Hochschule

„Weichenstellung im Studium verbessert die Berufschancen“

Ingenieurstudenten und Studienwillige stehen häufig vor einem Berg von Fragen und Problemen. Der VDI will und kann helfen. Im Vorfeld der Telefonaktion der VDI nachrichten, auf der Ina Kayser und Rainer Benien sich am 18. April Studienfragen stellen, äußern sich die VDI-Experten zu grundsätzlichen Studienfragen.

Die Zahl übermäßig gestresster Studenten steigt. Schuld sind zunehmender Prüfungsdruck und Zukunftsangst.

Die Zahl übermäßig gestresster Studenten steigt. Schuld sind zunehmender Prüfungsdruck und Zukunftsangst.

Foto: dpa Themendienst

VDI nachrichten: Ist die Studienstufung mit Bachelor und Master für die Studenten immer noch eine Wundertüte? Wissen Sie, mit welchem Abschluss sie welche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben?

Benien: Naturgemäß fällt es Studierenden der ersten Semester schwer, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt abzuschätzen. In den ersten Semestern ist es wichtig, dass die Studierenden eine Bindung zur Fachdisziplin aufbauen können. Wer während des Studiums eine Berufsorientierung in der jeweiligen Fachdisziplin erfährt, kann die Chancen auf dem Arbeitsmarkt gut abschätzen. Wenn dies nicht geschieht, sind die Absolventen oft verunsichert. Unabhängig davon, ob sie den akademischen Grad Bachelor oder Master erworben haben.

Ist das Bachelorstudium ausreichender Türöffner in die Unternehmen?

Kayser: Gerade ein Bachelorabschluss, in dem breites ingenieurwissenschaftliches Basiswissen vermittelt wird, ist eine gute Voraussetzung, um sich zu Beginn der Karriere Flexibilität und die Möglichkeit zur Weiterqualifizierung zu erhalten. Durch diese grundlegende Ausbildung sind im späteren Berufsleben spezialisierende Weiterbildungen möglich, die – an den Erfordernissen des Arbeitgebers oder einer Branche orientiert – einen individuellen Karriereweg ermöglichen. Diese Flexibilität ist es auch, die Bachelorabsolventen auf dem Arbeitsmarkt zu gern gesehenen Kandidaten macht. Durch die kürzere Studiendauer können sich Bachelorabsolventen in Unternehmen praxisorientiert weiterqualifizieren oder nach einigen Jahren der beruflichen Praxis ein vertiefendes Masterstudium anschließen.

Die Studienberatungen beklagen die steigende Zahl gestresster Studenten. Studien bestätigen den Trend. Was sind die Stressauslöser?

Benien: Die Curricula der Bachelor- und Masterstudiengänge weisen eine große Prüfungsdichte auf. Obwohl die Studiendauer bei der Personalauswahl eine untergeordnete Rolle spielt, wird oft propagiert, in der Regelstudienzeit bleiben zu müssen, um später eine adäquate Anstellung zu erhalten. Die hohe Prüfungsdichte und die Zukunftsangst führen zum Prüfungsstress. Die wenigen Freiräume können selten zur Erholung genutzt werden. Sie müssen häufig für die Studienfinanzierung in Anspruch genommen werden.

Welche Fragestellungen beschäftigen Ingenieurstudierende derzeit vor allem?

Benien: Viele Ratsuchende benötigen Unterstützung bei Studiengangsuche und Studienfinanzierung. Ebenso sind Studiengang- und Hochschulwechsel aktuelle Themen der Beratung. Unklarheit unter den Absolventen herrscht hinsichtlich der Berufsbezeichnung. Viele wissen nicht, ob sie sich mit ihrem Abschluss Ingenieur nennen können und wo sie die Informationen erhalten.

Welche Bereiche decken Sie mit der Beratung ab,?

Benien: Der VDI bietet allgemeine und hochschulunabhängige Beratung an. Gemeinsam mit Ratsuchenden werden Fragen zu Studium und Studienaufnahme behandelt, zudem informieren wir über geeignete Anlaufstellen an Hochschulen.

Wo können sich Ingenieurstudenten an Sie wenden, wie sind Sie erreichbar? Und für wen?

Benien: Studierende und Studieninteressierte können uns am VDI-Stand auf der Hannover Messe, auf Studieninformationsmessen und an Hochschultagen antreffen. Bei der telefonischen und der Kontaktaufnahme via E-Mail wird zeitnah ein Beratungstermin vereinbart. Wir bereiten uns detailliert auf die individuelle Beratung vor. Im Dialog werden Ziele für die weitere Planung entwickelt. Damit die Beratung nachhaltigen Nutzen erzielt, stehen wir nach der Erstberatung für weitere Beratungstermine zur Verfügung – nicht nur für VDI-Mitglieder. ws

Von Wolfgang Schmitz

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