Studium

Vom Karrieresprungbrett in schwierigen Zeiten…  

In Zeiten der Wirtschaftskrise erweisen sich die erneuerbaren Energien als Lichtblick auf dem Arbeitsmarkt. Zusammen mit dem Bereich Umwelttechnologie bleiben sie eine echte Wachstumsbranche. Als Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise verzögern sich zwar manche Projekte und einige Anlagen fallen kleiner aus als geplant. Dennoch wird der Branche eine rosige Zukunft vorausgesagt. Es lohnt sich also, den Master „of Renewable Energy Engineering“ zu erwerben. VDI nachrichten, Düsseldorf, 8. 5. 09, jul

Fachkräfte für diese noch junge Branche waren in den letzten Jahren auf dem Arbeitsmarkt kaum zu finden. „Die Hochschulen haben jedoch auf die Nachfrage der Unternehmen deutlich reagiert“, sagt Theo Bühler, Experte für den Arbeitsmarkt erneuerbare Energien beim Wissenschaftsladen Bonn. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums haben die Bonner Arbeitsmarktforscher die Hochschullandschaft im Bereich erneuerbare Energien untersucht. In der aktuellen Studie stellen sie fest, dass die Zahl der Studiengänge immens gestiegen ist: Zum Wintersemester 2009/10 werden es mehr als 260 sein.

Zunehmend interessanter werden Masterstudiengänge, die es Ingenieuren mit Bachelor oder auch berufserfahrenen Diplom-Ingenieuren möglich machen, sich für die Zukunftsbranche zu qualifizieren. So richtet die neue „Akademie für Erneuerbare Energien“ zusammen mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg zum nächsten Wintersemester den Masterstudiengang Erneuerbare Energien ein. Angesprochen werden Absolventen der Ingenieurwissenschaften, gerne auch Interessierte mit Berufserfahrung.

„Studierende haben hier die einmalige Chance, ihre Uni mitgestalten zu können“, sagt Studienleiter Henrik Bettermann. Mit dem Gründen kennt sich Bettermann aus: So war er seinerzeit am Aufbau der Privatuni Witten-Herdecke beteiligt. Die Besonderheit des Masterstudiengangs ist, dass er als Fernstudium mit Elementen des „E-Learning“ und planbaren Anwesenheitszeiten im niedersächsischen Lüchow angeboten wird. „Wir nennen es online-gestütztes Lernen“, schildert Bettermann den Vorteil, dass ein berufsbegleitendes Studium möglich wird. Die Präsenztage für die vier Semester sind bereits festgelegt und finden an Wochenenden in Lüchow statt, das im niedersächsischen Wendland liegt, zwischen Berlin, Hamburg und Hannover. Auf dem Gelände einer Kugellagerfabrik wird dazu ein Gebäude als Seminarhaus umgebaut.

Vorlesungen sollen auf Video aufgezeichnet und dann „online“ gestellt werden, kündigt Bettermann an und blickt fast ein wenig neidisch auf die USA, die im Bereich Fernstudien einen Vorsprung haben. Nicht zu kurz kommen soll die Interaktion mit den Studierenden: „Ich werde darauf achten, dass die Fragen der Studierenden zeitnah beantwortet werden“, verspricht der Studienleiter. Feste Sprechzeiten der Professoren soll es daher nicht geben. Didaktisch begleitet wird das Konzept von der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, die weltweit Fernlehrgänge für Bundeswehroffiziere durchführt.

„Studierende haben hier die einmalige Chance, ihre Uni mitgestalten zu können“

„Es gibt keinen anderen Studiengang, der so breit angelegt ist“, verkündet Henrik Bettermann. Ein Blick in das Curriculum bestätigt die interdisziplinäre Ausrichtung. Behandelt werden technische, biologische, ökologische und wirtschaftliche Aspekte der Erzeugung erneuerbarer Energie. Die grundlegenden Fächer werden für alle angeboten, eine Vertiefung des Lehrstoffes erfolgt dann mit einzelnen Modulen, z. B. zu Windkraftanlagen oder zu Biokraftstoffen.

Bei der Auswahl der Dozenten spielte Praxisnähe eine große Rolle. So haben die Professoren Kontakte zur Industrie. Für Theo Bühler ist die Kooperation mit Unternehmen eine wichtige Voraussetzung, um in einer sich technisch schnell entwickelnden Branche einen gut Start in den Beruf zu ermöglichen. Durch die Praxisnähe ergeben sich auf der anderen Seite auch Forschungsaufträge oder Themen für Projekte und die Masterarbeit. So sind etwa viele Vorgänge im Fermenter einer Biogasanlage noch nicht erforscht. Bettermann hofft, dass sich „lebendige Vorlesungen“ ergeben, wenn Landwirte und Betreiber einer Biogasanlage aus der Praxis berichten.

Bevor die offizielle Bewerbungsfrist am 1. Juni beginnt, läuft derzeit schon der Probebetrieb mit einigen Studierenden. „Ich nenne es lieber Schnupperstudium“ sagt Henrik Bettermann. Das harte ingenieurwissenschaftliche Brot bleibt den Studierenden allerdings nicht erspart: „Mathematisch-naturwissenschaftliche Begabung müssen die Studierenden schon mitbringen, sonst werden sie das Studium nicht in der vorgesehenen Zeit schaffen.“ THOMAS GAUL

Weitere Infos finden Sie im Internet.

www.akademie-ee.de

www.wila-bonn.de

Von Thomas Gaul

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