Nachwuchsförderung

Technik-Club kommt gut an

Angefangen hat es mit „Technik verbindet“ im letzten Jahr in Hannover. Jetzt ist J.e.T. angesagt – Jugend entdeckt Technik.

Die letztjährige Großveranstaltung „Technik verbindet“ im Deutschen Pavillon des Expo-Geländes in Hannover war der Anfang. Die Dynamik der Veranstaltung setzte Kräfte frei, die zur Schaffung von Jugend entdeckt Technik, J.e.T., führten, einem in sich geschlossenen System dreier Aktionsfelder, auf das mittlerweile Unternehmen und Schulen im ganzen Bundesgebiet aufmerksam geworden sind. Die Aktionsfelder sind die „Junior-Technik-Clubs“, „Erkundung“ und „Technik verbindet“.
Die Junior-Technik-Clubs sind ganzheitlich ausgerichtete Schulprojekte aller Schulformen, die mit den Mitteln des Projektmanagements auf praktische Erfahrungen, zugleich aber auch auf Präsentation, Kommunikation sowie dauerhafte Installation in den Schulen ausgerichtet sind.
Ein Beispiel für den neuen Typus der Junior-Technik-Clubs bietet hier die Bismarckschule Hannover. Schüler und Schülerinnen dieses Gymnasiums hatten bereits bei „Technik verbindet“ ein spektakuläres Fallexperiment demonstriert, bei dem Bedingungen von Schwerelosigkeit geschaffen und ausgewertet wurden. Nach der Veranstaltung baten die Schüler Arash Fazeli und Mathias Bartmann um Unterstützung zur Intensivierung ihrer Bemühungen im Feld der Mikrogravitationsforschung. Nachdem der Rahmen mit dem Physiklehrer Michael Brockmann abgesteckt war, wurde das Projekt zu einem Junior-Technik-Club erklärt.
In ihren Winterferien nahmen die Schüler an einem Management-Training des BV Hannover teil, bei dem sie ihre Ziele klar zu definieren und ihr weiteres Vorgehen in klar strukturierte und zeitlich gebundene Schritte einzuteilen lernten. Das Gesamtkonzept ihres Vorhabens stellten sie dann Vertretern aus Wirtschaft und Industrie und einen Monat später der Gesamtkonferenz ihrer Schule vor.
Da die Junior-Technik-Clubs an den Schulen dauerhaft installiert werden und keine einmalige Aktion sind, ist vor allem der Schülernachwuchs gefragt. An der Bismarckschule haben sich bereits 55 Schüler und Schülerinnen gemeldet, die das Projekt Mikrogravitationsforschung in den nächsten Jahren fortsetzen werden. Die Schulabgänger unterstützen auch nach ihrer schulischen Karriere die Junior-Technik-Clubs.
Die Clubs werden in sämtlichen Teilgebieten der Technik entstehen. Für jedes Teilgebiet wird eine Lehrerin oder ein Lehrer die Funktion des Fachgebietsleiters übernehmen und den Austausch von Schule zu Schule fördern. Die Leitungsaufgaben werden dabei in den Händen der Schüler selbst bleiben. Dieses Prinzip wird die Eigenständigkeit fördern und bedeutet zugleich, dass wenig Kapazitäten auf Seiten der Lehrerschaft und ihrer außerschulischen Partner gebunden werden. Weitere Junior-Technik-Clubs, wie u. a. KFZ-Technik und Multimedia-Technik, entstehen in Zusammenarbeit mit Industriepartnern aus Fahrzeugbau und Telekommunikation.
„Erkundung“ steht als Sammelbegriff für ein Unterstützungssystem, das Schülern und Lehrern direkt zugute kommen soll. Ein zentrales Angebot werden Lehrerfortbildungen sein, die darauf abheben, den Technikunterricht in den Schulen oder Kontakte mit der Berufswelt zu intensivieren. Erkundung steht aber auch für das Anliegen, hinsichtlich der hohen Zahl berufsorientierender Angebote im Feld der Technik für ein höheres Maß an Transparenz zu sorgen.
Eine Expertenrunde J.e.T, die sich aus Vertretern von Schule, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammensetzt, wird sich Anfang Juni 2003 zusammensetzen um über die weitere Entwicklung von J.e.T. zu beraten. Die Expertenrunde wird in der Folge mit fachlichem Rat und als Multiplikator zur Seite stehen.
„Technik verbindet“, die „Messe von J.e.T., bei der alle Junior-Technik-Clubs ihre Projekte präsentieren und Aspekte der „Erkundung“ gebündelt vermittelt werden sollen, wird räumlich und inhaltlich in neue Dimensionen vorstoßen: Vorgespräche mit dem Geschäftsführer des Bundesverbandes der Mittelständischen Wirtschaft, Reinhold Kotré lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass mehrere Technik verbindet-Pavillons das Expo-Feeling, das für einen optimistischen Blick in die Zukunft steht, wieder aufleben lassen. Inhaltlich wird die Veranstaltung ihren konzeptionellen Grundsätzen treu bleiben.
J.e.T. – hinter diesen Buchstaben verbergen sich auch Ideengeber und Repräsentanten aus Industrie, Lehre und Forschung: Dr. Uwe Groth vom BV Hannover und Matthias Behne von der Bezirksregierung Hannover sind die Hauptinitiatoren von J.e.T., Prof. Paul Dobrinski, international anerkannter Wissenschaftler, sowie Manfred Spengler, Geschäftsführer des ADAC-Niedersachsen/Sachsen Anhalt, sind Mitglieder der Arbeitsgruppe J.e.T.
U. GROTH/M. BEHNE/jok

Von U. Groth/M. Behne/Jok

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