Hochschule

„Wilhelm Büchner Hochschule steht für Innovationskraft“

Weiterbildung ist für Ingenieure ein Muss, wenn sie ihren Marktwert heben wollen. Die Wilhelm Büchner Hochschule hat sich mit ihren Fernstudiengängen auf die Bildungsbedürfnisse von Technikexperten spezialisiert. Kanzler Thomas Kirchenkamp erläutert, wie sich die Hochschule auch künftig auf dem sich ausbreitenden Weiterbildungsmarkt behaupten will.

VDI nachrichten: Prof. Kirchenkamp, Sie bieten an der Wilhelm Büchner Hochschule ausschließlich technikrelevante Studiengänge an. Andere Hochschulen verknüpfen technische Module etwa mit geisteswissenschaftlichen. Schwimmen Sie da nicht gegen den Strom?

Kirchenkamp: In allen Studiengängen bündeln wir technische und nicht-technische Disziplinen. Da die interdisziplinären Aspekte für die Berufspraxis extrem wichtig sind, priorisieren wir diese gegenüber geisteswissenschaftlichen Modulen. Wir erweitern das Angebot mehr und mehr auch um interdisziplinäre Studiengänge. Beispiele sind das Wirtschaftsingenieurwesen und das Technologiemanagement sowie technikaffine Bereiche wie die Energiewirtschaft. Außerdem werden in künftigen Studiengängen Module zur Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit eine größere Rolle spielen.

Über ein Fernstudium Führungskräfte ausbilden zu wollen – ist dieser Anspruch nicht vermessen?

In allen unseren Studiengängen lehren wir in Modulen wie BWL, Führung, Kommunikation und Sprachen bzw. interkulturelle Kompetenz die Techniken und Instrumente professioneller Führung. Das theoretische Führungswissen aus den schriftlichen Studienunterlagen wird ergänzt durch simulierte Führungsszenarien in Gruppenarbeiten oder Führungstraining in Präsenzseminaren. Der Online-Campus StudyOnline gibt die Möglichkeit zum intensiven Austausch zu Führungsfragen. Durch Einsendeaufgaben, eine Projektarbeit und die berufspraktische Phase erfolgt die Anwendung des Gelernten auf praktische Sachverhalte. Die Abschlussarbeit, in der Regel in einem Unternehmen, unterstützt den Transfer in den Berufsalltag.

Berufstätigen Ingenieuren stellen sich andere Anforderungen als „normalen“ Studenten. Nimmt die Wilhelm Büchner Hochschule darauf Rücksicht?

Die Wilhelm Büchner Hochschule richtet ihre gesamte Organisation auf die Situation berufstätiger Studierender aus. So ist das Studieren im eigenen Tempo möglich, es gibt regelmäßig wiederholende Präsenzveranstaltungen und Prüfungstermine sowie Fachtutoren, die schnelles Feedback zu individuellen Lernfortschritten geben. Studieren ist abends und an Wochenenden möglich. Mit den Masterstudiengängen und den kürzeren akademischen Weiterbildungslehrgängen richten wir uns auch nach den fachlichen Weiterbildungsanforderungen berufstätiger Ingenieure.

Ist die Hochschule der Zukunft eine virtuelle Ausbildungsstätte mit einem fachlich begrenzten Angebot?

Die Hochschulen werden auch in Zukunft keine rein virtuellen Ausbildungsstätten sein. Wir wissen aus Erfahrung, dass sich sogar eine technisch orientierte Studentenschaft explizit schriftliche Studienunterlagen wünscht. Trotz Social Networking und Virtualität wird der Fokus auch künftig auf dem Lernen und der Fachdiskussion bleiben. Die fortschreitende Vernetzung der Berufswelt wird allerdings immer mehr zu interdisziplinären Angeboten führen.

Der Fachkräftemangel wird sich verschärfen. Was können Hochschulen wie die Wilhelm Büchner Hochschule bewirken, um diesen Missstand zu beheben?

Unternehmen haben erkannt, dass die Förderung von Schulabgängern nicht ausreichen wird, sondern auch das vorhandene Personal berufsbegleitend weitergebildet werden muss. Der Übergang vom nicht-akademischen in den akademischen Bereich, wie er Technikern, Meistern, Fachwirten und beruflich Qualifizierten unter Anerkennung adäquater Vorleistungen möglich ist, ist ein Schritt gegen den Fachkräftemangel.

Ein Hebel wäre sicherlich, Frauen zum Ingenieurstudium zu bewegen. Sind auch die Hochschulen gefordert oder ist das Angelegenheit von Eltern und Schule?

Auch Hochschulen sind gefordert. Zum einen, indem sie Frauen familien- und berufsfreundliche Studienbedingungen bieten. Frauen suchen technische Studienprogramme, die ihren Softskills in besonderer Weise Rechnung tragen. In dem interdisziplinär ausgerichteten Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Logistik haben wir einen Frauenanteil von fast 30 %. Auch künftige technikaffine Angebote, wie in Energiewirtschaft, werden für Frauen attraktiv sein.

Wilhelm Büchner war als Unternehmer, Forscher und Politiker ein sozial engagierter Mensch. Was ist an Ihrer Hochschule vom Geist Büchners geblieben?

Der Name „Wilhelm Büchner Hochschule“ verdeutlicht unseren wissenschaftlich-technischen Hintergrund sowie die Verwurzelung der Hochschule in Pfungstadt bei Darmstadt. Wilhelm Büchner strebte als Wissenschaftler, Industrieller und Bildungspolitiker stets nach neuen Erkenntnissen und setzte sie mit großem Erfolg um. Der Name bringt unsere Innovationskraft zum Ausdruck. Wir zeigen mit ihm aber auch, dass Aufstieg durch Bildung möglich ist. WOLFGANG SCHMITZ

Von Wolfgang Schmitz

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