Design

Wie sich Funktion mit Ästhetik verbindet

VDI nachrichten, Giesen, 26. 3. 04 -Produkte mit gutem Design besitzen eine hohe Funktionalität und bereiten Freude bei der Benutzung. Die jetzt vom iF International Forum Design in Hannover ausgezeichneten Produkte beweisen dies. Ein spezieller Wettbewerb für Studenten zeigt außerdem das hohe Niveau der Design-Ausbildung.

Design ist die Kunst, Funktion mit Ästhetik zu verbinden. Das gilt zunehmend auch für die Investitionsgüterindustrie. Immer häufiger wird bei der Gestaltung auch dieser Produkte ein Designer hinzugezogen. Wie stark sich Design als Differenzierungsmerkmal durchsetzt, zeigt auch in diesem Jahr wieder das große Interesse am iF product design award, den das International Forum Design, Hannover, ausrichtet. Allein beim diesjährigen Wettbewerb bewarben sich Unternehmen und Designer mit knapp 1500 Produkten aus 32 Ländern um das iF-Label in Gold oder Silber.
Die Jury bestätigte allen ausgezeichneten Produkten eine wohl durchdachte Verbindung von Design und technischer Innovation. „Der größte Sprung ist derzeit im Investitionsgüterbereich festzustellen, in dem selbst ein im Keller eingesetzter Lichtschalter mit einer interessanten Designlösung auffiel“, so Jurymitglied Martin Topel, Square One, Düsseldorf. Darüber hinaus wurden neue Materialien u. a. im Sportschuh- und Fahrradbereich hervorgehoben, deren Einsatz auch bei weiteren Anwendungen wünschenswert wäre. „Besondere Highlights sind Produkte, bei denen moderne Materialien zur wirklichen Funktionsinnovation in bester Industriedesign-Tradition führen“, meinte Jurymitglied Torsten Fritze, Studio&Partners, Mailand, auf der Computermesse in Hannover.
Auf der CeBIT wurden schließlich die Gold- und Silver-Awards für besonders herausragende Designleistungen verliehen. Diesen Produkten kann man den zunehmenden Einfluss des Designers im Entwicklungsprozess anmerken, so der Tenor der Experten. In der Disziplin „Product Design“, zu dem auch die Kategorie Industrie gehört, wurden insgesamt 401 Produkte prämiert. Allerdings gab es unter den diesjährigen Preisträgern der Disziplin „Industrie“ kein „Gold“, jedoch erhielten vier Produkte einen Silber-Award:
Das Befehlsgerät Quartex R mit bunten Farbringen, die die formale Eigenständigkeit unterstützen und zugleich der Bedienführung dienen, von der Georg Schlegel GmbH & Co. KG, die modular aufgebauten Seitenkanalverdichter ESD 260 und ESD 260S der Karl W. Müller GmbH mit kompakter und funktionsbezogener Bauform sowie ein manuell betätigtes Ventil, der Steuerschieber VHER, der Festo AG & Co. KG. Hierbei wurde viel Wert auf die Formgebung des Hebels gelegt. Auf die ergonomischen Erfordernisse abgestimmt, ist er gut zu umfassen und dann zu drehen. Auch höhere Kräfte können somit einfach überwunden werden.
Preise gab es außerdem für einen pneumatischen kolbenstangenlosen Antrieb, einen pneumatischen Normzylinder und einen pneumatischen Hub-Schwenkspanner von Festo. Auch die Siemens AG konnte gleich mit mehreren Auszeichnungen nach Hause fahren: Für ein modulares Schwerlastfördersystem (Siemens Dematic AG), ein Antriebssystem, ein Basismodul, eine Maschinensteuertafel, einen Frequenzumrichter, ein Auswertegerät und einen Gaschromatographen.
Ein Blick auf die ausgezeichneten Produkte zeigt, wie umfassend sich der Design-Gedanke mittlerweile in alle Branchen hinein durchgesetzt hat. Und die Zukunft hat schon begonnen. Die rege Teilnahme von Design-Studenten am „iF design award Conzepts – for students only“, der in diesem Jahr zum dritten Mal ausgeschrieben wurde, beweist dies.
Unter den 308 eingereichten Arbeiten, von denen 192 aus dem Ausland kamen, fanden sich verblüffend praktische Ideen zu neuen möglichen Produkten. Dazu gehört etwa die Konzeption und Gestaltung einer Komposttonne, in der man mit wenigen Handgriffen eine Kompostkultur in Bewegung halten kann oder der Koffer eines Notarztes, der sich ohne Probleme zu einer Ultraschallworkstation umwandeln lässt.
Auch Entwürfe für Fahrräder mit Hilfsantrieb, Klapproller, Handys und Consumer Electronic belegten das professionelle Niveau der Arbeiten. „Wenn alle Studenten ihrer Profession und der Liebe zum Design treu bleiben, muss man sich keine Sorgen machen, dass die Qualität von Industrieprodukten in den nächsten Jahren nachlassen könnte“, so Jurymitglied Professor Achim Heine. ANGELA SCHINDLER
www.ifdesign.de

Von Angela Schindler

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