Bildung

Deutschland, schlechtes Computer-Lern-Land

Eine hervorragende Telekommunikationsinfrastruktur, aber die Ausstattung mit PC und Internetzugang im Bildungswesen ist schlecht. Außerdem müssen Gesundheitssystem und öffentliche Verwaltung modernisiert werden. Das bescheinigt die neueste Studie der Bitkom der deutschen Informationsgesellschaft.

Die gute Nachricht zuerst: Deutschland hat laut der internationalen Bitkom-Studie weltweit mit die leistungsfähigste Netz-
infrastruktur. Ende 2002 wurden 25 Mio. ISDN-Kanäle, 3,2 Mio. DSL-Anschlüsse und rund 59 Mio. Mobilfunkteilnehmer gezählt. In diesem Jahr werden 50 % der Deutschen das Internet nutzen. Die Zahl der DSL-Anschlüsse wird sich bis zum Jahr 2005 verdoppeln.
Die schlechte Nachricht: Zwar verfügt jeder zweite deutsche Haushalt über einen eigenen Rechner. An deutschen Schulen dagegen ist die Lage mies. Von einem Armutszeugnis ist bei dem Branchenverband die Rede: In deutschen Sekundarschulen kommt auf 14 Schüler ein PC, 25 Schüler mussten sich gar einen Internetanschluss teilen.
Damit liegt Deutschland auf den letzten Rängen, gemeinsam mit Portugal und Griechenland. Die Studie verdeutlicht, dass die skandinavischen Länder und der angelsächsische Raum am besten mit stationärem Internet auf PC-Basis ausgestattet sind.
„In zehn bis 15 Jahren werden diese Länder Top-Informatiker hervorbringen“, prognostiziert Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Deutschland werde in diesem Bereich wohl auch längerfristig nicht aufschließen können.
Bei den Kabelnetzen sind die Vereinigten Staaten und europäische Nationen wie die Niederlande, Belgien oder Österreich führend. Jeder zehnte US-Haushalt nutzt das TV-Kabelnetz, um ins Netz zu gehen. In Deutschland liegt diese Art des Anschlusses nur bei 0,2 %. In keinem anderen Bereich hinke Deutschland seinen Wettbewerbern so hinterher wie bei der Ausstattung mit Kabelmodems, so das Resümee. Das liege vor allem an der geringen Leistungsfähigkeit deutscher Kabelnetze, denen für Daten- und Multimediaanwendungen die Rückkanalfähigkeit und die Bandbreite fehlt.
Ein schlechtes Zeugnis attestieren die Bitkom-Experten auch dem Gesundheitswesen. Hier rangiert Deutschland auf dem letzten Platz in Europa. Während in Großbritannien, Schweden und Finnland fast jede Arztpraxis einen Zugang zum Web hat, arbeiten hierzulande immer noch 55 % der Allgemeinmediziner offline. Lediglich 6 % nutzen das Netz, um Patientendaten auszutauschen.
Ein weit besseres Bild ergibt sich beim elektronischen Handel. Deutsche Verbraucher und Unternehmen gehören zu den Vorreitern im elektronischen Geschäftsverkehr: 87,8 Mrd. € wurden letztes Jahr über das Internet abgesetzt. Der Anteil Deutschlands beim E-Commerce liegt bei 28 % in Westeuropa. „Hier sind wir besser als unser Ruf und haben durchaus eine Vorreiterfunktion“, meint Rohleder
Fazit der Bitkom-Studie: Investitionen in Informations- und Kommunikationssystemen tragen inzwischen erheblich zum Wirtschaftswachstum der meisten Länder bei. So waren durchschnittlich 0,9 Prozentpunkte des amerikanischen Wachstums Investitionen in die IT und Telekommunikation zuzurechnen. Deutschland liegt mit 0,4 Prozentpunkten auf einem Niveau, das die USA bereits Anfang der 80er Jahre erreichten. Aus den neuen Technologien ließe sich viel mehr herausholen. Deutschland müsse sie noch stärker nutzen – in allen Bereichen. EVDOXIA TSAKIRIDOU
www.bitkom.org

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