Hochschule

Wo der Speck fürs Studium hängt

VDI nachrichten, Bonn, 18. 2. 05 –
Studiengebühren auch für das Erststudium dürften ab Wintersemester dieses Jahres in einigen Bundesländern fällig werden. In loser Folge stellen die VDI nachrichten Möglichkeiten vor, wie man als Studentin oder Student an Fördertöpfe kommen kann und was man beachten muss, wenn man nebenbei jobben will.
Die erste Adresse sind nach deutschem Recht die Eltern. Je nach dem Elterneinkommen können bedürftige Studierende hierzulande Bafög beantragen, in der Spitze bis zu 550 € im Monat.
Doch Achtung: Diese Sozialleistungen sind nur zur einen Hälfte ein Geschenk von Vater Staat, die andere Hälfte ist ein Kredit, der später im Berufsleben getilgt werden muss. Außerdem ist Bafög eigentlich nur für das Dach über dem Kopf und Essen und Trinken vorgesehen und nicht etwa für Studiengebühren. „Der Bund lehnt diese Gebühren ja ab und will sie auch nicht auf Umwegen unionsregierten Ländern in die Tasche stecken“, heißt es mit aller Klarheit im Bildungsministerium.
Auch die Stipendien der elf öffentlichen Begabtenförderungswerke, die ebenfalls weitgehend vom Bund leben, sind in erster Linie für den Lebensunterhalt gedacht. Zu den Gebern zählen etwa die Studienstiftung des deutschen Volkes und die Stiftungen der im Bundestag vertretenen Parteien. Die Stipendienhöhe richtet sich allemal im wesentlichen nach den Bafög-Maßstäben – mit dem Unterschied, dass kein Cent zurückbezahlt werden muss.
Wer hier in die engere Wahl kommen will, sollte sich zunächst an die jeweiligen Vertrauenslehrer in der Schule oder die Vertrauensdozenten an den Hochschulen wenden. Allerdings ohne zu große Erwartungen: Die Förderwerke vergeben im Jahr insgesamt kaum mehr als 15 000 Stipendien, bei weit mehr als zehn Mal so vielen Studenten.
Aber auch wer nicht als Ausnahmebegabung erkannt wird, kann Stipendiat werden, also ein Studiengehalt beziehen. Die elektronische Stipendiendatenbank von e-fellows weist allein für Ingenieurwissenschaften 350 Einträge auf, für Maschinenbauer 210 und speziell für Fachhochschüler dieser Richtung 140. Also nur Mut und ran an den Speck!
Das Studium ist eine Investition in die persönliche Zukunft, sagt die Politik. Und das klassische Finanzierungsinstrument jedes Investors ist das Darlehen. Wer schon im Hauptstudium ist und sich voll auf den Abschluss konzentrieren will, kann schon seit 2001 einen staatlichen „Bildungskredit“ von insgesamt bis zu 7200 € erhalten. Ein Rechtsanspruch besteht allerdings nicht. Die Rückzahlung beginnt mit der Berufstätigkeit.
Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) will ab dem Wintersemester 2005/6 jedem Studenten, ob von Hause aus reich oder arm, ob Gebührenzahler oder nicht, einen zinsgünstigen „Studienkredit“ anbieten. Nach einer Modellrechnung der KfW nimmt Gert, der Bauingenieur (FH) werden will, einen Monatskredit von 650 € auf. Das ist mehr als der Bafög-Höchstsatz nebst den geplanten Studiengebühren. Nach acht Semestern hat der fertige Dipl.-Ing. 31 200 € Schulden. Um sie in 15 Jahren abzutragen, muss Gert monatlich 248 € aus seinem Arbeitseinkommen zahlen, bei 25 Jahren nur 184 €. H. HORSTKOTTE

Von H. Horstkotte

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