Nachwuchsförderung

Mit jungen Leuten „Sachen machen!“  

den Nachwuchs zu begeistern, Innovationen zu fördern und das Image zu stärken. Im folgenden Artikel vertieft er seine Ansichten.

Der Technikstandort Deutschland hat ein akutes Problem, das seine Innovationskraft gefährdet: Fachkräftemangel. Es ist nur schwer zu verstehen, wie man – von Seiten der Unternehmen ebenso wie der Politik – so lange tatenlos zugesehen hat, dass sich immer weniger junge Menschen für Ingenieurwissenschaften interessieren und entsprechende Fächer studieren. Um dem Technikstandort Deutschland dauerhaft qualifizierte Ingenieure zur Verfügung zu stellen, hätten die Rahmenbedingungen schon wesentlich früher verbessert werden müssen.

Die Folgen sehen wir heute: Gute Ideen bleiben gute Ideen, werden aber keine innovativen Produkte. Denn es fehlt schlicht an Ingenieuren, die die bei uns sehr geschätzte Kreativität umsetzen können.

Eine Initiative wie „Sachen machen!“ ist daher lange überfällig. „Sachen machen!“ geht aktiv an, was wir bis jetzt versäumt haben: zum einen den Nachwuchs langfristig zu fördern, zum anderen soll der Gesellschaft insgesamt die Bedeutsamkeit von Technik deutlich gemacht und das verloren gegangene Selbstvertrauen in die eigenen Stärken des Landes wiedergegeben werden.

Es sieht gut aus für Deutschland. Wir erleben einen Konjunkturaufschwung, die Wachstumsprognosen für 2007 wurden sogar erhöht und der Arbeitsmarkt erholt sich. Auch 2006 erhielt Deutschland wieder den Titel Exportweltmeister. Als Technik-Standort ist Deutschland nach wie vor Spitze in Hochtechnologien wie der Maschinenbautechnik oder der Automobiltechnik. Diese klassischen Technologiebranchen (Maschinenbau, Elektroindustrie, Automobil und IT/Telekommunikation) bringen einen Umsatz von mehr als 560 Mrd. € und 2,5 Mio. Arbeitsplätze.

Trotz dieser positiven Entwicklung mangelt es den Ingenieuren, gerade jungen Akademikern, an Vertrauen in den eigenen Standort – und uns daher an Ingenieuren. Sie wandern teilweise ins Ausland ab, und es gibt zu wenige Absolventen, die nachrücken. Die Hochschulen verlieren so an Input in Forschung und Entwicklung. Genau dort herrscht der globale Wettbewerb.

Deutschland liegt derzeit mit einem Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Anteil von 2,5 % des Bruttoinlandsprodukts im internationalen Vergleich nur auf Platz neun – hinter Japan und den USA. Auch wenn Deutschland damit noch vor China und Indien steht – gerade diese Länder sehen nicht tatenlos zu, sondern ziehen langsam nach, investieren viel und bilden ihre eigenen Fachkräfte aus. Für Deutschland gilt es, am Ball zu bleiben, vermehrt die Wissenschaft und Forschung zu fördern. Das von der Bundesregierung formulierte Ziel, bis zum Jahr 2010 mindestens 3 % des nationalen Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Innovation zu investieren, darf nicht nur ein Lippenbekenntnis bleiben.

Vor allem sollten diese Investitionen gezielt in neue Felder fließen, die ein großes Zukunftspotenzial haben und mit denen wir zugleich wichtige Probleme unserer Gesellschaft angehen können. Denn wir können jeden Euro für Forschung und Entwicklung nur einmal ausgeben und müssen daher aufpassen, nicht in Technologiefelder zu investieren, die ihr größtes Wachstum bereits hinter sich haben oder deren Produkte auch ohne Förderung auskommen würden. Der Ausbildungsaspekt sollte dabei immer berücksichtigt werden. Wir müssen zugleich Anreize schaffen, damit sich wieder mehr junge Menschen zu einem Ingenieurstudium entschließen. Deutschland braucht mehr denn je Ingenieure, die entsprechendes Know-how mitbringen, Begeisterung und Selbstvertrauen zeigen – die „Sachen machen!“.

Für E.on als Energieversorger und Premiumpartner der Initiative steht das Thema Energieeffizienz im Vordergrund. Die momentane CO2- Diskussion zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, frühzeitig eine ressourcenschonende Energieversorgung sicherzustellen. Wir werden rund 22 Mrd. € in moderne umweltschonende Kraftwerke, leistungsfähige Netze und die Sicherung der Gasversorgung investieren.

Für diese anspruchsvollen Projekte brauchen wir dringend hoch qualifizierten Nachwuchs, etwa 500 Ingenieure in den nächsten drei Jahren. Wir gehen die Herausforderung offensiv an und haben zusammen mit der RWTH Aachen das „E.on Forschungsinstitut für Energie“ gegründet, das einen Beitrag zur Intensivierung der internationalen Forschung in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz leisten soll. Das Institut ist Teil einer weltweiten Forschungsinitiative für Energieeffizienz und Klimaschutzmaßnahmen, in die E.on insgesamt 100 Mio. € investiert. Wir forcieren durch dieses Projekt die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Spitzenforschung mit engem Anwendungsbezug ist die Grundlage für einen weltweit führenden Technik-Standort. Zudem unterstützen wir zahlreiche Hochschulen beispielsweise durch die Verleihung des E.on-Energie-Wissenschaftspreises an der TU München.

Innovationen, nicht nur in der Energieversorgung, sind eine anspruchsvolle Aufgabe für leistungsfähige Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung für die Gesellschaft bewusst sind und aktiv stellen. E.on wird gemeinsam mit „Sachen machen!“ intensiv daran arbeiten, dass Deutschland in Zukunft wieder weltweit führender Technik-Standort wird.

CHRISTOPH DÄNZER-VANOTTI

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