Bildung

Goldsäckel, öffne dich für die Guten!

VDI nachrichten, Ellwangen, 4. 6. 04 -Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat 1,3 Mrd. €, die sie für Forschungsprojekte vergeben kann. Zahlreiche Programme der Gemeinschaft bieten für jede Phase einer wissenschaftlichen Karriere finanzielle Unterstützung. Es gibt aber natürlich auch viele private Institutionen, die dem wissenschaftlichen Nachwuchs unter die Arme greifen.

Marion Merklein ist erst 30 Jahre und bereits auf dem besten Weg, eine herausragende Wissenschaftlerin zu werden. Am 8. Juni wird Merklein der Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) feierlich überreicht. Marion Merklein hat Werkstoffwissenschaften studiert und 2001 promoviert. Die Wissenschaftlerin hat erstmals mikrostrukturelle Änderungen in der Werkstoffstruktur von Aluminiumlegierungen untersucht, die bei der für die Formgebung notwendigen Erhitzung auftreten. Dies ist für die Beurteilung des Verhaltens von metallischen Werkstoffen wichtig und birgt vor allem für die Fahrzeugindustrie großes Potenzial. 16 000 € erhält Merklein als Preisträgerin von der DFG. Neben ihr werden fünf weitere Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet und ebenfalls mit jeweils 16 000 € für herausragende Leistungen belohnt. Die Mittel für den Preis werden vom Bildungsministerium für Bildung und Forschung bereitgestellt.
Die Politik gibt das Geld für die Forschung, und die DFG in Bonn entscheidet, wohin es fließt. Die Forschungsgemeinschaft ist eine Institution mit rund 700 Mitarbeitern und einem Etat von 1,3 Mrd. € in diesem Jahr. Von den bewilligten Fördermitteln des Jahres 2002 entfielen auf die Geistes- und Sozialwissenschaften 15,8 %, auf die Biologie und Medizin 38,2 %, auf die Naturwissenschaften 24 % und auf die Ingenieurwissenschaften 22 %.
„Die prozentuale Verteilung der Forschungsgelder auf diese vier großen Wissenschaftsbereiche war in den vergangenen Jahren nahezu stabil“, erläutert Robert Kuhn, Finanzchef der DFG. Neuere Disziplinen wie die Genforschung würden nicht auf Kosten der Geisteswissenschaften gehen, wie man vermuten könnte, sondern zu Lasten der Ingenieurwissenschaften, verrät der DFG-Mann. „In den kommenden Jahren soll unser Etat jeweils um 3 % wachsen“, habe die Bundesregierung der DFG versprochen.
Über 90 % des 1,3 Mrd. €-Etats fließen in den Forschungsbereich deutscher Hochschulen. Eine davon ist die Fakultät für Informatik der Universität Ulm. „Wir erhalten 135 000 € im Zeitraum von zwei Jahren“, berichtet Prof. Susanne Biundo-Stephan, die in Ulm für das von der DFG geförderte Projekt zuständig ist.
Dabei geht es um die effektive Systemunterstützung bei der Konzeption, Planung und Durchführung komplexer Arbeits- und Organisationsprozesse. Mit dem Geld finanziert die Informatik-Professorin einen wissenschaftlichen Mitarbeiter sowie eine studentische Aushilfskraft.
Das Ulmer-Projekt läuft im DFG-Jargon unter dem Begriff Sachbeihilfen im Normalverfahren. Danach kann jeder Forscher mit einer abgeschlossenen wissenschaftlichen Ausbildung Anträge auf Finanzierung eines Forschungsvorhabens stellen. Im Jahr 2002 wurden 4626 Einzelmaßnahmen finanziert. Damit fließen in diesen Bereich mit weitem Abstand die meisten Gelder des DFG-Etats. „Doch der Bereich Nachwuchsförderung gewinnt immer mehr an Bedeutung“, so der Finanzchef der Forschungsgemeinschaft Robert Kuhn.
Ob Stipendien, das Emmy-Noether-Programm oder Graduiertenkollegs, die Liste der Nachwuchsförderung bietet für junge Forscher auf allen Stufen ihrer wissenschaftlichen Karriere finanzielle Unterstützung. Graduiertenkollegs sind befristete Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Danach erhalten Doktoranden die Möglichkeit, ihre Arbeit im Rahmen eines von mehreren Hochschullehrern getragenen Forschungsprogramms durchzuführen.
„Wir sind zwar der größte Drittmittelgeber für die Universitäten in Deutschland, ein Monopolist aber sind wir nicht“, schränkt Kuhn ein. Es gebe zahlreiche private Institutionen, in denen der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert wird, etwa in privaten Stiftungen wie der Thyssen- oder der Volkswagen-Stiftung.
Die VW-Stiftung ist nach eigenen Angaben die größte ihrer Art in Deutschland und verfolgt den Zweck der Förderung von Wissenschaft und Technik in Forschung und Lehre. Sie kann Mittel für alle wissenschaftlichen Bereiche vergeben, seien es Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Natur- und Ingenieurwissenschaften oder die Medizin. Die Stiftung verfügt zurzeit über ein Kapital von 2,1 Mrd. € und hat in den 40 Jahren ihres Bestehens rund 3 Mrd. € für nahezu 27 000 Projekte zur Verfügung gestellt. PETER ILG
www.dfg.de
www.fritz-thyssen-stiftung.de
www.volkswagen-stiftung.de

Von Peter Ilg

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