Hochschule

Universität Cambridge feiert 800. Geburtstag  

Weltweit kommen laut Eigen-PR die meisten Nobelpreisträger aus Cambridge. Die Elite-Schmiede feiert 2009 ihr 800-jähriges Bestehen. Rund 40 % der Studierenden kommen aus Europa, davon sind die meisten Deutsche. VDI nachrichten, düsseldorf, 6. 3. 09, cha

Viele europäische Universitäten haben eine ehrwürdige Geschichte, doch nur wenige können auf eine derart lange Historie zurückblicken, wie das britische Elite-Institut, die Cambridge University, die in diesem Jahr ihr achthundertjähriges Bestehen feiert. Die Anfänge dieser Hochschule sind alles andere als glorreich gewesen. Sie waren überschattet von dem Mord an einer Frau in Oxford durch einen Studenten der dortigen Universität. Als Folge dieses Vorfalls wurde die Universität Oxford zeitweise geschlossen und einige Gelehrte aus Oxford setzen sich nach Cambridge ab, wo es Aufzeichnungen zufolge eine Art Schule im Sumpfgebiet am Fluss Cam gab.

Die University of Cambridge konnte schließlich aber nur richtig gedeihen, weil eine andere britische Universität – Northampton – als Folge eines Streits vom damaligen König geschlossen werden musste. Die Studenten aus Northampton wanderten schließlich nach Cambridge ab, wo 1284 das erste von bislang 31 Colleges – Peter House – gegründet wurde. Bis heute hat die Universität Cambridge den Ruf einer der erfolgreichsten Universitäten der Welt, aus der exzellente Wissenschaftler hervorgehen. Bahnbrechende Entdeckungen, wie der des Elektrons, des Atoms oder des Doppelhelix-Modells, das die Molekularstruktur des menschlichen Erbguts entschlüsselt, sowie großen Namen wie Isaac Newton und Charles Darwin verdankt die Universität Cambridge ihren Ruf als vornehmlich naturwissenschaftlich orientierte Universität. Das Cavendish-Labor, gegründet 1874, das heute Teil des Science Park im Westen Cambridges ist, floriert und rühmt sich, bislang 29 Nobelpreisträger hervorgebracht zu haben.

So groß ist das Ansehen der Universität, dass sich zahlreiche Software- und Elektronikfirmen im „Silicon Fen“, in namentlicher Anlehnung an das kalifornische Silicon Valley, in Cambridge angesiedelt haben. Insgesamt 83 Nobelpreisträger in der Chemie, Physik, Medizin, Molekularbiologie und Ökonomie kommen von der Cambridge University.

Das Erfolgsgeheimnis der Universität wird dabei in der englischen Spezialität der Colleges mit nicht mehr als jeweils 400 Studenten gesehen: Sie kümmern sich um das leibliche und gesellige Wohl der Studenten. Nicht zuletzt der stark persönliche Umgang in diesen Colleges lockt die Studenten aus aller Welt an dieses Bildungsinstitut. „Wir messen unseren Erfolg auch daran, dass nur ein Prozent der Studenten sein Studium vorzeitig abbricht, verglichen mit einem britischen Durchschnitt von derzeit rund 20 %“, erläutert Rob Wallach, Senior Lecturer im Fachbereich Materialkunde und Metallurgie, und Mitglied des Jubiläumskomitees in London. Schon lange nicht mehr ist Cambridge aber eine Elite-Universität für vornehmlich reiche und privilegierte Familien in Großbritannien, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken. Elite bezieht sich heute auf die akademischen und intellektuellen Fähigkeiten der Studierenden. Waren Anfang der 60er Jahre knapp 9000 Studenten eingeschrieben, sind es heute 18 000 Studierende, die aufgrund von Prüfungen ausgewählt werden. Davon sollen knapp 60 % aus staatlichen Schulen kommen.

Rund 40 % der Hochschulabsolventen kommen aus der Europäischen Gemeinschaft. Nach den Chinesen und Indern gehören die Deutschen zu der größten Gruppe ausländischer Studierender. Zu den Erfolgsgeschichten der Universität Cambridge zählt auch die große Zahl der Firmengründungen, die in den Instituten erarbeitete neue Techniken zu nutzen und zu vermarkten suchen. Dabei bleibt die Universität fast immer auf Dauer an diesen Unternehmen finanziell beteiligt. Wie auch andere Universitäten muss sich Cambridge mit den Auswirkungen der globalen Finanzkrise auseinandersetzen. Daran ändert auch nichts, dass Cambridge höhere Studiengebühren als die Mehrzahl aller britischen Hochschulen berechnen darf. Aber: Eine starke internationale Orientierung soll der Eckpfeiler der Zukunftsstrategie bleiben. Alison Rihard, Vizekanzlerin der Universität, reist beispielsweise durch Indien, um Partnerschaften zu knüpfen. Das Jubiläumsjahr soll zudem Auftakt für eine stärkere internationale Anwerbungskampagne und weitreichende Spendenaktionen sein, die bis zum Jahr 2012 1 Mrd. Pfund auftreiben soll. PETER ODRICH

Von Peter Odrich

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