Nachwuchsförderung

„Von Technikfrust spüren wir nichts“  

Die „GaraGe“, ein in Leipzig ansässiges Technologiezentrum, begeistert jährlich über 65 000 Kinder und Jugendliche aller Altersklassen und Bildungsprofile. Die Geschäftsführerin der GaraGe Dr. Angelika Träger-Nestler spürt seit der Gründung im Jahr 2001 nichts von Technikfrust: „Was jedoch besonders Mädchen fehlt, ist der Zugang zu Technik und zu technischen Berufen und genau hier unterstützen wir Mädchen wie Jungen gezielt.“ VDI nachrichten, Düsseldorf, 2. 10. 09, jul

Träger-Nestler: Die „GaraGe“ ist Europas erstes Technologiezentrum für Jugendliche und versteht sich als Dienstleistungsunternehmen. Sie ist eine praktikable Antwort auf die aktuellen Bildungsdefizite, die bundesweit diskutiert werden. Die GaraGe zeigt dabei derzeitige und zukünftige Anforderungen an die Arbeitswelt und ihre Organisation sowie an Berufsbilder und berufliche Biographien auf. Damit helfen wir Jugendlichen dabei, ihren Platz in der Wissensgesellschaft und ihre Rolle als Unternehmer oder Angestellter zu finden.

Die GaraGe wurde im Jahr 2001 gegründet. Was ist bis heute das Besondere an dem Konzept?

Jugendliche können in Leipzig tagtäglich hautnah die Faszination von Technik erleben: Sie arbeiten und forschen dabei in modernen Laboratorien. Die Angebotspalette ist vielfältig. Beispielsweise können sie einen so genannten Porsche-Pass in einem Kurs erwerben, indem sie z. B. in einem Seminar einen neuen Porsche-Motor vollständig auseinanderbauen. Zudem kann der Nachwuchs auf professionellen Maschinen Zeitungen drucken, Boote bauen, Modelle gießen und vieles mehr.

Außerdem haben sie die Möglichkeit, in einem Tonstudio Radiosendungen zu produzieren und sogar ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Bei allem, was wir den Jugendlichen bieten, geht es uns stets um die anwendungsorientierte, praxisnahe Vermittlung von Wissen. Die GaraGe tritt dabei als Mittler zwischen Schule und Wirtschaft auf. Jährlich nutzen rund 65 000 bis 70 000 Kinder und Jugendliche aller Altersklassen und Bildungsprofile diese Angebote.

Was ist seit der Gründung konkret passiert?

Die Anzahl der Projekte ist seit der Gründung im Jahr 2001 stetig gestiegen, ebenso die Nutzerzahlen: In diesem Jahr wurde der 500 000ste Nutzer registriert. Seit 2005 ist der VDI zu 100 % Träger des Technologiezentrums.

Insgesamt bieten wir heute rund 120 Lehrangebote und -programme an, die das Kerngeschäft der GaraGe bilden. Zudem haben wir eine Praktikumsbörse realisiert (ca. 200 Vermittlungen im Jahr). Damit stellen wir ein fächerübergreifendes Lehr- und Ausbildungsangebot für Kinder und Jugendliche, Lehrer und Eltern sowie Multiplikatoren bereit.

Außerdem setzt die GaraGe seit den Jahren 2005 und 2006 verschiedene Projekte zur beruflichen Orientierung und zur Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 27 Jahren erfolgreich um. Auch sind wir in der Information und Beratung sowie Weiterbildung von Eltern erfolgreich tätig.

Wenn es um Nachwuchsförderung in Technik und Naturwissenschaften geht, sind Mädchen immer noch die Sorgenkinder. Selbst wenn sie sich für Technik begeistern lassen, dann reicht die Faszination meist nicht aus, um sie für einen technischen Beruf zu gewinnen. Wie sind Ihre Erfahrungen?

Was uns, die GaraGe, betrifft so stellen wir weder bei Jungen noch bei Mädchen Technikfrust fest. Mädchen nehmen in gleichem Umfang unsere Angebote wahr, sind sehr interessiert und aufgeschlossen, aber sie kommen mit weniger Vorinformationen und technischen Kenntnissen. Hier bedarf es einer gezielten Ansprache und Hilfestellung und genau diese Unterstützung wollen wir Mädchen wie Jungen geben.

Was wir feststellen, ist nicht Technikfrust, sondern eine extreme Nutzung von Technik – zum Teil auf hohem Niveau. Wir stellen uns dabei ständig die Frage, wie dieses Nutzerverhalten in ein Interesse für die Entwicklung und Funktionsweise von Technik umgesetzt werden kann.

2001 war die GaraGe nicht nur in Deutschland Vorreiter, sondern auch in Europa. Wen konnten Sie inzwischen von Ihrem Konzept überzeugen?

Inzwischen ist die GaraGe ein mehrfach zertifizierter Bildungsträger und wir arbeiten in verschiedensten deutschlandweiten Netzwerken für Jugendbildungsarbeit. Dabei umfasst das GaraGe-Netzwerk mehr als 250 Kooperationspartner, darunter Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Bildungseinrichtungen und staatliche Institutionen und dient als Modell für andere Regionen und Städte, etwa für Friedrichshafen, Kassel und Schweinfurt.

Was begeistert Sie so sehr an der Nachwuchsförderung?

Die Jugend ist unsere Zukunft und ich möchte mit der GaraGe Lust auf Zukunft machen. Außerdem begeistert es mich, wenn mich die Kinder und Jugendlichen an ihrem Erfolg teilhaben lassen – und das sind nicht wenige. jul

www.g-a-r-a-g-e.com

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