Bildung

Ideen, Rat und Lebenshilfe nach der Schulzeit

VDI nachrichten, Düsseldorf, 28. 5. 04 -Die Palette der Angebote ist zwar gar nicht so klein, doch ein gutes Beispiel für die Vorbereitung von Schülern auf die Zeit nach dem Abitur ist das Projekt „Brücke ins Studium“ am Städtischen Engelbert-von-Berg-Gymnasium in Wipperfürth (Bergisches Land). Eine Woche lang schnuppern Schüler Campus-Luft.

Was überschaubarer werden soll, droht diffuser zu werden was einfach strukturiert sein soll, ist komplexer geworden. Im Dickicht der neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master ist die Verunsicherung junger Menschen, was denn nun die richtige Studienwahl für sie ist, weiter gestiegen.
Wer die Schulabsolventen bei ihrer Entscheidungsfindung allein lässt, darf sich nicht wundern, wenn rund 15 % der Studienanfänger gleich zu Beginn das Fach wieder wechseln und jeder vierte Student ohne akademischen Abschluss bleibt. Gerade Deutschland, das mehr als die meisten anderen Länder von seinen Wissensressourcen lebt, kann sich einen solchen Aderlass nicht leisten. Das stark industriell geprägte Nordrhein-Westfalen hat mit dem Strukturwandel zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft besonders hart zu kämpfen. Vor diesem Hintergrund haben sich in NRW in den vergangenen Jahren Initiativen gebildet, die Schülern eine Informationsbrücke ins Studium bauen wollen. „Projekte wie das Alfred-Krupp-Schülerlabor der Universität Bochum, der Science Truck der RWTH Aachen oder das Projekt ,Roberta“, mit dem das Fraunhofer Institut für Autonome Intelligente Systeme bei Frauen und Mädchen Interesse für Informatik und Naturwissenschaften wecken will, zeigen das eindrucksvolle Spektrum an hervorragenden Angeboten, die es hier bereits gibt“, findet NRW-Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft (SPD).
Lobenswerte Ansätze, die sich jedoch häufig auf ausgewählte Gruppen konzentrieren oder ein bestimmtes Interesse, seien es Technik oder Naturwissenschaft, voraussetzen. Wer sich darüber hinaus allgemein oder vertiefender schlau machen will, könnte beispielsweise „genius“ in Anspruch nehmen, eine Studienberatung, in der Professoren über Studieninhalte, Hochschulorte, Finanzierungsmöglichkeiten und Arbeitsmarktchancen informieren. Dieser Service des Deutschen Hochschulverbandes aber blendet den Kontakt mit Gleichgesinnten aus und kostet zudem schlappe 350 €.
Es geht auch günstiger. Am Städtischen Engelbert-von-Berg-Gymnasium in Wipperfürth (Bergisches Land) fühlt man sich verantwortlich für das, was mit den Jugendlichen nach dem Abi geschieht. Für Schulleiterin Marga Radermacher ist es „eine Verpflichtung der Schule, die Schüler auf das Studium und den Beruf vorzubereiten“. Den beiden engagierten Lehrern Harry Cremer und Kerstin Peters war es ein Bedürfnis, ihren Schutzbefohlenen eine „Brücke ins Studium“ zu bauen, so der Name des schuleigenen Projektes. Die Schüler der Jahrgangsstufe 12 schlüpfen für eine Woche in die Studentenrolle, besuchen Vorlesungen, löchern Studierende und Dozenten mit Fragen zum Studium und erkunden, ob die Stadt ihrer Wahl auch die erhoffte Kneipen- und Kulturszene bietet. Nach sieben Tagen ziehen die Schüler ein Fazit und fragen sich: Was hat mir die Woche gebracht? Habe ich Ängste überwunden? Ist die Ausbildung die richtige? Sind die Hochschule bzw. das Fach das Richtige für mich?
In der Regel sind es Hochschulen aus der Umgebung, die sich der Wipperfürther Schüler annehmen. Schließlich erfordert das Projekt auch einen finanziellen Kraftaufwand und für Fahrten jenseits der NRW-Grenzen übernimmt die Stadt Wipperfürth, der Schulträger, keine Kosten mehr. So haben sich zehn Zwölftklässler in diesem Jahr entschieden, an der Fachhochschule Köln in den Fächern Informatik, Architektur, Fahrzeugtechnik und Sozialpädagogik zu schnuppern. Wer Verwandte oder Bekannte in Heidelberg, Leipzig, Karlsruhe oder München hat, spart Übernachtungskosten und nimmt die Mühen einer längeren Reise auf sich. Wie Julia Hartmann. „Es war mir schon seit Jahren klar, dass ich Medizin studieren will. An der Charité in Berlin haben mir Vorlesungen und Gespräche mit Studenten und Professoren die Angst vor den naturwissenschaftlichen Inhalten des Studiums genommen. Der Berufswunsch hat sich nach dem einwöchigen Aufenthalt auf jeden Fall verstärkt“, bilanziert die 18-Jährige.
Sebastian Grunwald hingegen ist noch unentschlossen. Einerseits fand er Gefallen an der Massenuniversität Köln mit ihrem Multi-Kulti-Flair, deren weit verzweigte Standorte die Fähigkeit zu selbstständiger Recherche fördern, andererseits liebäugelt der 18-Jährige mit einem Maschinbaustudium an der FH Köln, Campus Gummersbach. „Über die Schnuppertage habe ich auch dort noch Gelegenheit, Infos einzuholen.“ Ähnlich geht es Robert Stein. Wie seine gleich alten Mitschüler war er von der Atmosphäre an seinem Hochschulstandort begeistert. „Münster ist eine tolle Studentenstadt. Nur für ein Studium habe ich mich noch nicht definitiv entschieden.“ Aber egal, ob es Medizin, Mathematik, Physik oder Wirtschaftsingenieurwesen ist – der einwöchige Aufklärungstrip hat Stein gezeigt, „dass es schwer wird, aber durchaus zu schaffen ist“.W. SCHMITZ

