Bildung

Fraunhofer IPSI hat ConWeaver für die semantische Suche entwickelt  

VDI nachrichten, Darmstadt, 17. 11. 06, pek – Das Know-how der Mitarbeiter über Produkte, technische Hintergründe, Kunden und den Markt ist der entscheidende Faktor für das Fortkommen eines jeden Unternehmens und sein Bestehen im Konkurrenzkampf. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass die Informationssuche effektiv funktioniert.

Die Lösung effektiver Informationssuche in Unternehmensnetzen lautet: semantische Technologien. Mit ihrer Hilfe kann eine allgemeine Suche in eine unternehmensspezifische umgewandelt werden. Außerdem können Ziele und Hintergründe in die Interaktion mit der Information eingebracht werden.

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) hat die Software ConWeaver entwickelt, mit der sich semantische Suchlösungen für Portale und Intranets aufbauen lassen. „Unternehmen wollen hochqualitatives Wissen automatisch aufbauen“, weiß Thomas Kamps, Leiter des Bereichs „Contec“ am Fraunhofer IPSI. Dabei ermöglichten die vom Institut entwickelten semantischen Suchlösungen sowohl eine quellenübergreifende Suche als auch einen automatischen Aufbau und eine automatische Aktualisierung des Wissensnetzes.

Im Unterschied zu einer Volltextsuchmaschine, wie etwa Google, ist eine semantische Suchlösung nicht auf den genauen Wortlaut einer Anfrage fixiert. Semantische Suchlösungen sind in der Lage, eine Bedeutungsähnlichkeit oder -gleichheit verschiedener Formulierungen zu erkennen.

Von einer relationalen Datenbank unterscheiden sich semantische Technologien dadurch, dass sie über höhere Abstraktions- und Übertragungsleistungen verfügen. Das Datenmodell eines semantischen Netzes unterliegt viel weniger technischen Einschränkungen, sondern richtet sich danach, welche Konstellationen und Zusammenhänge in dem beschriebenen Ausschnitt der Welt vorkommen. Semantische Netze können automatische Schlussfolgerungen aus dem vorgegebenen Wissen ziehen.

Kern der Suchlösungen, die die Software ConWeaver ermöglicht, ist ein automatisiert erstelltes Wissensnetz, das als globaler semantischer Suchindex über alle angeschlossenen Datenquellen dient. Dieses Wissensnetz umfasst drei logische Schichten. Im Kern besteht es aus einem Konzeptnetz zu einem bestimmten Wissensgebiet. Dieses Konzeptnetz wird durch eine zweite Schicht mit individuellen Ausprägungen der Konzepte und konkreten Faktendaten erweitert. Als dritte Schicht kommt ein Themennetz hinzu, das Themenvokabular mit seinen sprachlichen und inhaltlichen Zusammenhängen und Strukturen verzeichnet.

Den Fraunhofer Forschern geht es hauptsächlich um den automatischen Aufbau semantischer Netze für große und mittelständische Unternehmen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der gegenwärtigen Forschung des Fraunhofer IPSI liegt darauf, die Kombination verschiedener Analyseverfahren zu optimieren. Dabei geht es um linguistische und statistische Methoden. „Das Zusammenspiel dieser Methoden haben wir bereits erforscht. Eine Standardisierung zu erreichen, war das Ziel“, erläutert Thomas Kamps. Dadurch habe man eine enorme Steigerung der Produktivität im Aufbau der Wissensnetze erreicht. Als Folge davon ergeben sich schnellere Projektrealisierungen und Kostenvorteile für Kunden.

Zukünftige Herausforderungen liegen für das Fraunhofer IPSI zum einen darin, interne Informationen der Unternehmen mit externen zusammenzubringen. Weiterhin soll es darum gehen, vertikale Suchmaschinen für das Internet zu entwickeln.

Kamps hält die Forschung zum Thema semantische Technologien für ausgesprochen zukunftsträchtig. „Die Zukunftsaussichten für unseren Forschungsbereich sind so gut, dass wir demnächst eine Firma ausgründen werden“, berichtet er. „Wir wollen uns jetzt praktischen Herausforderungen stellen. In der Wissenschaft haben wir uns schon genug Lorbeeren verdient“, so Kamps. ANNETTE WEINGÄRTNER

 

Von Annette Weingärtner

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