Hochschule

Kooperation belebt das Geschäft

Berlin ist eine Stadt der Forschung und der Lehre, der Wissenschaft und der Technologie. In diesem fruchtbaren Umfeld fristen die beiden technischen Fachhochschulen ein Schattendasein. Das soll sich ändern.

In einer Welt, in der Vernetzung im Sinne branchen- und fachübergreifender Kooperationen nahezu selbstverständlich wird, soll gleichzeitig der Wettbewerb das Geschäft beleben. Diesen Spagat müssen auch Hochschulen vollziehen. Besonders sensibel ist die Konstellation, wenn die Hochschulen in unmittelbarer fachlicher und lokaler Konkurrenz zueinander stehen.
Neben den drei großen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen fristen die sieben Berliner Fachhochschulen bislang ein Schattendasein. Um aus dem Dunkel des öffentlichen Interesses ans Licht zu treten, nutzten sie jetzt die „Berliner WissensWerte“, eine achtteilige Veranstaltungsreihe, die den Bürgern der Bundeshauptstadt Wissenschaft anschaulich und verständlich machen soll. Wand an Wand stellten auch die beiden technischen Konkurrenzunternehmen, die Technische Fachhochschule Berlin (TFH) sowie die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW), in der Kongresshalle am Alexanderplatz ihre aktuellen Projekte aus Laboren, Instituten und Lehrstätten vor. Bei „Fachhochschulen – Forschung und Entwicklung in Berlin“ verdeutlichten die Aussteller, dass ihre Arbeit nicht mehr nur allein in der Ausbildung liegt. „Tiefseeforschung als technologische Herausforderung“, die Idee und Entwicklung des „mitwachsenden Hauses“ oder das „Virtuelle Klassenzimmer“ zeigten, wie ernst es die Fachhochschulen mit Forschung und Entwicklung meinen.
Als „ausgesprochen gute Idee“ empfand Prof. Dr. Erhard Mielenhausen den Gedanken, den Schwerpunkt der Präsentationen auf die Forschung zu legen. Schließlich seien die Verdienste der Fachhochschulen um die Lehre unbestritten, meinte der Sprecher der Fachhochschulen in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Auf wissenschaftlicher Ebene gelte es, gegenüber den Universitäten Boden zu gewinnen und Flagge zu zeigen. Mit dem Status quo dürften sich die FH der Hauptstadt nicht zufrieden geben. „Das Berliner Hochschulsystem ist weiter zu entwickeln. 20 % aller Studierenden in Deutschland besuchen Fachhochschulen, der Wissenschaftsrat als unabhängiges Gremium fordert jedoch 40 %. Auf Berlin übertragen bedeutet dies eine Aufstockung der Kapazitäten um fast das Doppelte.“ Das spräche mittelfristig für eine Umschichtung von Universität auf Fachhochschule. Ziel müsse der Ausbau traditioneller und neuer Fachrichtungen insbesondere auch im Ingenieurwesen sein.
Dass die Schau im Kongresszentrum am Alexanderplatz nicht ganz uneigennützig war, bestätigte Prof. Dr. Helmut Schmidt, Sprecher der Berliner Fachhochschulen. „Wir wollen mit dieser Aktion neugierig machen. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sollen wissen, dass sie von einer Zusammenarbeit mit uns profitieren können. Neue, tatkräftige Kooperationspartner sind daher herzlich willkommen.“
Die Wirtschaft schätzt weiterhin die Vorzüge praxisnaher Ausbildung. Während die Berliner Universitäten eine Zugangsbeschränkung in der Informatik einführten, rief die TFH gemeinsam mit der D21-Initiative der deutschen Wirtschaft die „100 x 100-Offensive“ ins Leben. Jeweils 100 angehende Ingenieure sollen in 100 deutsche Fachhochschulen den Ansprüchen der IT-Branche gemäß ausgebildet werden.
Vorbildlich reagierten die Berliner Fachhochschulen auf die Herausforderungen der Internationalisierung, befand Mielenhausen. So erweitert die FHTW ihre Kapazität ab dem Sommersemester 2001 um rund 1200 Studienplätze, wobei sie gezielt Bachelor- und Masterstudiengänge einrichtet.
Die „WissensWerte“ werden den Berlinern noch drei Mal Wissenschaft und Technik näher bringen. Vom 13. bis zum 15. September sollen die „Tage der Forschung“ das Interesse von Schülern wecken, ebenso wie das „Wissenswerte Wochenende“ die Begeisterung für Zukunftstechnologien (16. September). Mit „Mädchen machen Technik“ enden die „Berliner WissensWerte“ (30. Oktober bis 3. November). Weitere Informationen unter Tel. 030/46302-509 sowie unter www.berliner-wissenswerte.de ws
Fachhochschulen sind mehr als Ausbildungsstätten. So arbeitet die TFH Berlin beim europäischen Mast-Programm mit, das die tiefsten Meereszonen erkunden soll.
Auf dem Fahrrad mit elektrischem Hilfsmotor würde sich mancher Besucher der FH-Ausstellung gerne durch den Berliner Verkehr bewegen.

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