Nachwuchsförderung

Junge Ingenieure umwerben den Studentennachwuchs  

VDI nachrichten, Magdeburg, 13. 5. 05 – Ob Vertreter von Politik, Wirtschaft oder vom VDI, alle betonten beim Deutschen Ingenieurtag, dass die Jugendförderung zu den derzeit wichtigsten Aufgaben gehört, um die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern. Für den VDI gingen die Studenten und Jungingenieure ins Rennen, um Jugendliche für technische Berufe zu begeistern und Studenten zu beraten.

Dabei waren die jungen Ingenieure allerdings nicht allein. Neben der VDI-Karriereberatung und der „Virtuellen Welt des VDI“, stellte die suj-Projektgruppe ein umfangreiches Angebot auf die Beine, für das sie einige Partner mit ins Boot – oder in diesem Fall ins Magdeburger Hotel Maritim – holte.

Da bot etwa das Bundesprojekt Roberta die Möglichkeit, Erfahrungen im Umgang mit Robotern zu machen. Der Lisa-Test, speziell für Schülerinnen entwickelt, zeigte vielen Mädchen, dass sie durchaus technische Kompetenzen haben.

Die „Jugend forscht“-Sieger des Fachgebietes Technik, die ihre prämierten Erfindungen vorführten, hatten ebenso praktisch erfahrbare Technik zu bieten, wie der Ü-Wagen des Junior-Technik-Clubs aus Hannover, einen Windkanal und eine Buttonmaschine. Die Studienberatung der Uni Magdeburg unterfütterte das Angebot mit den entsprechenden Informationen zum Studium. Alles in allem war das Netzwerk zu Studium, Beruf und Karriere also bestens gerüstet, um die jugendlichen Besucher mit praktischen Anwendungen und handfesten Informationen zu umgarnen.

Die kamen dann zwar zunächst nicht ganz so zahlreich, wie die Organisatoren erwartet hatten, doch das sollte sich nicht als Nachteil erweisen – eher im Gegenteil. Die jugendlichen Besucher konnten dadurch intensiver betreut werden, was sie dankbar annahmen.

So Marie Nagel und Philipp Rosenberger vom Carl-Zeiss-Gymnasium in Jena. „Orientierung, ein bisschen hören, was man so studieren kann“, wollten die beiden 17-Jährigen. Dass es in Richtung Technik oder Naturwissenschaft gehen soll, war den beiden allerdings bereits klar, bevor sie nach Magdeburg reisten. Wer etwa Marie zum Thema Laser referieren hört, ist eher überrascht, dass sie ihren Ingenieurabschluss nicht bereits in der Tasche hat – auch wenn sie nicht ganz so selbstbewusst auftrat wie ihr Mitschüler. Man sei „bereits durch die Ausrichtung des Carl-Zeiss-Gymnasiums in einer hervorragenden Position“, gab Philipp Rosenberger zu Protokoll. Na dann, der Ingenieur-Nachwuchs scheint wenigstens in Jena auf absehbare Zeit gesichert.

Zumindest stellten die beiden Schüler für die suj-Vertreter und die vielen anderen Helfer keine allzu große Herausforderung dar. Mehr Überzeugungsarbeit war da schon beim 14-jährigen Marc Nemand notwendig, der es sich nicht nehmen lassen wollte, am Lisa-Praxistest teilzunehmen, sich dabei allerdings nicht leicht tat. Am Ende wollte er aber doch noch einmal über einen technischen Beruf nachdenken.

Das haben Sebastian Große (29) und Holbe Thomas (25) bereits vor einiger Zeit getan. Die beiden Ingenieure wandten sich an die Karriereberatung des VDI, um ihre beruflichen Perspektiven auszuloten. Da ihr Ingenieurabschluss bisher nicht ausreichte, um eine Einsteigerposition zu finden, haben die beiden Wasserbauer ein Zusatzstudium draufgesattelt, das sie bald mit einem Master of Science in die Berufswelt entlassen wird.

Eine Berufswelt allerdings, die wohl eher für Ingenieure mit Berufserfahrung geöffnet ist, wundern sich die beiden, die trotz zahlreicher Praktika und Fachschaftsarbeit – also zusätzlichem Engagement – bisher nicht den Weg auf die Gehaltsliste eines Unternehmens gefunden haben, wie beide ein bisschen resigniert feststellten.

Die suj-Vertreter gaben wie in anderen Fällen auch zahlreiche Tipps, versuchten mit eigenen Erfahrungen zu helfen, gaben Empfehlungen und boten einen Bewerbungs-Check an. Große und Thomas waren zwar mit anderen Erwartungen gekommen, reisten aber dann recht zufrieden wieder ab.

Zufrieden zeigten sich auch die suj-Projektleiter Christian Großmann und Henning Schöer. „Das ist wirklich gut gelaufen“, freute sich Henning Schröer als am Dienstag Nachmittag die Info-und „Probier“-Stände wieder abgebaut wurden. Die beiden Projektleiter und die anderen Mitglieder des Teams haben wertvolle Erfahrungen mit der Organisation des Projektes zum Ingenieurtag gesammelt. Erfahrungen, die sie ihnen auch im Ingenieurberuf zu Gute kommen. Erfahrungen aber auch, die sie vielleicht schon bald nutzen, um neue Innovationen auf den Weg zu bringen. J. KLEIN

Von J. Klein
Von J. Klein

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