Von Schmitz

Stellenangebote im Bereich Hardwarenahe Programmierung

MEMMINGER-IRO GmbH-Firmenlogo
MEMMINGER-IRO GmbH Ingenieur Software-Entwicklung (m/w/d) Dornstetten
congatec AG-Firmenlogo
congatec AG Hardware Engineer (m/w/d) Deggendorf
congatec AG-Firmenlogo
congatec AG Hardware Engineer (m/w/d) Deggendorf
MEKRA Lang GmbH & Co. KG-Firmenlogo
MEKRA Lang GmbH & Co. KG Hardwareentwickler (m/w/d) mit Schwerpunkt Bauteilverfügbarkeit Ergersheim
HENSOLDT Holding GmbH-Firmenlogo
HENSOLDT Holding GmbH FPGA Designer (m/w/d) Immenstaad am Bodensee
Vistec Electron Beam GmbH-Firmenlogo
Vistec Electron Beam GmbH Entwicklungsingenieur (m/w/d) Datenvorbereitung für Elektronenstrahl-Lithographieanlagen Jena
Diehl Defence GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Diehl Defence GmbH & Co. KG Verfahrensingenieur (m/w/d) für flexible robotergestützte Automatisierung Nonnweiler - Mariahütte/Maasberg
ALTEN GmbH-Firmenlogo
ALTEN GmbH Softwareentwickler (m/w/d) Embedded Systems Stuttgart
Zeiss Group-Firmenlogo
Zeiss Group Softwareentwickler FPGA(VHDL) und C++ (m/w/d) Oberkochen
SPINNER GmbH-Firmenlogo
SPINNER GmbH Entwicklungsingenieur (w/m) Schwerpunkt digitale Schaltungstechnik / hardwarenahe Softwareentwicklung Feldkirchen-Westerham

Alle Hardwarenahe Programmierung Jobs

Top 5 Weiterbildung