E-Learning

Gesucht: Der „Chief Learning Officer“  

Der Markt wächst, Profis aber sind rar. Mit einem neuen Masterstudiengang will die PH Heidelberg nun Spezialisten ausbilden, die E-Medien und netzbasierte Lernumgebungen konzipieren, produzieren und evaluieren können. VDI nachrichten, Hannover, 5. 3. 10, ws

Zukunft spielt sich an Schnittstellen ab. Zum Beispiel zwischen IT und Didaktik, jener Schnittstelle, an der die Pädagogische Hochschule Heidelberg (PHH) ihren neuen Master of Arts „E-Learning und Medienbildung“ angesiedelt hat.

„Mit diesem Studiengang reagieren wir auch auf die Nachfrage von Instituten, Verlagen oder Personalentwicklern“, berichtet Nicola Würffel, Professorin an der Fakultät für Mediendidaktik der PHH.

Denn das, was gemeinhin als E-Learning bezeichnet wird, gewinnt in Studium und Weiterbildung sukzessive Raum. Der virtuelle Campus oder die virtuelle Hochschule sind ebenso etabliert wie einzelne Online-Studiengänge oder digitale Studien-Elemente. Zumindest bei der Vermittlung von Faktenwissen und Tutorien sind die neuen Bildungsmedien als „geduldiges“ Lerninstrument einigermaßen populär.

Doch nicht nur Hochschulen bauen ihre elektronischen Lernplattformen kontinuierlich aus. Der digitale Trend hat auch die Aus- und Weiterbildung in den Unternehmen erfasst. Heute setzt die Mehrzahl der 500 deutschen Top-Unternehmen in der Personalentwicklung auf elektronische Bildungsmedien, wie eine Bitkom-Studie zeigt.

Der Gesamtumsatz für digitale Medien und Lernplattformen in Unternehmen lag 2008 bereits bei 237 Mio. €. Ein Jahr später stiegen die Zahlen erneut 63 % der wichtigsten Unternehmen wollen den digitalen Einsatz erweitern, viele möchten Lerninhalte selbst erstellen.

Doch sie scheitern oft schon am Checkpoint zwischen Fachwissen und IT. „Vielfach können die Beteiligten überhaupt nicht miteinander kommunizieren“, berichtet Würffel. Es fehlt an E-Tutoren oder E-Trainern, an Profis mit soliden didaktischen, technischen und kommunikativen Kompetenzen, die Bildungsmedien oder netzbasierte Lernsysteme gestalten können.

Der Heidelberger Studiengang muss der Komplexität dieser Aufgabe gerecht werden. „Wir erwarten deshalb einiges von unseren Master-Studierenden“, erläutert Nicola Würffel. „Zulassungsbedingung ist ein abgeschlossenes Studium, wenn möglich mit einem didaktisch-pädagogischen Schwerpunkt.“

Allerdings würden auch Bewerber wie Ingenieure oder Informatiker zugelassen, wenn sie im Auswahlgespräch ihr Interesse überzeugend verteidigen könnten. Vermittelt werden theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten beispielsweise in Mediendidaktik, -pädagogik, -forschung, -analyse, -ästhetik und -geschichte.

Die starke Projektorientierung soll den Transfer zwischen Theorie und Praxis schmieren und eine kritische Evaluation ermöglichen. Der Master-Abschluss kann in vier Semestern Vollzeitstudium oder sieben Semestern Teilzeitstudium mit virtuellen Lernelementen absolviert werden. Ein Semester kostet in Vollzeit 700 € Studiengebühren, in Teilzeit 450 €.

Auf die neuen Profis wartet ein Markt, der parallel zur E-Learning-Expansion auch neue Tätigkeitsbereiche generiert. Neben dem klassischen E-Didaktiker werden CLO (Chief Learning Officer) gesucht, Mediendesigner, Bildungsconceptioner, Bildungscontroller.

Die CeBIT 2010 wird die Palette noch erweitern. Hier werden die neuen E-Profis als Teil des „Change-Managements“ präsentiert. Und tatsächlich agieren CLO und andere als avantgardistische Weichensteller auf einem Markt, der mehr als Wissen vermittelt: Learning-Management-Systeme (LMS) beispielsweise können neben Wissensvermittlung auch Lernende zu „Learner Communities“ vernetzen, Kursteilnahme und -leistung effizient überprüfen und neuen Unternehmenszielen den Weg ebnen. Gut, wenn diese Möglichkeiten in professionellen Händen liegen. RUTH KUNTZ-BRUNNER

  • Ruth Kuntz-Brunner

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