entgegenzuwirken, ist deshalb die Transparenz“, so Schuh. „Sie hilft in einer frühen Phase, mögliche Probleme zu identifizieren. Denn selbst wenn eine strategische Krise bereits erkannt ist, verstreicht noch relativ viel Zeit, um Gegenmaßnahmen einzuleiten.“

Peter Krumhoff kennt die Probleme. Er sieht es als Herausforderung, Krisen zu managen. Als Finanzvorstand der Basler AG in Ahrensburg analysiert er kritisch die Entwicklung in seinem jetzigen Unternehmen: „Zwischen 1988 und 2000 war Basler stetig mit Inspektionssystemen für die Produktion optischer Speichermedien gewachsen.“ 1998/99 sei dabei die richtige Entscheidung zur Diversifizierung der Produktpalette gefallen, allerdings “ zwei Jahre zu spät.“ Das Unternehmen habe bis dahin nur ein Problem gekannt: „Wachstum bewältigen!“

Transparenz ist für ihn in einer Krise ein Muss: „Wenn Sie in einer solchen Situation als Chef nicht mindestens einmal pro Woche mit der Mehrheit Ihrer Mitarbeiter sprechen, werden Sie die Probleme nicht lösen.“ Auf Banken sollte man sich dabei nicht unbedingt verlassen. „Viele von ihnen konzentrieren sich häufig auf das, was sie besonders gut können, das Bewerten alter Zahlen. Dabei wird das Risiko aufgetürmt und fehlinterpretiert. Das Unternehmen wird häufig mit Beratern überschüttet und damit meistens handlungsunfähig“, so der Finanzvorstand.

Statt eines umfangreichen Risikomanagements empfiehlt er mittelständischen Unternehmen, sich vor allem darauf zu konzentrieren, ihre Chancen gegen bestehende Risiken zu nutzen. Und noch einen Tipp hat Krumhoff für akute Krisen parat: „Ich kann Unternehmern – besonders in solchen Krisen – nur raten, aus dem Arbeitgeberverband auszutreten und ihrem Betriebsrat zu empfehlen, das Gleiche mit der Gewerkschaft zu tun. Dann lösen sich beide von denjenigen, die sie in die Gräben schicken und können sich offen den Problemen im Unternehmen widmen.“ Seite 27 CIU

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