Nachwuchsförderung

Schüler erleben Lust am Erfinden

Wie entsteht eine Erfindung, was ist ein innovatives Produkt? Mit finanzieller Hilfe durch die Bundesregierung sollen Schüler für Neuerungen in Technik und Wirtschaft begeistert werden.

Neugier lohnt sich. Mit jeweils 12 000 DM will das Bundesbildungsministerium von September bis zum Ende des Schuljahres 2000/1 50 Teams der Sekundarstufe II in ihrer Heimatregion auf „Innovationstour“ schicken. Wer die 50 Glücklichen sind, entscheidet sich in einem Ideenwettbewerb, zu dem Interessierte bis zum 30. Juni ihre Vorschläge einreichen müssen (Kontaktadresse siehe unten). Die VDI nachrichten unterstützen als Medienpartner dieses Projekt.
Es geht darum, den Jugendlichen Einblicke und womöglich Lust auf die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Betrieben zu vermitteln. Wie entsteht eine Erfindung, ein innovatives Produkt oder eine neuartige Dienstleistung? Wie bringt man die Neuerungen auf den Markt? Welche Auswirkungen haben sie für das Unternehmen, den Kunden, unsere gesamte Volkswirtschaft?
Eine Schule allein oder mehrere zusammen können ein Team für die Tour bilden. Voraussetzung: ein technisch aufgeschlossener Lehrer als Teamchef. Einen Ansprech- und Kooperationspartner aus der Wirtschaft vermitteln die örtlichen Industrie- und Handelskammern oder die VDI-Bezirksvereine. Die 12 000 DM aus dem Bildungsministerium sollen die Kosten für Fahrten und Recherchen (Internetgebühren) des Teams, eine etwa notwendige Lehrerfortbildung und beispielsweise Spesen für Gastvorträge decken.
Seit letzten Herbst haben acht Schulen in einer neunmonatigen Pilotphase den möglichen Ablauf der Innovationstouren bereits erfolgreich erprobt. Angela Kaufmann, Lehrerin für Mathematik und Wirtschafts- und Rechtslehre am Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium in Aschaffenburg, beteiligte sich mit einem Grundkurs der Klasse 12. Die Teamleiter müssen also keineswegs unbedingt Naturwissenschaftler sein.
Innovation ist ein Prozess, der so gut wie alle Lebensbereiche erfasst und mithin fast von jedem Fach her erschlossen werden kann. Wirtschaftspartner der Aschaffenburger Schüler war eine Unternehmensberatung. Nach einer Theoriephase – Was heißt und ist Innovation? – erkundeten die Kursteilnehmer bei mehreren Besuchen die Praxis in fünf Unternehmen, darunter eine Softwarefirma, ein Roboterhersteller und ein Pharmaproduzent. „Wir werden uns jetzt auch für die nächste Innovationstour bewerben“, erklärt Oberstudienrätin Kaufmann. „Meine Schüler sind von der Horizonterweiterung begeistert.“
Mit seinen Aktivitäten an den Schulen will das Bundesbildungsministerium das Interesse an Inventionen und an Innovationen stärken. Dazu wurde die Aktion „INnovationsSTImulierung der deutschen Wirtschaft“ (INSTI) ins Leben gerufen, die den Innovationsgedanken in kleinen und mittleren Unternehmen, an Schulen und Hochschulen forcieren soll. Ein Beispiel sind Erfinderclubs an Schulen.
Der Nachwuchs kann gar nicht früh genug für Neuerungen animiert werden. Im Studium ist es dafür oft schon zu spät. Denn nach einer repräsentativen Umfrage hält nur jeder zweite mit „Forschung und Entwicklung“ befasste Hochschullehrer konkrete Patente für genauso wichtig wie wissenschaftliche Veröffentlichungen. HERMANN HORSTKOTTE
Kontakt. Institut der deutschen Wirtschaft, INSTI-Projektmanagement, Gustav-Heinemann-Str. 84-88, 50968 Köln, Tel.: 0221/4981816, Fax: 0221/4981856, E-Mail: einsporn@iwkoeln.de , Internet: http://www.instischulaktion.de
In der Schule soll nicht nur Stoff gepaukt werden, auch der Einblick in Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sollte zum Alltag gehören. Das Bundesforschungsministerium fördert deshalb die Aufgeschlossenheit für Innovationen.

 

Von Hermann Horstkotte

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