Hochschule

Kieler Hochschulen wollen für die New Economy ausbilden

Ein neuer Masterstudiengang, Arbeitstitel „Master of E-Commerce“, ist ein wichtiger Bestandteil des Multimedia-Campus, der in den nächsten Jahren in Kiel entstehen wird.

Schleswig-Holstein setzt auf den Zukunftsmarkt Multimedia. Im Mittelpunkt steht ein Campus, der sich zu einem Zentrum für die Informations- und Kommunikationstechnik und somit zum Entwicklungsmotor für die Wirtschaft Norddeutschlands entwickeln soll. Ein Projekt, dass nach Ansicht von Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) einen bedeutenden Akzent für das wirtschaftliche Zukunftsprofil Schleswig-Holsteins setzen wird.
Sieben Regionen aus dem nördlichsten Bundesland sind in einem Wettbewerb gegeneinander angetreten, um den Multimedia-Campus (MMC) für sich zu gewinnen. Den Zuschlag hat vor wenigen Wochen die Landeshauptstadt Kiel bekommen. Jetzt beginnt die Detailarbeit. Fest stehen die vier Elemente, aus denen sich der MMC zusammensetzen wird. Dazu zählen der Bereich Aus- und Weiterbildung, ein Masterstudiengang, ein Gründerzentrum für Start-up-Unternehmen und ein Forschungs- und Technologiezentrum, in dem durch Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft neue Produkte und Anwendungen generiert werden sollen.
„Theorie und Praxis sollen möglichst eng miteinander verknüpft sein“, erklärt Dr. Martin Kruse von der Industrie- und Handelskammer Kiel, der die Planungen in Kiel von Anfang an betreut hat. „Es ist ein Nukleus für neue Entwicklungen im Bereich neue Medien“, schwärmt Kruse. Die Ausstrahlung des Campus soll das ganze Land erfassen. Ziel ist es, den MMC zu einem zentralen Leitprojekt im Bereich Multimedia und Internet auszubauen und dies mit Konzepten aus anderen Regionen landesweit zu verknüpfen.

Neuer Studiengang setzt erfolgreiches Studium voraus

Die Idee zur Gründung eines Multimedia–Campus wurde in der Landesregierung geboren und mit Vertretern aus Wirtschaft und Hochschule weiterentwickelt. Eine Machbarkeitsstudie bestätigte die Realisierbarkeit und unterstrich den Nutzen für den Standort Schleswig-Holstein.
Die Kieler Christian-Albrechts-Universität und die Fachhochschule Kiel planen, bereits zum kommenden Wintersemester ein speziell auf den Multimedia-Bedarf zugeschnittenes Wahlfach anzubieten – in der Diskussion sind Vorlesungen zu Java- und Screen-Design. Herzstück des Gesamtkonzeptes ist nach Ansicht von Kruse der Masterstudiengang, der im Sommersemester 2001 startet – der Abschluss trägt zur Zeit noch den Arbeitstitel „Master of E-Commerce“. Der Studiengang baut auf ein bereits abgeschlossenes Studium auf und soll „Führungskräfte hervorbringen“. Am Anfang rechnet Dr. Martin Kruse mit 30 bis 60 Studienplätzen. Im Endausbau sollen es etwa 200 sein. Das Interesse an diesem Studiengang hätte eine Untersuchung bestätigt. Kruse: „In der New Economy besteht ein Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften.“ Mit dem MMC hofft Kruse, nicht nur Fachkräfte nach Schleswig-Holstein zu holen, sondern sie auch in der Region halten zu können. Die Kombination aus Ausbildung, wirtschaftlicher Aktivität, anwendungsorientierter Forschung und Gründerzentrum ist vor allem in der Wirtschaft auf großes Interesse gestoßen. Allen voran bei MobilCom-Chef Gerhard Schmid, der von Anfang an Zusagen in Millionenhöhe machte.
Mittlerweile haben sich gut 50 weitere Unternehmen aus Schleswig-Holstein zum Sponsoring entschlossen. Insgesamt gebe es Zusagen aus der Wirtschaft in Höhe von etwa 20 Mio. DM, erklärt Thomas Horlohe, Referatsleiter für Telekommunikation und Multimedia im Kieler Wirtschaftsministerium. Auf diese Gelder ist der MMC angewiesen, da lediglich in der Gründungsphase die Landesregierung finanzielle Schützenhilfe leistet.
Aber weder über die Höhe der Gesamtkosten noch über den Anteil der Landesregierung kann Horlohe zur Zeit etwas sagen. Bevor öffentliche Gelder fließen, stehen zuerst die Gründung einer Trägergesellschaft sowie Detail- und Finanzierungskonzepte im Mittelpunkt. Sicher ist aber, dass der laufende Betrieb auf eigenen Beinen stehen soll. Vermutlich zwei Jahre wird es noch dauern, bis alle Räumlichkeiten des Multimedia-Komplexes bezugsfertig sind.
Schleswig-Holstein setzt nicht allein auf die multimediale Zukunft. In Berlin haben die Hochschulen eine Gesellschaft gegründet, die die Entwicklung von Multimedia-Produkten vorantreiben soll. Durch eine Neufassung des Berliner Hochschulgesetzes ist es den Hochschulen seitdem erlaubt, sich an Firmen zu beteiligen beziehungsweise zu gründen. Vorrangig soll die Gesellschaft die Produktion von multimedialem Lehr- und Lernmaterial unterstützen, indem sie Mittel für die Entwicklung und Herstellung einwirbt. Aber auch die Vermarktung der Multimedia-Produkte fällt in das Aufgabengebiet der neu gegründeten Multimedia-Gesellschaft, an der neben den drei Unis fast alle Hochschulen der Hauptstadt beteiligt sind. ANGELA SCHMID

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