Bildung

Gute Bildung sichert Position in Schlüsseltechnologien

Mikrosystem- und Nanotechnik, Informationstechnik sowie Bio- und Medizintechnik sind nach Ansicht des VDE die Innovationsmotoren der kommenden Jahre. Deutschland könne hier eine führende Rolle spielen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Von Multimedia und Mobilfunk über intelligente Häuser bis hin zur Telemedizin – Innovationen, die in den kommenden Jahren enorme wirtschaftliche Bedeutung erlangen werden, präsentierte der VDE-Kongress 2002 in Dresden. Dort trafen sich mehr als 1500 Elektronik- und IT-Spezialisten, um interdisziplinär das Bild künftiger „NetWorlds“ zu entwerfen. Das Motto der Tagung, „Leben und Arbeiten in vernetzten Welten“, sei „nicht nur ein modisches Schlagwort“, unterstreicht Gerd Tenzer, VDE-Vorsitzender und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG: „Wir alle leben und arbeiten bereits in vernetzten Welten, regional und global, in Hochschule und Industrie, branchenübergreifend und interdisziplinär. Es gibt keine Ausnahmen, es gibt nur Unterschiede im Vernetzungsgrad.“
Zur Stärkung des Innovationsstandortes Deutschland fordert der VDE eine effektivere Forschungsförderung, eine bessere Vernetzung von Forschung und Unternehmen sowie eine sinnvolle Bildungspolitik. „Innovationsfähigkeit beginnt in den Köpfen“, betont Tenzer. Doch in den Labors und Entwicklungsabteilungen wird über Nachwuchsmangel geklagt: „Einer der großen Global Player in Sachen Export neuer Technologien, der über keine anderen Rohstoffe als Wissen, Erfahrung und Blaupausen verfügt, erlaubt sich ein Bildungssystem, das im internationalen Vergleich nur unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt! Es muss uns doch allen klar sein, dass ohne eine mathematisch-naturwissenschaftliche Spitzenausbildung der Standort Deutschland ernsthaft in Gefahr gerät.“
Jeder vierte auf der Welt produzierte Halbleiterchip werde heute in Deutschland eingesetzt, meint Tenzer. „Wir gelten völlig zu Recht als Meister der Integration über alle Branchen hinweg: Der Automobilbau, aber auch der Maschinenbau oder die Pharmabranche profitieren gleichermaßen von IT-Kompetenz und IT-Infrastruktur. Es ist Fakt, dass wir hier im weltweiten Vergleich höchst konkurrenzfähige Positionen einnehmen.“ Die VDE-Studie „Schlüsseltechnologien 2010“, in Dresden erstmals vorgestellt, sieht Mikrosystem- und Nanotechnik, Informationstechnik sowie Bio- und Medizintechnik als die Innovationsmotoren im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends. Und in all diesen Bereichen habe die Bundesrepublik im globalen Wettbewerb gute Chancen.
Der Raum Dresden z.?B. habe sich zu einem der größten Mikroelektronikstandorte Europas entwickelt. Dort sind nach VDE-Schätzungen 500 Firmen mit 20 000 Arbeitsplätzen im Elektronik-Umfeld tätig. Die ostdeutsche Elektroindustrie beschäftige insgesamt 70 000 Menschen. Ein Paradebeispiel für erfolgreiche Technologie- und Strukturförderung sei das 300-Millimeter-Wafer-Projekt: „Allein im Rahmen dieses Projekts“, so der VDE-Chef, „entstanden 11 000 hochwertige Arbeitsplätze.“
Noch sei die Bundesrepublik „Weltmarktführer beim Export technisch hochwertiger Produkte“, bekräftigt auch Ulrich Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG. Um diese Position zu halten, ist auch für ihn eine gründliche Reform des Bildungssystems erforderlich. Schumacher fordert die Ausweitung der technischen und naturwissenschaftlichen Ausbildung an den deutschen Schulen – sie müsse „auf das gleiche Niveau wie der Unterricht in Sprachen und Literatur“ gebracht werden.
Innovation sei für Infineon überlebenswichtig. „25 % unseres Umsatzes erzielen wir mit Produkten, die jünger als zwei Jahre sind“, berichtet der Vorstandschef. Eine kleine Gruppe von maximal 15 Forschern sichere mit ihren Ideen die Arbeitsplätze von mehr als 5000 Mitarbeitern. Um dieser Tatsache gerecht zu werden, sei es dringend notwendig, Rahmenbedingungen zu verändern. Schumacher: „In den Sozialsystemen müssen Anreize zur Eigenverantwortung größer werden. Die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes ist unabdingbar.“ Wobei für ihn Flexibilisierung nicht mit Einkommensverlusten gleichzusetzen sei. „Es gibt verheerende Anzeichen, dass die Politik in die falsche Richtung strebt“, mahnt Schumacher. „Wir brauchen dringend klare Signale, die zeigen, dass Deutschland ein bezahlbarer und zukunftsorientierter Standort ist und bleibt.“
ANKE MÜLLER

  • Anke Müller

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