Hochschule

Uni Wuppertal ist obenauf  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 7. 12. 07, sta – Nach einer Analyse von Wissenschaftlern der Uni Regensburg können Studenten an der Bergischen Universität Wuppertal am besten lernen, wie man sich erfolgreich selbstständig macht. Auf den Plätzen folgen die Universität Potsdam sowie die Technischen Universitäten in Dresden und München.

Den Anfang machte die Privatuniversität in Oestrich-Winkel. Hier entstand im März 1989 der erste Gründerlehrstuhl in Deutschland. Inzwischen gibt es immerhin 70 solcher Professuren an Fachhochschulen und Universitäten. Die Zahl der Akademikerschmieden, an denen es Angebote für Nachwuchsunternehmer gibt, dürfte aber noch weit höher liegen. Welche aber bereitet am besten auf die Gründerrolle vor? Der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie an der Universität Regensburg geht dieser Frage bereits seit 2001 nach. Alle zwei Jahre wird ein neues Ranking aller Universitäten erarbeitet, die in staatlicher Trägerschaft sind und in denen mindestens 500 Studenten eingeschrieben sind. In der jüngsten Auflage steht die Hochschule in Wuppertal auf dem ersten Platz.

Die Bewertung basiert auf insgesamt acht Bausteinen. Mit 20 % am stärksten gewichtet wurde dabei der Punkt „Entrepreneurship Education“. Er misst, wie viele Veranstaltungen angeboten werden, die eine gründungsbezogene Grundqualifizierung erlauben. Dabei wurden nur solche Unterrichtseinheiten berücksichtigt, die durch Lehrstuhlmitarbeiter durchgeführt und als Bestandteil des Fachstudiums an Studierende gerichtet sind. Darüber hinaus ist dem Baustein auch das Feld der Gründungsforschung zugeordnet.

Mit 15 % gewichtet wurde der Baustein „Außercurriculare Qualifizierung und Betreuung“. Hier analysierten die Forscher, was die jeweiligen Universitäten solchen Studenten bieten, die bereits ein konkretes Gründungsinteresse haben. Punkten konnten solche Hochschulen, die konkrete Hilfe etwa bei der Erstellung von Businessplänen oder bei Markt- und Patentrecherchen bieten.

Ebenfalls mit 15 % gewichtet wurde der Baustein „Mobilisierung“. Geschaut wurde, inwieweit die Hochschulen ihre Studenten dazu motivieren, über eine Gründung nachzudenken. Positive Noten gab es u.a. für die Durchführung von Businessplan-Wettbewerben. Ebenfalls berücksichtigt wurde, ob gründungsrelevante Veranstaltungen als Studienleistung anerkannt werden.

Ein Zehntel der Gesamtnote ergab sich aus der „externen Vernetzung“. Bewertet wurde, inwieweit die Hochschule mit lokalen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenarbeitet. Punkte gab es auch für eine räumliche Nähe zu Technologie-, Patentinformations- oder Gründerzentren.

„Förderpolitische Rahmenbedingungen“ machten ebenfalls 10 % der Gesamtnote aus. Hier wurde analysiert welchen Zugang die Hochschule zu landes- und bundesseitig initiierten Förderprogrammen hat.

Der sechste Baustein – gewichtet mit 10 % – heißt „Kooperation und Koordination“. Hier wurde der universitätsinterne Austausch von Informationen, Personen und Ressourcen beleuchtet – etwa die Interaktion zwischen dem Lehrstuhlbereich und der außercurricularen Qualifizierung und Betreuung der Gründer in spe.

Unter der Überschrift „Kommunikation“ untersuchten die Regensburger Wissenschaftler, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um das bestehende Angebot sowohl nach innen als auch nach außen bekannt zu machen. Dieser Punkt ging mit 10 % in die Gesamtwertung ein.

Im Baustein acht – „Ausgründungsaktivität“ – wurde untersucht, wie viele Ausgründungen es in 2006 gab und welches Potenzial für die Zukunft vorhanden ist. Letzteres wurde etwa daran festgemacht, ob und in welchem Umfang Projekt- bzw. Forschungsgruppen existieren, die in regelmäßigen Abständen Ausgründungen hervorbringen.

Von den maximal 400 möglichen Punkten erreichte Spitzenreiter Wuppertal 276 Punkte. (Eine Übersicht über die Top 10 erlaubt die Tabelle links.) Außer der Bergischen Universität gelang es keiner der Hochschulen, in allen Bewertungsbausteinen zur oberen Hälfte der insgesamt 65 analysierten Akademikerschmieden zu zählen. Insgesamt sind Stärken und Schwächen also breit gestreut. Ein Beispiel dafür ist die Universität Lübeck. Sie liegt bei den Bewertungsbausteinen „Förderpolitische Rahmenbedingungen“ und „Ausgründungsaktivität“ zweimal an der Spitze, kommt insgesamt aber nicht über einen 34. Platz hinaus.

Die Autoren der Studie möchten Ihre Arbeit nicht als Empfehlung für einzelne Universitäten verstanden wissen. Schließlich habe jeder Gründer sehr unterschiedliche Ansprüche an die Qualifizierung und Betreuung durch die Hochschule. Außerdem erlaube die Erhebung keine Rückschlüsse auf die inhaltliche oder didaktische Qualität einzelner Angebote sowie den Einsatz und das Engagement einzelner Universitätsmitglieder. Wohl aber mache die Arbeit eines deutlich: „Während Hochschulen bisher vor allem auf die Unterstützung konkreter Gründungsvorhaben bedacht sind, werden Maßnahmen, die zu einer Erhebung des Aktivitätsniveaus selbst geeignet sind, noch immer eher stiefmütterlich behandelt.“ S. ASCHE

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