Hochschule

Mit neuem „Elan“ in die Zukunft

Nach der TU München hat sich nun auch die Darmstädter TU auf neue Strukturen und Organisationsformen besonnen. Mit dem Programm „Elan“ wollen die Hessen effektiveres Leiten und Kontrollieren ermöglichen.

Schlankere Strukturen und ein effektiveres Management. Das sind die Forderungen, denen sich Deutschlands Hochschulen in Zukunft stellen müssen. Experimentierklauseln – mittlerweile in vielen Hochschulgesetzen verankert – geben die Möglichkeit zu neuen Organisationsformen, ein Angebot von dem viele Universitäten im Moment allerdings noch zögerlich Gebrauch machen.
Nach der Technischen Universität in München (TUM), die bereits im Januar 1999 neue, klar nach Leitung und Kontrolle getrennte Steuerungsinstrumente eingeführt hat, ist nun auch die Technische Universität in Darmstadt (TUD) auf dem Weg zur Modellhochschule. „Elan“ heißt das Programm, das die TUD in einem vierjährigen Modellversuch erproben wird. Der Begriff steht für Termini, die in Zukunft die gesamte Hochschullandschaft prägen könnten: Effektivität, Leistungsvereinbarung, Autonomie und Nutzenkontrolle.
Effektiveres Arbeiten soll vor allem die neue Grundordnung ermöglichen, die bereits seit Anfang des Jahres in Kraft getreten ist und auf deren Grundlage die neuen Hochschulgremien in den kommenden Wochen gewählt werden sollen. Sie geht in weiten Teilen über den Rahmen des in diesem Sommer novellierten Hochschulgesetzes hinaus. Zwar bleibt der Senat der zentrale Entscheidungsträger für Grundsatzfragen. Er wird jedoch von der Hochschulversammlung – ein neues Gremium, das den Konvent ersetzen soll – ernannt und kontrolliert. Ihre 61 Mitglieder – 31 Professoren, 15 Studenten und 15 wissenschaftliche und technische Mitarbeiter – sollen künftig auch die Grundordnung erlassen und das Präsidium wählen. Mit der Rückkoppelung in den Gremien verzichte die TUD auf eine einseitige Stärkung der Hochschulleitung, wie sie das Gesetz eigentlich vorsieht, betont TUD-Sprecherin Sabine Gerbaulet.
Mehr als ein Repräsentativorgan soll auch der neue Hochschulrat werden. Er soll sich aus acht Experten zusammensetzen, die die Universität „von außen“ beraten und ein Mitspracherecht bekommen bei der Bildung und Aufhebung von Fachbereichen und Studiengängen. Neben solchen strukturellen Verbesserungen geht es TUD-Präsident Johann-Dietrich Wörner vor allem um eine leistungs- und bedarfsorientierte Budgetverwaltung. Die TU Darmstadt, die mit 120 Mio. DM über einen relativ hohen Drittmittelanteil verfügt, erstellt derzeit ihre Eröffnungsbilanz und hat ab 1. Januar 2001 die kaufmännische Buchführung eingeführt. Der eigenen Budgetverwaltung stehen Rechenschaft und Nutzenkontrolle gegenüber: Neben einer internen Leistungskontrolle gehört die TU Darmstadt auch einem Evaluationsverbund mit den Universitäten Kaiserslautern, Karlsruhe und Zürich an.
Wörner und Hessens Wissenschaftsministerin Ruth Wagner werden sich im nächsten Schritt auf Zielvereinbarungen einigen – eine Praxis wie sie in der TU München bereits Realität ist. Auch organisatorisch ist hier nach den Worten von Pressesprecher Dieter Heinrichsen seit einem Jahr alles in „trockenen Tüchern“. Die Gremien arbeiten bereits erfolgreich nach den neuen Strukturen. Als Pluspunkt habe sich besonders der Hochschulrat erwiesen, der in München neben dem Senat den Verwaltungsrat stellt. Beide gemeinsam kontrollieren die Hochschulleitung. Für die TU München ist damit die Experimentierfreudigkeit noch nicht beendet. Auch wenn die Bilanz des ersten Jahres positiv sei, gebe es noch viele „systemimmanente Hemmnisse“, sagt TUM-Sprecher Heinrichsen. Nicht nur das Tarif- und Dienstrecht ist nach seiner Meinung zu unflexibel. Auch das staatliche Zulassungssystem hemme die Entwicklung der Hochschule. Die Auswahl der Studenten durch die Universität könne hingegen „ein wesentlicher Baustein in der Profilbildung“ werden. JUTTA WITTE

Von Jutta Witte

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