Moderne Hochschule

Leibniz-Universität Hannover bietet Infolounge

Die Hochschulen sind überfüllt, ruhige Plätze für Projektgruppen rar. Damit Teamarbeit in Zukunft tatsächlich stattfinden kann, baute die Leibniz-Universität Hannover ihr Rechenzentrum zum Kommunikationsraum um.

„Ein Arbeitsumfeld wie in einem modernen Unternehmen“ steht den Informatik-Studierenden an der Leibniz-Universität Hannover (Luh) neuerdings zur Verfügung: die InfoLounge. Auf 230 m2 Fläche, verteilt auf drei Ebenen, können und sollen sie sich zur Gruppenarbeit treffen, mit Tutoren üben, gemeinsam lernen, sich austauschen.

„Gebraucht wurde ein Raum, in dem nicht Computer stehen, sondern Tische für fünf Leute“, erklärt Kurt Schneider, Professor für Software Engineering, der 2010 noch während seiner Amtszeit als Studiendekan die Idee für die Lounge hatte. „Früher, in den Gründertagen der Informatik, hatten Studierende keinen Zugang zu leistungsfähigen Rechnern“, erklärt er. Heute besitze zwar jeder einen Laptop, aber es fehlten die Möglichkeiten, Projektarbeiten in Teams durchzuführen, „und sich dabei nicht nur virtuell übers Internet auszutauschen, sondern in direktem Kontakt, so wie sie es später im Berufsalltag bei Meetings auch ständig tun müssen“.

Infolounge: Arbeitsumfeld wie in einem modernen Unternehmen

Als der Studiendekan seinen Professorenkollegen die InfoLounge-Idee vorstellte, waren alle dafür. Und auch bereit, dafür Geld in die Hand zu nehmen. Umgesetzt wurde die Idee gemeinsam mit den Studierenden und auch zum größten Teil aus deren Studiengebühren finanziert. Die 400 000 €, die der Umbau des ehemaligen Rechenzentrums letztlich kostete, kamen nicht durch Luxussanierung zustande, sondern sind der Altbausanierung geschuldet – das Universitätsgebäude ist rund 150 Jahre alt.

Das Geld sei „gut angelegt“, befand Susanne Weber, Studentin im 5. Semester, die bei der offiziellen Eröffnung der InfoLounge aus Sicht der Zielgruppe sprach. In der Lounge herrsche eine gute Arbeitsatmosphäre, und für Gruppenarbeit sei sie ideal. Dass dafür nun nicht mehr wie bisher erstmal ein halbwegs ruhiges Plätzchen gesucht werden müsse, sei sehr hilfreich.

Leibniz-Universität Hannover hat die Infolounge auf drei Ebenen verteilt

Der durch ein Podest und eine Galerie in drei Ebenen gegliederte Teamarbeits- und Kommunikationsraum bietet Platz für maximal 75 Personen. Fast überall lassen sich Laptops anschließen, es gibt ein Smartboard und unter der Galerie einen durch Glaswände abgetrennten, schallisolierten Raum mit Großbildschirm. Dort lassen sich Vorträge und Präsentationen üben oder Skype-Konferenzen abhalten. Auf dem Podest sind mehrere durch Trennwände abgeschirmte, mit jeweils einem 27-Zoll-Monitor ausgestattete Abteile. Sie bieten ausreichend Platz, um als Fünfer-Team dort zu arbeiten. Daran führt spätestens im 5. Semester kein Weg mehr vorbei, denn dann steht eine mehrmonatige Projektarbeit in Kleingruppen auf dem Programm. „Da kommt ein Haufen Anforderungen zusammen“, erläutert Schneider, „und alle Tätigkeiten, denen ein Informatiker ausgesetzt ist, insbesondere ständige Abstimmung, und viel, viel Kommunikation.“

Bei einer Befragung der Fünftsemester, wie oft sich die Arbeitsgruppen träfen, hatte sich herausgestellt, dass eine ganze Reihe sich nur alle zwei Wochen traf. „Das ist zu wenig“, fanden die Lehrenden, mussten aber anerkennen, dass es schwierig sei, in der Universität „Plätze zu finden, an denen eine Gruppe einigermaßen ungestört arbeiten kann und auch niemanden stört“.

Studierende von Infolounge positiv überrascht

Das bestätigt auch Susanne Webers Kommilitone Fabian Pflug. Und freut sich, dass es jetzt die InfoLounge gibt, wo man zu zweit programmieren kann. Und auch zu mehreren: „Wir haben dieses Jahr im Softwareprojekt gemerkt, dass es weniger ‚geknirscht‘ hat, weil die Teams untereinander viel mehr kommuniziert haben“, erklärt Schneider. Die Aufgabe im zu Ende gehenden Wintersemester hatte übrigens darin bestanden, ein Reservierungssystem für die InfoLounge zu entwickeln. Denn die Arbeitsplätze dort sind inzwischen sehr begehrt.

Von Anne Schneller

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