Bildung

CDU für systematische Eliteförderung  

Tests bei der Einschulung, um Hochbegabte zu erkennen, und weitere Förderung der Veranlagungen, damit Innovationen auch in Produkten „made in Germany“ und nicht nur in ausländischen Patentanmeldungen verwirklicht werden.

Es scheint in Deutschland modern geworden zu sein, sich von sogenannten „Lebenslügen“ zu verabschieden.

Eine Lebenslüge der Wissenschafts- und Bildungspolitik ist definitiv die Vorstellung, dass alle gleich sind und alle gleich behandelt werden müssen. Gott sei Dank bekennen wir uns wieder zu Eliten.

Deutschlands Entwicklung hängt entscheidend vom Engagement und von der Innovationskraft der hochbegabten jungen Menschen ab. Sie bilden die Leistungs- und Verantwortungseliten von morgen. Wir brauchen akademische Einrichtungen, aus denen selbstverständlich Leistungs- und Verantwortungseliten in Wirtschaft, Wissenschaft, Staat, Verwaltung und Kultur rekrutiert werden.

Zu den Eliten gehören Menschen, denen die Möglichkeit gegeben wurde zu lernen, ihre Persönlichkeit zu bilden und diese Chance auch genutzt haben. Es sind Menschen, die ihre Talente und Begabungen in das Erreichen von eigenen aber auch gesamtgesellschaftlichen Zielen eingesetzt haben.

Elite ist unabhängig von Geburt und Herkunft. Ludwig Marcuse hat dazu sehr treffend formuliert: „Es ist immer die Leistung, die bestimmt, wer zur Elite zählt.“ Elite ist daher unter Wahrung der Chancengerechtigkeit zu realisieren. Jeder Mensch muss eine seinen Talenten und Begabungen entsprechende Förderung genießen können. In diesem Sinne darf die Förderung von Hochbegabten nicht als weniger wichtig erachtet werden als die Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher.

Hochbegabtenförderung beginnt in der Schule. Potenziale müssen schon in der frühen Kindheit erkannt sowie akzeptiert und anerkannt werden. Die unnötige Stigmatisierung von überdurchschnittlichen Schülern als „Streber“ muss der Vergangenheit angehören. Eltern, Vorschulpädagogen und Lehrer sind nicht immer in der Lage, Hochbegabte zu identifizieren.

Ein Entwicklungs- und Leistungstest vor der Einschulung wäre ein vernünftiges Instrument, um solche Hoch- und Sonderbegabungen genauso wie Lernschwächen zu identifizieren. Dies ist der Grundbaustein für eine kontinuierliche und effiziente Förderung von Hochbegabten.

Zu viele Talente sind in der Vergangenheit unerkannt geblieben. Albert Einstein bildete da wohl eine rühmliche Ausnahme, wo ihm einer seiner Lehrer doch gesagt haben soll, „es werde nie in seinem Leben etwas Rechtes aus ihm werden“.

Der Identifizierung von Hochbegabten schließt sich unmittelbar ihre gezielte und individuelle Förderung an. Wir müssen 5 % bis 10 % eines Altersjahrgangs mit entsprechenden Lehrangeboten versorgen.

Sachsen und Hessen setzen mit ihren Landesgymnasien für Begabte St. Afra und Schloss Hansenberg deutliche Zeichen. Auch die Einrichtung von Sommerakademien ist ein wichtiger Beitrag, um für hochbegabte Kinder anregende Lernumfelder zu schaffen.

„Kinder sind keine Fässer, die gefüllt werden, sondern Feuer, die entfacht werden wollen“, schrieb Montaigne. Dieser Verantwortung müssen wir gerecht werden. Wir müssen insbesondere die Lehrer besser auf diese Verantwortung vorbereiten. Neben der fachlichen Brillanz müssen Lehrer die nötige Kompetenz im Umgang mit hochbegabten Kindern und Jugendlichen erlangen.

