Hochschule

Lernen – unabhängig von Ort, Zeit und Personal  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 30. 3. 07, ws – „E-Learning“ ist nicht neu, seine Vernetzung weit fortgeschritten – sollte man meinen. Mit der Initiative „VirtusD – Virtuelle Universität Deutschland“ soll Versäumtes nachgeholt und ein breites Hochschulnetz geknüpft werden. Ihre Protagonisten sehen das Projekt als Chance, mehr Studierende insbesondere für naturwissenschaftliche und technische Fächer zu gewinnen.

Wenn wir einmalig 1 Mrd. € in universitäre E-Learning-Projekte stecken, könnten wir jährlich 1 Mrd. € an Bildungsausgaben durch Content Sharing, verminderte Gebäude-, Fahrt- sowie Personal- und Ökologiekosten sparen“, erläutert Alfons Rissberger, Sprecher der Initiative VirtusD.

Durch E-Learning soll die Wissensvermittlung an den Hochschulen verbessert und vor allem effizienter gestaltet werden, die Rede war von einer um 40 % verkürzten Lerndauer.

Mit dem „Berliner Memorandum VirtusD – Virtuelle Universität Deutschland“ meldeten sich Anfang des Jahres 22 Wissenschaftler, Politiker und Unternehmer zu Wort, um Mittel für den konzentrierten Einsatz modernster Informationstechnologien an deutschen Universitäten einzuwerben.

Für Rissberger ist E-Learning „ein wesentlicher Schritt für eine bessere Bildung an den Hochschulen“. Damit könnten Studenten über Internet und Computer flexibler und effektiver arbeiten als es heute möglich ist. Die Abhängigkeit von Ort, Zeit und Lehrpersonal werde aufgehoben.

Die technischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen E-Learning-Einsatz seien jetzt erstmals gegeben, hieß es während der Unterzeichnungsveranstaltung. Was noch fehle, wären die breite Vernetzung der Einzelinitiativen, der politische Wille zur digitalen Unterstützung der Lehr- und Lernprozesse sowie die Beschreibung der Ziele.

Bernd Bischoff, President & CEO Fujitsu Siemens Computers, München, sieht in E-Learning eine gute Möglichkeit, universitäre Bildungsdefizite zu beseitigen. „Wir haben in Deutschland zu wenige Hochschulabsolventen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Mit E-Learning ließen sich diese Defizite abbauen.“

Nun gibt es an vielen Universitäten bereits zahlreiche E-Learning Projekte. So können Studenten in Bochum unter 550 E-Learning-Angeboten auswählen, 40 Hochschulen sind an die E-Teaching-Plattform der Universität Tübingen angeschlossen. Die FU investierte in den vergangenen Jahren 1,1 Mio. € in 130 E-Learning-Projekte.

Bereits 65 % der Unternehmen würden E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung einsetzen. „Der Umsatz für E-Learning-Aktivitäten betrug nach Auskunft des Berliner Marktforschungsunternehmens Berlecon 2006 bereits ca. 4 Mrd. €“, erklärt Rissberger.

So soll mit der Initiative VirtusD ein Teil der standardisierbaren Vorlesungen des Bachelorstudiums durch E-Learning ersetzt werden. Weitere Ziele der Initiative VirtusD sind die Intensivierung der persönlichen Kommunikation von Studierenden und Lehrpersonal sowie eine Ausweitung und Verbesserung des sozialen und vernetzten Lernens durch den Dialog im Netz – nicht zuletzt durch Web 2.0.

So seien virtuelle Seminare mit Diskussionsforen, Live-Gespräche in Chaträumen und die Vernetzung von Lehrenden und Lernenden in naher Zukunft nicht mehr wegzudenken.

Die unmittelbare Auswertung der Antworten auf Fragen und die damit verbundene motivierende Wirkung des Lernerfolgs würden zudem qualitätssteigernd wirken und lebenslanges Lernen, berufsbegleitende Weiterbildung und Quereinstiege ermöglichen.

Nach Angaben der Initiative werde das Thema E-Learning im Hochschulpakt 2020 von Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan (CDU) nicht gebührend berücksichtigt. So plane das BMBF selbst keine weiteren Förderaktivitäten zur Einführung des E-Learning an Hochschulen. „Doch das ist im Zeitalter der digitalen Technologien, der Wissensgesellschaft und des globalen Wettbewerbs völlig unverständlich“, mahnt Rissberger.

Allerdings gibt es E-Learning nicht umsonst. Die Herstellung einer Stunde koste zwischen 10 000 € und 30 000 €, war zu erfahren. RAINER BÜCKEN

Von Rainer Bücken

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