Bildung 08.02.2002, 17:32 Uhr

Mit dem Interesse an Technik hapert es

Auch in der deutschen Bevölkerung ist es mit technischem und wissen- schaftlichem Grundwissen nicht weit her, so eine neue Studie der EU-Kommission.

Fast jeder vierte Deutsche glaubt, dass sich die Sonne um die Erde dreht – ein Glaube, den viele für seit Jahrhunderten ausgerottet hielten. Dabei sind die Ostdeutschen mit nur 21,3 % falschen Antworten deutlich besser informiert als ihre Mitbürger im Westen, wo 25,4 % sich für die falsche Antwort entschieden. Und immerhin 28 % stimmten der Aussage zu, dass die Erde nur einen Monat braucht, um sich um die Sonne zu drehen, über 22 % mussten zugeben, die Antwort nicht zukennen.

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Auf solche dramatischen Wissenslücken stieß eine Studie der Europäischen Kommission zum Thema: „Europäer, Wissenschaft und Technologie“.

Vielleicht liegt dieses krasse Unwissen ja am geringen Interesse der Deutschen an Wissenschaft und Technik. Nur 29,8 % bezeichnen sich als interessiert, deutlich weniger als im europäischen Durchschnitt (45,3 %). In Frankreich und Großbritannien ist das Interesse mit 54,0 % bzw. 47,3 % wesentlich höher. Schweden führt mit 64,3 %.

So sind auch viele Europäer nicht in der Lage, medizinische Diagnosen zu verstehen. Nur 68,7 % begreifen, was es bedeutet, wenn die Chance, ein Kind mit einer Erbkrankheit zu bekommen, eins zu vier steht. Die Deutschen liegen dabei mit 66,4 % richtigen Antworten leicht unter dem Durchschnitt.

Erschreckend ist auch, dass nur 64,4 % aller EU-Bürger wissen, dass radioaktive Milch auch nach dem Abkochen noch ein Gesundheitsrisiko darstellt. Die Deutschen haben bei dieser Frage offenbar von der hitzigen innenpolitischen Debatte zur Atomenergie profitiert und liegen mit 72,7 % richtigen Antworten deutlich über dem Durchschnitt. Die Ostdeutschen (74,1 % richtige Antworten) lagen dabei vor den Westdeutschen (72,3 %).

Ebenso alarmierend sind Wissenslücken in weniger alltäglichen Bereichen. Gab es zu Zeiten der Dinosaurier schon Menschen? Ist ein Elektron kleiner als ein Atom? Nur 59,4 % aller Europäer wussten, dass unsere Vorfahren sich nie mit Dinos herumschlagen mussten, während nur 41,3 % sicher waren, dass das Elektron kleiner ist als das Atom. Deutschland lag in der Dinosaurierfrage mit 61,0 % richtigen Antworten leicht über dem Durchschnitt. Dabei sind die Kenntnisse der Ostdeutschen (68,8 %) wieder deutlich besser als die der Westdeutschen (61,0 %).

Auch bei Themen wie BSE und Ozonloch existieren immer noch gravierende Wissenslücken. 49,2 % aller Europäer nehmen an, dass BSE durch Hormonzusätze im Futtermittel ausgelöst wird. Zum Vergleich: In Deutschland glauben 46,2 % an Hormone als Ursache (45,7 % West und 48,2 % Ost).

Dem Ozonloch trauen die EU-Bürger offensichtlich alles zu – 55,7 % machten es auch, zu Unrecht, für Stürme und Tornados verantwortlich. In Deutschland sind es mit 59,1 % überdurchschnittlich viele Bürger, die diesen falschen Zusammenhang zwischen Stürmen und Ozonloch herstellen, wobei die Ostdeutschen diesmal mit 64,7 % falscher Antworten schlechter liegen als die Westdeutschen (57,6 %)

Die Studie gibt auch Anhaltspunkte zu den Ursachen von Unwissen und Wissenschaftsskepsis. Die Menschen verstehen oft nicht, was sich hinter Begriffen wie Nanotechnologie oder Brennstoffzellen verbirgt. Nur 13,8 % der EU-Bürger können mit dem Begriff Nanotechnologie etwas anfangen, (Westdeutsche 13,5 %, Ostdeutsche 14,4 %), bei Brennstoffzellen sind es 32,7 % (Ostdeutsche 35,2 %, Westdeutsche 32 %). Der Grund des Unwissens: Die meisten EU-Bürger fühlen sich trotz Medienflut noch immer zu schlecht informiert. vk

kessler@vdi.de

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