Auch in der akademischen Welt fehlt es an systematischer Eliteförderung. Hochbegabte Menschen wenden sich Ländern und ihren Bildungssystemen zu, die der Identifikation und Förderung von Eliten einen hohen Stellenwert zuordnen. Dort erfahren sie neben einer exzellenten Ausbildung vor allem auch Anerkennung.

Dabei werden die Stärken des deutschen Bildungssystems verkannt. Wir haben eine bemerkens- und lobenswerte Breite in der deutschen Universitätslandschaft, diese gilt es mit der Zunahme an Studierenden zu erhalten.

Die neue Bundesregierung hat es mit der Exzellenzinitiative aber auch geschafft, in der Hochschulpolitik die Förderung der Spitze besonders hervorzuheben.

Wenn es gelingt, die Qualität der gesamten akademischen Ausbildung weiter zu erhöhen und mit einzelnen Universitäten in die Weltspitze vorzudringen, dann haben wir bewiesen, dass Spitzenförderung und Breitenförderung zwei Seiten derselben Medaille sind.

Wer Spitze fördert schafft Anreize, bereits vorhandene finanzielle Ressourcen auch in der Breite geschickter einzusetzen. Der aus der Exzellenzinitiative entstandene Wettbewerb zwischen den Hochschulen, das mediale Interesse sowie das neue Anspruchsdenken Beiträge zahlender Studenten hat, neben dem Erhellen dreier Leuchttürme, die Hochschulen veranlasst, vernünftige Profile und Strategien zu entwickeln.

Die unionsgeführten Länder Baden-Württemberg und Bayern haben bewiesen, dass Exzellenz das Ergebnis langjähriger kontinuierlicher Förderung durch die Politik, aber auch einer klugen Leitung und Strategie der Hochschulen selbst ist.

Eines der Hauptmerkmale der neuen Wege ist die Forderung der Universitäten, sich ihre Studenten selbst aussuchen zu dürfen. Unabhängige Auswahlmöglichkeiten sind absolut notwendig. Studienplatzzuteilungen nach Wartesemestern erscheinen in dieser Debatte weltfremd.

Auswahlgespräche belegen zudem die Bereitschaft der Hochschulen, mit den Studierenden in einen Dialog zu treten.

Die Hochschulen realisieren, dass neben der bloßen Erlangung der fachlichen Exzellenz, die Förderung von politischen, sozialen und moralischen Werten zu wahren Eliten führt. Sie ist für Eliten eine völlig unabdingbare Bedingung.

Einen wichtigen Beitrag in der Vermittlung dieser Werte übernehmen in Deutschland die elf Begabtenförderungswerke. Sie bieten dabei neben der rein finanziellen Förderung von Studium und Promotion ein vielfältiges Bildungsprogramm an, das zur Auseinandersetzung mit wichtigen, aktuellen und gesellschaftspolitischen Thematiken anspornt.

Elite zeichnet sich nicht nur durch einen hohen Grad an fachlicher Spezialisiertheit aus, sondern auch durch Verantwortungsbewusstsein für unser Gemeinwohl. Die Bundesregierung stockt daher die Hochbegabtenförderung um 25% auf.

Die bisherigen mangelnden Angebote an Begabten- und Eliteförderung haben zum Auswandern des talentiertesten Nachwuchses geführt. Die traditionsreiche deutsche Ingenieurskunst mündet nicht mehr automatisch in das Prädikat „made in Germany“, sondern fruchtet zunehmend in amerikanischen Patenten.

Kaum einer der deutschen Physik- nobelpreisträger forscht noch in Deutschland.

Dies sind nur zwei Beispiele, doch diese Entwicklung müssen wir mit aller Kraft umkehren.

Ein erster Anfang ist gemacht. Wir haben die Bedeutung von guter und exzellenter Bildung erkannt, wir sind bereit, uns dafür langfristig einzusetzen.

Wir sind uns bewusst, dass Ergebnisse nicht von heute auf morgen zu erkennen sein werden. Jedoch ist der Weg alternativlos.

Benjamin Franklin behält recht, als er sagte: „Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“ Zinsen in Wissen, Zinsen in Kultur, Zinsen in Wohlstand.

KATHERINA REICHE

Von Katherina Reiche

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