Hochschule

„Top-Alumni“ an der Uni-Angel

Hochschulen wollen künftig den Kontakt zur Wirtschaft intensivieren. Absolventen, die im Berufsleben bereits erfolgreich sind, sollen dabei helfen.

Die Technische Universität München forscht neuerdings nach ihren „Top-Alumni“, Absolventen, die in Wirtschaft und Gesellschaft zu Rang und Namen kamen. Sie sollen ein Netzwerk von Ratgebern bilden, das die Verbindungen der Hochschule mit der Außenwelt stärkt. Spezielle Erfahrungen und Kontakte sind gefragt. Beiträge und Spenden sammelt schon seit langem der „Bund der Freunde der TU“. Um zu diesem Kreis zu zählen, muss man allerdings keineswegs ein Ehemaliger sein.
So gut wie sämtliche Universitäten und Fachhochschulen von Aachen bis Zwickau haben inzwischen Alumni-Vereinigungen (Übersicht im Internet: www.alumni-clubs.de). Sie alle stecken noch in den Kinderschuhen, keine ist älter als zehn Jahre. Selbst in den USA, dem Ursprungsland der Idee, existieren die Netzwerke erst seit den 70er Jahren. 1997 hat die Hochschulrektorenkonferenz hierzulande formell zur Gründung solcher Clubs aufgerufen. Sie profilieren die einzelnen Hochschulen personell und damit auch inhaltlich für den globalen Wettbewerb.
Top-Alumni sind die besten Imageträger. Nicht zuletzt kommt es auf die Beziehungen mit ausländischen Ehemaligen an, die im Heimatland einflussreiche Positionen bekleiden. So ließe sich korrigieren, dass beispielsweise indonesische Ingenieurstudenten, die einst hier studierten, heute ihre Kinder lieber zum Studium nach Australien oder in die USA schicken als nach Deutschland.
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) organisierten vor einigen Tagen in Bonn eine Fachtagung über erfolgreiche „Strategien der Absolventenarbeit“. Das klingt nach dem Amtsdeutsch von Jugend- oder Sozialämtern. Stifterverbands-Präsident Arend Oetker sprach allerdings ganz unzweideutig vom „Customer Relation Management“ wie von einer Unternehmenspolitik, die ihre Kunden binden muss. Expertin Joan Fish von der Indiana University in den USA erklärte vor deutschen Hochschulverwaltern eindringlich: „Sie müssen dieses Geschäft wie Salesmen, wie Kaufleute, anpacken.“
Entsprechendes Absolventenmarketing der Hochschulen lohnt sich insbesondere wegen des wachsenden Weiterbildungsmarktes. Die englische Eliteuniversität Oxford und die amerikanischen Spitzenhochschulen Princeton, Stanford und Yale haben soeben mit 50 Mio. Dollar Startkapital eine Allianz ins Leben gerufen, um ihren Alumni gemeinsame Programme fürs lebenslange Lernen anzubieten. Einen ersten Schritt in die gleiche Richtung plant gegenwärtig ein Konsortium der baden-württembergischen Universitäten Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Tübingen und Ulm. Erste Ansprechpartner sind Ärzte. Das Pilotprojekt „Alumni.med.Live“ wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst und vom Entwicklungshilfe-Ministerium gefördert.
Über die Schwierigkeiten, die eigenen Absolventen überhaupt erst einmal zu erfassen, berichtete Hans-Jürgen Ewers, der Präsident der TU Berlin, auf der Bonner Tagung. Der Datenschutz mit einer „Studentendatenverordnung“ erlaubt keinen Zugriff auf die Studentenkarteien, um die Adressen der Abgänger festzustellen. Den Alumni-Beauftragten der Hochschule bleibt im Wesentlichen die Kontaktsuche auf Absolventenfeiern oder über Pressenotizen von Prominenten mit TU-Diplom. Nach Dritten darf niemand gefragt werden, kein Student nach seinen Kommilitonen, kein Professor nach der Erinnerung an seine Studenten.
Nichtsdestoweniger umfasst die Berliner Datenbank inzwischen mehr als 7000 Personen. Zu einem richtigen Quantensprung führte die Aufforderung auf der Homepage der TU: „Bitte, melde dich!“ Mit einem neuen Förderprogramm von 450 000 DM will der Stifterverband den Ausbau der „AlumniNetzwerke“ unterstützen. Die Tagung in Bonn war der Startschuss. HERMANN HORSTKOTTE

Von Hermann Horstkotte

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